Gerücht: Die Arbeiten an Deadpool 4 haben begonnen!
Die Fortsetzung nimmt endlich Form an!
Der Söldner mit der großen Klappe kehrt zurück! Nach dem gewaltigen Erfolg von "Deadpool & Wolverine" warten die Fans sehnsüchtig auf einen vierten Film der Reihe – und nun ist es so weit. Wie das Magazin Puck berichtet, arbeitet Ryan Reynolds wohl intensiv an "Deadpool 4"!
Offiziell bestätigt ist das Ganze zwar noch nicht, doch angesichts des großen kommerziellen Erfolgs der bisherigen Filme erscheint ein weiterer Teil mehr als plausibel. Konkrete Details zur Handlung sind bislang nicht bekannt. 2025 kursierten bereits Gerüchte, dass der neue Film als Ensemble-Abenteuer angelegt sein könnte. Demnach würden diesmal drei oder vier Mitglieder der X-Men an Deadpools Seite kämpfen, ähnlich wie bereits in "Deadpool 2". Der potentielle Film wäre aber unabhängig von dem ebenfalls geplanten "X-Men"-Projekt.
Bis zum Kinostart von "Deadpool 4" dürfte noch einige Zeit ins Land gehen. Momentan stehen erst für das Jahr 2028 wieder freie Starttermine im Marvel-Kalender zur Verfügung. Konkret im Februar, Mai, November und Dezember. Wir halten euch auf dem Laufenden!
Deadpool: Die respektloseste Superhelden-Reihe des modernen Kinos
Mit dem Kinostart von "Deadpool" im Jahr 2016 betrat eine Comicverfilmung die Leinwand, die sich bewusst gegen nahezu alle Konventionen des Genres stellte. Statt heldenhafter Ideale, sauberer Moralvorstellungen und familienfreundlicher Action setzte der Film auf schwarzen Humor, explizite Gewalt, Selbstironie und das ständige Durchbrechen der vierten Wand. Aus dieser ungewöhnlichen Mischung entwickelte sich eine erfolgreiche Filmreihe, die mit "Deadpool", "Deadpool 2" und "Deadpool & Wolverine" inzwischen fest im Marvel-Kanon verankert ist – allerdings auf ihre ganz eigene Art.
Deadpool (2016): Die Geburt eines Antihelden
Der erste Film erzählt die Ursprungsgeschichte von Wade Wilson, einem zynischen Söldner, der nach einer Krebsdiagnose an einem geheimen Experiment teilnimmt. Das Verfahren verleiht ihm extreme Selbstheilungskräfte, hinterlässt ihn jedoch entstellt und psychisch gebrochen. Aus Wade wird Deadpool – ein Antiheld, der weder klassische Heldenwerte noch soziale Konventionen respektiert.
Besonders prägend ist der Ton des Films. "Deadpool" kommentiert seine eigene Handlung, verspottet das Studio, andere Superheldenfilme und sogar sich selbst. Ryan Reynolds' Darstellung gilt als Idealbesetzung und verleiht der Figur eine Mischung aus Humor, Arroganz und emotionaler Verletzlichkeit. Der enorme kommerzielle Erfolg des Films zeigte, dass auch ein nicht jugendfreier Superheldenfilm ein breites Publikum erreichen kann und öffnete dem Genre neue Möglichkeiten.

Deadpool 2 (2018): Mehr Herz hinter der Maske
"Deadpool 2" baut auf dem Erfolg des ersten Teils auf, erweitert die Geschichte jedoch um eine deutlich emotionalere Ebene. Nach einem schweren persönlichen Verlust befindet sich Deadpool in einer existenziellen Krise. Auf der Suche nach Sinn und Zugehörigkeit schließt er sich – zumindest halbherzig – den X-Men an und gründet sein eigenes Team, die X-Force.
Im Mittelpunkt steht der junge Mutant Firefist, der von Deadpool vor einem düsteren Schicksal bewahrt werden soll. Unterstützt wird die Handlung durch die Figur Cable, einen zeitreisenden Soldaten aus einer zerstörten Zukunft. Der Film kombiniert weiterhin anarchischen Humor mit spektakulärer Action, wagt jedoch mehr emotionale Tiefe als sein Vorgänger. Trotz der chaotischen Inszenierung geht es zentral um Themen wie Verantwortung, Familie und Erlösung.

Deadpool & Wolverine (2024): Multiversum und Kultfigur
Mit "Deadpool & Wolverine" folgt der bislang ambitionierteste Teil der Reihe. Er markiert Deadpools offiziellen Eintritt ins Marvel Cinematic Universe und bringt mit Wolverine eine der ikonischsten Figuren der Comicgeschichte zurück. Hugh Jackman schlüpft erneut in die Rolle des alternden Mutanten, nachdem sein Abschied in "Logan" ursprünglich als endgültig galt.
Der Film nutzt das Multiversum als erzählerisches Werkzeug, um verschiedene Versionen von Charakteren, Zeitlinien und Filmwelten aufeinanderprallen zu lassen. Deadpools Humor bleibt dabei unangetastet, richtet sich nun jedoch auch gezielt gegen das eigene Franchise, das MCU und dessen erzählerische Überfrachtung. Die Dynamik zwischen Deadpool und Wolverine bildet das emotionale Zentrum des Films: Zynismus trifft auf stoische Ernsthaftigkeit, Chaos auf Disziplin.

Stil und Bedeutung der Reihe
Die "Deadpool"-Filme zeichnen sich durch ihre konsequente Grenzüberschreitung aus. Sie parodieren das Superhelden-Genre, ohne es vollständig zu demontieren, und verbinden satirische Elemente mit echten emotionalen Momenten. Dabei gelingt es der Reihe, sowohl eingefleischte Comicfans als auch ein breiteres Publikum anzusprechen. Besonders bemerkenswert ist Deadpools Rolle als Kommentator des eigenen Mediums. Kaum eine andere Figur reflektiert so offen die Mechanismen des Blockbusterkinos. Gleichzeitig beweist die Reihe, dass Superheldenfilme nicht zwangsläufig formelhaft sein müssen, um erfolgreich zu sein.
Fazit
Mit "Deadpool", "Deadpool 2" und "Deadpool & Wolverine" hat sich eine Filmreihe etabliert, die das Superhelden-Genre nachhaltig beeinflusst hat. Sie kombiniert respektlosen Humor mit überraschender emotionaler Tiefe und bricht bewusst mit Erwartungen. Deadpool ist damit mehr als nur ein Antiheld – er ist ein Spiegel der modernen Popkultur und ihrer Erzählformen.
