Star Trek United: Scott Bakula wird wohl nicht zu Präsident Archer
Das Science-Fiction-Franchise befindet sich in einer Phase des Umbruchs
Die Zukunft von "Star Trek" ist ungewiss. Und nun müssen wir uns wohl von einem potentiellen Ableger verabschieden, der im vergangenen Jahr vorgeschlagen wurde. Michael Sussman und Scott Bakula hatten die Idee für ein Projekt namens "Star Trek: United", das vom gealterten Enterprise-Captain Jonathan Archer erzählen sollte. Der hätte inzwischen vier erwachsene Kinder und wäre der erste Präsident der Vereinigte Föderation der Planeten. Die Idee wurde mit Input des einstigen Archer-Darstellers Bakula vom Produzenten Sussman entwickelt. Doch nun gab es ein Update von Bakula, aus dem hervorgeht, dass das Ganze nicht weiter voranschreitet.
Im Gespräch mit TV Insider erklärte der Schauspieler zwar, dass man niemals nie sagen sollte. Seine Worte geben ansonsten aber keinen Anlass zur Hoffnung, dass wir Archer als Präsidenten sehen werden:
"Ich bin nicht aktiv daran beteiligt. Viele Fans würden gerne mehr 'Star Trek' sehen und vielleicht auch Archer dabei haben. Aber es gibt neue Verantwortliche für das Franchise, neue Eigentümer des Studios. Das Franchise hat von einer Pause nach 'Enterprise' profitiert. Es gab eine gewisse Ermüdung aufgrund der Vielzahl an Serien und Filmen, und vielleicht ist es genau das, was gerade passiert. Im Moment habe ich nichts auf dem Schirm."
Phase des Umbruchs
Bakula verkörperte Captain Archer einst in "Star Trek: Enterprise". Die Science-Fiction-Serie lief von 2001 bis 2005 und kam auf vier Staffeln mit insgesamt 98 Episoden. Inhaltlich spielen die Abenteuer vor der Originalserie mit Kirk und Spock. Im Mittelpunkt steht die Raumschiff-Crew rund um Captain Archer. Neben Bakula gehörten John Billingsley, Jolene Blalock, Dominic Keating, Anthony Montgomery, Linda Park und Connor Trinneer zu den Hauptdarstellern. Michael Sussman war einer der Produzenten der Serie. Nach dem Ende von "Star Trek: Enterprise" dauerte es über zwölf Jahre, bis mit "Star Trek: Discovery" eine neue Serie an den Start ging und eine Renaissance des Franchise einläutete, die weitere Ableger wie "Star Trek: Picard" nach sich zog.

Wie von Bakula angedeutet, befindet sich das "Star Trek"-Franchise nun wieder in einer Phase des Umbruchs. Derzeit gibt es nur noch zwei Live-Action-Serien, auf die sich die Fans freuen dürfen: "Star Trek: Strange New Worlds" und "Star Trek: Starfleet Academy". Allerdings steht auch bei diesen beiden Serien bereits das Ende fest. "Strange New Worlds" wird mit der fünften Staffel zum Abschluss kommen. "Starfleet Academy" wird nach der zweiten abgesetzt. Für die Zeit danach ist bislang keine weitere Live-Action-Serie konkret vorgesehen.
Im Kino soll es weitergehen
Was das Kino angeht, wird bereits seit einiger Zeit ein neuer "Star Trek"-Film entwickelt. Für die Umsetzung ist das Regie-Duo Jonathan Goldstein und John Francis Daley vorgesehen. Die beiden haben unter anderem den Fantasy-Film "Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben" inszeniert. Nähere Details wird man abwarten müssen. Allerdings gab es erst kürzlich ein Gerücht um die Story. Laut Hollywood-Insider Jeff Sneider könnte uns eine Art "Training Day" im Weltraum erwarten. Im 2001 erschienenen Thriller mit Denzel Washington und Ethan Hawke geht es um den ersten Arbeitstag eines Polizisten. In der "Star Trek"-Variante könnte es somit ebenfalls um einen jungen Protagonisten gehen, der noch einiges zu lernen hat. Wie bereits erwähnt, ist der angebliche Story-Ansatz allerdings nur ein Gerücht und damit entsprechend mit Vorsicht zu genießen. Fest steht nur: Die Zukunft von "Star Trek" ist derzeit ungewiss.
