Zack Snyder inszeniert den UFC-Film "Brawler"

Amazon arbeitete schon für "Road House" mit der UFC zusammen

Von Jonas Reichel am 5 min Lesezeit

Zack Snyder meldet sich mit einem neuen Projekt zurück! Dieses Mal wird es der UFC-Film "Brawler", den er ein weiteres Mal in Zusammenarbeit mit Netflix veröffentlichen wird.

Laut dem Branchenmagazin Variety geht es inhaltlich um den Aufstieg eines Mannes aus Los Angeles in der Ultimate Fighting Championship. Für die Realisierung von "Brawler" arbeitet Snyder mit Dana White, dem Präsidenten der UFC, sowie Turki Alalshikh zusammen, dem Vorsitzenden der General Entertainment Authority von Saudi-Arabien und Besitzer des traditionsreichen Boxmagazins The Ring. Neben Snyder sind auch Shay Hatten und Kurt Johnstad als Co-Autoren beteiligt.

Alalshikh lobte Snyders cineastische Handschrift:

"Ich bin seit Jahren ein Fan von Zacks Arbeit. Sein einzigartiger Stil – von seinen legendären Action-Sequenzen über seine mitreißenden Bilder bis zu seinem emotionalen Storytelling – gepaart mit seiner menschlichen Darstellung von Charakteren mit großen Schwächen ist einzigartig."

Zack Snyder selbst zeigte sich begeistert von der Herausforderung, das Leben eines UFC-Kämpfers auf der großen Leinwand darzustellen:

"Hinter jedem großen Kämpfer steckt die Geschichte seines Aufstiegs. UFC ist der weltweit führende Kampfsportverband, und ich fühle mich geehrt, mit ihnen zusammenzuarbeiten, um diese unglaubliche Geschichte zu erzählen."

Die UFC hat sich seit ihrer Gründung 1993 zu einer der weltweit führenden Kampfsportorganisationen entwickelt und bereits über 700 Veranstaltungen ausgerichtet. Im Jahr 2023 fusionierte die UFC mit der WWE zu einem börsennotierten Unternehmen mit dem Kürzel "TKO". Die Zusammenarbeit mit Hollywood ist nicht neu – zuletzt war die UFC in Amazons "Road House"-Neuauflage mit Jake Gyllenhaal vertreten.

Die Filme von Zack Snyder: Ein visionärer Regisseur mit markantem Stil

Zack Snyder gehört zu den prägendsten Regisseuren des modernen Blockbuster-Kinos. Seine Werke zeichnen sich durch eine einzigartige visuelle Handschrift, intensive Actionsequenzen und oft tiefgehende, mythologisch inspirierte Geschichten aus. Seit seinem Durchbruch mit "Dawn of the Dead" (2004) hat Snyder eine Reihe von Filmen geschaffen, die sowohl Fans als auch Kritiker polarisieren. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf seine bedeutendsten Werke und den Einfluss, den sie auf das Kino hatten.

Dawn of the Dead (2004): Ein eindrucksvolles Debüt

Snyders erster Spielfilm war ein Remake des Horror-Klassikers "Dawn of the Dead" von George A. Romero. Statt auf die gemächliche, unaufhaltsame Bedrohung der klassischen Romero-Zombies setzte Snyder auf Geschwindigkeit und brutale, atemlose Action. Mit seiner rasanten Inszenierung und eindrucksvollen Spannung galt das Remake als gelungen und legte den Grundstein für seine Karriere in Hollywood.

300 (2006): Der visuelle Durchbruch

Mit "300" bewies Snyder, dass er nicht nur ein Gefühl für Action, sondern auch für visuelle Ästhetik besitzt. Die Adaption von Frank Millers Graphic Novel erzählt die Geschichte der Spartaner unter König Leonidas, die sich der überwältigenden persischen Armee entgegenstellen. "300" beeindruckte mit seiner stilisierten Bildsprache, den ikonischen Zeitlupeneffekten und dem Einsatz von CGI, um die Comic-Optik auf die Leinwand zu bringen. Der Film wurde ein weltweiter Erfolg und etablierte Snyders unverwechselbaren Stil.

