Erste Bilder zum Highlander-Reboot mit Henry Cavill
Der Superman-Darsteller ist als unsterblicher MacLeod zu sehen
Es kann nur einen geben? Von wegen! Mit Henry Cavill in der Hauptrolle ist derzeit ein weiterer "Highlander"-Film in der Mache. Nun hat der einstige Superman-Darsteller erste Bilder auf seinem Instagram-Account gepostet, die ihn in der Rolle des titelgebenden, unsterblichen Kriegers zeigen. "Happy First Look for Highlander!", schreibt Cavill zu den beiden Fotos und betont:
Das war eine unglaubliche Reise für mich, von der ich euch zu gegebener Zeit alles erzählen werde, aber es ist ein besonderer Moment, dies mit euch teilen zu können. Ich hoffe, es gefällt euch.
Beim neuen "Highlander"-Abenteuer handelt es sich um ein Reboot des gleichnamigen Fantasy-Klassikers aus dem Jahr 1986. Im Mittelpunkt des Films stehen unsterbliche Krieger, die sich über Jahrhunderte hinweg so lange gegenseitig duellieren, bis nur noch ein einziger übrig ist. Die einzige Möglichkeit, ihnen das potentiell unendliche Leben zu nehmen, ist die Köpfung. Fällt ein Unsterblicher durch die Hand des anderen, geht die Energie des Verstorbenen auf den Sieger des Kampfes über. Der im Original von Christopher Lambert gespielte Connor MacLeod ist einer dieser Unsterblichen. Aufgewachsen in den schottischen Highlands des 16. Jahrhunderts, erfährt er von seinem künftigen, ebenfalls unsterblichen Mentor Juan Sánchez-Villalobos Ramírez (gespielt von Sean Connery) von seiner Bestimmung. Connor gelingt es, mehrere Jahrhunderte lang siegreich und damit am Leben zu bleiben. Im New York der 1980er Jahre trifft er allerdings auf einen alten Feind, mit dem es zur alles entscheidenden Schlacht kommt.
Seit 2009 geplant
In welchen Punkten sich das Reboot vom Original unterscheiden wird, bleibt abzuwarten. Jedenfalls soll Cavill eine neue Version des Protagonisten MacLeod spielen, während Russell Crowe in die Rolle von Ramírez schlüpft. Zum Cast gehören unter anderem auch Dave Bautista, Karen Gillan und Djimon Hounsou. Führte bei der 80er-Jahre-Vorlage Russell Mulcahy Regie, übernimmt nun "John Wick"-Regisseur Chad Stahelski die Inszenierung. Das Drehbuch der Neuauflage stammt von Michael Finch, wobei Ryan J. Condal und Kerry Williamson an früheren Fassungen des Skripts beteiligt waren.
Pläne für das Reboot gibt es bereits seit 2009. Allerdings dauerte es bis 2016, bis Stahelski an Bord kam und fünf weitere Jahre, bis mit Cavill der Hauptdarsteller verpflichtet wurde. Zu einer weiteren, mehrmonatigen Verzögerung kam es, als sich Cavill im vergangenen Jahr während der Vorbereitungen auf den Film eine Verletzung zuzog.
Highlander: Ein Klassiker des Fantasy-Genres
Auf dem Papier mutet die Prämisse von "Highlander" ein klein wenig seltsam an. Unsterbliche, die sich über Jahrhunderte hinweg immer wieder mit Schwertern duellieren und gegenseitig die Köpfe abschlagen – darauf muss man erstmal kommen. Dementsprechend skeptisch war wohl auch das Kinopublikum, das dem Originalfilm von 1986 keinen Erfolg bescherte. Magere 5,9 Millionen US-Dollar spielte "Highlander" seinerzeit an den weltweiten Kinokassen ein. Vermutlich wäre das Werk im Zuge dessen in der Versenkung verschwunden, wenn der Film nicht hinterher eine erfolgreiche Wiedergeburt auf VHS gefeiert hätte und zum Kultfilm avanciert wäre. Was wohl nicht zuletzt auch am fantastischen Soundtrack von Queen liegt, die zeitlose Songs wie "A Kind of Magic", "Princes of the Universe" und vor allem den perfekt zur Story passenden Track "Who Wants to Live Forever" zum Film beigesteuert haben.
So kam es bereits fünf Jahre später zum Sequel "Highlander II – Die Rückkehr", bei dem die ursprünglichen Stars Christopher Lambert und Sean Connery erneut zu sehen waren und auch Russell Mulcahy wieder auf dem Regiestuhl Platz nahm. 1992 begann eine "Highlander"-TV-Serie, die insgesamt sechs Staffeln umfassen sollte und in der Adrian Paul als Duncan MacLeod einen Verwandten des Leinwandhelden Connor spielte. 1994 folgte dann mit "Highlander III – Die Legende" ein weiterer Film mit Lambert, diesmal aber unter der Regie von Andy Morahan. Im Jahr 2000 traf im Crossover "Highlander: Endgame" von Regisseur Doug Aarniokoski dann schließlich der TV-Highlander Duncan auf den Kino-Highlander Connor.
Während die TV-Serie im Laufe der sechs Staffeln zumindest damit punkten konnte, eine eigene Mythologie aufzubauen, die zwar auf dem Originalfilm basierte, sich aber fortwährend weiterentwickelte, fielen die Filmfortsetzungen enttäuschend aus. Keines der Sequels konnte dem Original das Wasser reichen. Was nicht zuletzt daran lag, dass die Geschichte im Grunde schon im ersten Film auserzählt wurde. Das dem Originalfilm zugrundeliegende Mantra "Es kann nur einen geben" wurde von den Sequels im Grunde ad absurdum geführt. Wenn man das Franchise also wiederbeleben will, dann am besten per Neustart, also mit einem Reboot. Und wie die ersten Bilder zur Neuauflage zeigen, macht Hauptdarsteller Henry Cavill zumindest optisch schon mal eine gute Figur.
