Neue Star Trek Serien bei Paramount+: Aussage macht Hoffnung

Das Franchise befindet sich durch das nahende Ende von Strange New Worlds und Starfleet Academy am Scheideweg

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Die Zukunft von "Star Trek" sah schon mal rosiger aus. Allerdings gibt es nun ein Update – und das dürfte Fans des Science-Fiction-Franchise Grund zur Hoffnung geben.

Jane Wiseman, EVP & Head of Originals for Paramount+, hat sich im Interview mit Deadline zum Stand der Dinge in puncto "Star Trek" geäußert. Vom US-Branchenportal wurde sie auf das nahende Ende der beiden letzten verbliebenen Live-Action-Serien "Star Trek: Strange New Worlds" und "Star Trek: Starfleet Academy" angesprochen. Daraufhin deutete sie an, dass man im Hintergrund bereits über neue Projekte nachdenke – und bereits auf Autoren zugegangen sei. Konkret sagte Wiseman:

"Es ist unser Ziel und unsere Aufgabe, herauszufinden, wie es mit 'Star Trek' weitergeht. Wir führen Gespräche mit vielen Autoren, stützen uns auf CBS Studios, und es ist unerlässlich, dass wir herausfinden, wie die nächste Phase des Franchise aussehen wird, denn es ist einfach zu wichtig. Wir stehen auch in Kontakt mit Paramount Pictures, die einen 'Star Trek'-Film in Entwicklung haben."

Offenbar besteht bei Paramount+ also großes Interesse daran, den "Star Trek"-Kosmos auch in Zukunft fortleben zu lassen. Ob und inwiefern es dabei auch zur Entwicklung neuer Serien kommt, muss man jedoch abzuwarten. Mit dem erwähnten "Star Trek"-Film dürfte sich Wiseman auf das geplante Leinwandabenteuer von Jonathan Goldstein und John Francis Daley beziehen. Das Regie-Duo hat unter anderem den Fantasy-Film "Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben" inszeniert und ist bereits seit längerem für die Umsetzung eines neuen "Star Trek"-Films im Gespräch.

Bild zu STAR TREK: Strange New Worlds Staffel 4 Trailer German Deutsch (2026)

Wie geht es mit Star Trek weiter?

Worum es im neuen Kino-Abenteuer gehen wird, lässt sich noch nicht sagen. Vor kurzem kursierte jedoch ein Gerücht um die Story. Laut Hollywood-Insider Jeff Sneider könnte uns eine Art "Training Day" im Weltraum erwarten. Im 2001 erschienenen Thriller mit Denzel Washington und Ethan Hawke geht es um den ersten Arbeitstag eines Polizisten. Dementsprechend wird spekuliert, dass es in der "Star Trek"-Variante ebenfalls um einen jungen Protagonisten gehen könnte, der noch einiges zu lernen hat. Aber: Der angebliche "Training Day"-Ansatz ist, wie bereits erwähnt, nur ein Gerücht und demzufolge mit Vorsicht zu genießen.

Insgesamt befindet sich "Star Trek" in einer Phase des Umbruchs. 2017 wurde mit dem Start von "Star Trek: Discovery" eine Renaissance des Franchise eingeläutet, die im Laufe der folgenden Jahre weitere Live-Action-Serien wie "Star Trek: Picard", "Star Trek: Strange New Worlds" und "Star Trek: Starfleet Academy" nach sich zog. Davon sind inzwischen nur noch die beiden letztgenannten übrig – bei denen das Ende allerdings auch schon feststeht. "Strange New Worlds" wird mit der fünften Staffel zum Abschluss kommen. "Starfleet Academy" wird nach der zweiten abgesetzt. Eine neue Live-Action-Serie für die Zeit danach ist bislang nicht in der Mache.

Bild zu STAR TREK: Starfleet Academy Trailer 2 German Deutsch UT (2026) Robert Picardo

Idee für ein Comeback von Archer

Im vergangenen Jahr kam ein Vorschlag ins Spiel, der mit der Rückkehr eines ehemaligen Enterprise-Captains liebäugelte. Der Produzent Michael Sussman und der Schauspieler Scott Bakula hatten die Idee für ein Projekt namens "Star Trek: United", das vom gealterten Jonathan Archer erzählen sollte. Der hätte inzwischen vier erwachsene Kinder und wäre der erste Präsident der Vereinigte Föderation der Planeten. Aber: Das Ganze scheint letztlich nichts weiter als ein reizvolles Gedankenspiel zu bleiben. Zumal sich vor einigen Wochen der einstige Archer-Darsteller Bakula mit einem Update äußerte, aus dem hervorgeht, dass das Ganze nicht weiter voranschreitet. Im Gespräch mit TV Insider sagte er:

"Ich bin nicht aktiv daran beteiligt. Viele Fans würden gerne mehr 'Star Trek' sehen und vielleicht auch Archer dabei haben. Aber es gibt neue Verantwortliche für das Franchise, neue Eigentümer des Studios. Das Franchise hat von einer Pause nach 'Enterprise' profitiert. Es gab eine gewisse Ermüdung aufgrund der Vielzahl an Serien und Filmen, und vielleicht ist es genau das, was gerade passiert. Im Moment habe ich nichts auf dem Schirm."

Bakula verkörperte Captain Archer in "Star Trek: Enterprise". Die Serie lief von 2001 bis 2005 und kam auf vier Staffeln mit insgesamt 98 Episoden. Die Handlung war zeitlich vor der Originalserie mit Kirk und Spock angesiedelt und erzählte von den Abenteuern der Raumschiff-Crew um Captain Archer. So reizvoll eine Rückkehr des Weltraum-Helden auch wäre: Womöglich täte es dem Franchise ohnehin gut, gänzlich neue Figuren zu entwickeln, mit denen man weniger auf Nostalgie und mehr auf das Unbekannte setzen kann. Schließlich ging es bei "Star Trek" schon immer um den Blick in die Zukunft.