Watchmen (2009): Eine unkonventionelle Superheldenverfilmung

Mit der Verfilmung des Kult-Comics Watchmen von Alan Moore wagte sich Snyder an ein komplexes und tiefsinniges Werk. Der Film präsentierte eine alternative Geschichte, in der maskierte Helden real existieren und in die politischen Konflikte der Welt involviert sind. Anders als typische Superheldenfilme stellte Watchmen moralische Ambiguitäten und philosophische Fragen in den Vordergrund. Der Film polarisierte, wurde aber von Fans der Vorlage für seine Treue zur Comic-Optik und den mutigen Erzählstil gelobt.

Das DC-Universum: Man of Steel (2013), Batman v Superman (2016) und Zack Snyder's Justice League (2021)

Snyder spielte eine zentrale Rolle beim Aufbau des DCEU (DC Extended Universe). Mit "Man of Steel" brachte er 2013 eine moderne Version von Superman auf die Leinwand. Der Film war deutlich dunkler und realistischer als frühere Adaptionen und teilte die Meinungen der Zuschauer. Dennoch war er ein finanzieller Erfolg und ebnete den Weg für das weitere DC-Universum.

Bild zu MAN OF STEEL Trailer 4 Deutsch German | 2013 Official Superman [HD]

Mit "Batman v Superman: Dawn of Justice" (2016) verschmolz Snyder die Welt von Superman mit der von Batman und Wonder Woman. Der Film war ambitioniert und visuell beeindruckend, doch seine komplexe Erzählstruktur und der düstere Ton trafen nicht bei allen auf Zustimmung. Die Kinoversion wurde von Warner Bros. gekürzt, wodurch wichtige erzählerische Elemente verloren gingen. Erst der Ultimate Cut brachte eine bessere Rezeption.

Bild zu BATMAN VS SUPERMAN: Dawn Of Justice Trailer 2 German Deutsch (2016)

Besonders umstritten war "Justice League" (2017), ein Film, den Snyder aufgrund einer familiären Tragödie nicht selbst fertigstellen konnte. Joss Whedon übernahm das Projekt und änderte viele Aspekte des Films, was zu massiver Kritik führte. Jahre später, nach einer beispiellosen Fan-Kampagne, veröffentlichte Snyder seine eigene Version: "Zack Snyder's Justice League" (2021). Diese vierstündige Fassung wurde von Fans gefeiert und zeigte, wie seine ursprüngliche Vision ausgesehen hätte.

Bild zu ZACK SNYDER'S JUSTICE LEAGUE: Die Ersten 8 Minuten vom Film (2021)

Army of the Dead (2021) und die Rebel Moon-Filme

Nach seinem DC-Engagement kehrte Snyder mit "Army of the Dead" (2021) zu seinen Wurzeln im Zombie-Genre zurück. Der Netflix-Film kombinierte Heist-Action mit Horror und war der Auftakt für ein neues Franchise. Auch hier zeigte sich sein markanter Stil, gepaart mit kreativen neuen Elementen.

Mit "Rebel Moon – Teil 1: Kind des Feuers" (2023) und "Rebel Moon – Teil 2: Die Narbenmacherin" (2024) verwirklichte Snyder sein lang geplantes Sci-Fi-Epos, das ursprünglich als "Star Wars"-Projekt gedacht war. Die Filme sind auf Netflix erschienen und erzählen die Geschichte einer Rebellion gegen ein tyrannisches Imperium. Die epischen Schlachten, das aufwendig gestaltete Universum und der düstere Ton tragen klar Snyders Handschrift und zeigen seinen ambitionierten Ansatz, eine eigene Sci-Fi-Saga zu etablieren.

Fazit

Zack Snyder ist ein Regisseur, der es versteht, gewaltige Bilderwelten zu erschaffen und epische Geschichten zu erzählen. Seine Filme sind oft polarisierend, doch gerade das macht sie einzigartig. Ob als visuell innovativer Filmemacher oder als Erzähler von düsteren, mythologischen Narrativen – Snyder bleibt eine prägende Figur in der Filmindustrie. Seine Werke mögen nicht jedem gefallen, doch sie hinterlassen immer einen bleibenden Eindruck.