Nach dem Supergirl Flop: Warner-Chef David Zaslav äußert sich zur Zukunft des DCU

"Superman: Man of Tomorrow" könnte das Ruder wieder herumreißen

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Das neu gestartete DCU musste zuletzt einen herben Rückschlag hinnehmen. "Supergirl" mit Milly Alcock entwickelte sich zu einem Flop an den Kinokassen und blieb mit einem weltweiten Einspielergebnis von rund 125 Millionen Dollar deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nun meldete sich Warner-Chef David Zaslav zu Wort und äußerte seine Gedanken zur Zukunft des DCU.

In einem Telefongespräch machte Zaslav laut Deadline klar, dass er weiterhin großes Vertrauen in James Gunn und Peter Safran setzt. Auffällig war dabei, dass Zaslav "Supergirl" mit keinem Wort direkt erwähnte. Stattdessen richtete er den Blick auf die kommenden Projekte des Studios. Besonders positiv erwähnte er dabei die "Superman"-Fortsetzung "Man of Tomorrow" sowie "The Batman 2" von Matt Reeves.

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Neben den beiden Blockbustern hob Zaslav auch weitere DC-Produktionen hervor. Vor allem die HBO-Serie "Lanterns" mit Kyle Chandler und Aaron Pierre in den Hauptrollen sorgt intern offenbar für Zuversicht. Auch der Horrorfilm "Clayface" scheint in der Führungsriege von Warner Bros. Eindruck hinterlassen zu haben. Der von James Watkins inszenierte Streifen über den Batman-Schurken entstand vergleichsweise kostengünstig und war ursprünglich gar kein Teil des neuen DC-Plans. Erst nachdem Horrorspezialist Mike Flanagan eine eigene Interpretation der Figur samt fertigem Drehbuch präsentiert hatte, erhielt das Projekt überraschend schnell grünes Licht.

Trotz des enttäuschenden Abschneidens von "Supergirl" scheint Warner Bros. also weiterhin an den Plänen für das DCU festhalten zu wollen. Als positives Beispiel verwies Zaslav unter anderem auf den Erfolg von "Superman" sowie die "Penguin"-Serie, die gezeigt hätten, welches Potential in der neuen Ausrichtung stecke.

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Trotz Supergirl-Flop: Warum das neue DC-Universum weiterhin großes Potential besitzt

Franchise-Universen entstehen selten über Nacht. Auch andere große Filmreihen mussten Rückschläge verkraften, bevor sie ihr Publikum fanden. Das Marvel Cinematic Universe gilt heute als eines der erfolgreichsten Filmprojekte aller Zeiten, doch auch dort gab es Filme, die kommerziell oder kritisch deutlich schwächer abschnitten als erwartet. Entscheidend war nie der Erfolg eines einzelnen Titels, sondern die Fähigkeit, eine langfristige Vision konsequent umzusetzen.

Genau darauf setzt James Gunn. Der Regisseur und Co-Chef von DC Studios hat mehrfach betont, dass das neue DCU nicht auf kurzfristige Erfolge ausgelegt sei, sondern auf eine über Jahre hinweg aufgebaute Erzählstruktur. In diesem Zusammenhang ist "Supergirl" eher ein Baustein als das Fundament des gesamten Projekts.

James Gunn hat bereits bewiesen, dass er Superhelden kann

Ein wichtiger Faktor für das Vertrauen vieler Fans ist James Gunn selbst. Mit der "Guardians of the Galaxy"-Trilogie hat er gezeigt, dass er selbst weniger bekannte Comicfiguren zu weltweiten Publikumslieblingen machen kann. Auch "The Suicide Squad" und die Serie "Peacemaker" bewiesen, dass Gunn ungewöhnliche Charaktere, Humor und emotionale Geschichten erfolgreich miteinander verbinden kann.

Seine Stärke liegt vor allem darin, Figuren glaubwürdig und sympathisch zu zeichnen. Das ist ein Bereich, in dem frühere DC-Filme häufig kritisiert wurden. Wenn Gunn diese Qualität auf das gesamte Universum übertragen kann, besitzt das DCU langfristig eine deutlich stärkere Grundlage als viele frühere Versuche.

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Die kommenden Projekte bieten viel Abwechslung

Ein weiterer Grund für Optimismus ist die Vielfalt der angekündigten Produktionen. Das neue DCU setzt nicht ausschließlich auf klassische Superheldenfilme, sondern auf unterschiedliche Genres und Erzählformen. Besonders spannend wirkt unserer Meinung nach die HBO-Serie "Lanterns", die Green Lantern als Mischung aus Science-Fiction, Mystery und Kriminalgeschichte interpretieren soll. Mit Kyle Chandler und Aaron Pierre stehen erfahrene Schauspieler im Mittelpunkt, und die Serie gilt intern als eines der wichtigsten Projekte der nächsten Jahre.

Hinzu kommt "Clayface", ein vergleichsweise günstiger Body-Horror-Film, der sich bewusst von den üblichen Comic-Blockbustern abheben soll. Gerade diese Bereitschaft, Risiken einzugehen und ungewöhnliche Figuren in den Vordergrund zu stellen, könnte dem DCU langfristig ein eigenes Profil verleihen.

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Superman bleibt der entscheidende Anker

Trotz aller Experimente bleibt Superman das Herzstück des neuen Universums. Der erste Film unter der kreativen Leitung von James Gunn wurde von vielen Zuschauern und Kritikern als deutlich positiver Schritt für die Marke wahrgenommen. Ein überzeugender Superman kann für das DCU eine ähnliche Rolle übernehmen, wie Iron Man einst für Marvel. Er dient als identifikationsstarke Hauptfigur, an der sich weitere Filme und Serien orientieren können. Sollte die Fortsetzung erfolgreich werden, dürfte der Supergirl-Flop schnell an Bedeutung verlieren.

The Batman sorgt zusätzlich für Stabilität

Parallel zum eigentlichen DCU existiert weiterhin Matt Reeves' eigenständige Batman-Reihe. Obwohl "The Batman 2" nicht Teil des neuen Universums ist, stärkt sie dennoch die Wahrnehmung der Marke DC insgesamt. Der erste Film war sowohl finanziell als auch künstlerisch erfolgreich und zeigte, dass hochwertige Comicverfilmungen auch außerhalb eines großen Crossover-Universums funktionieren können.

Für Warner Bros. bedeutet das eine ungewöhnlich komfortable Situation: Selbst wenn einzelne DCU-Projekte schwächeln, verfügt das Studio weiterhin über starke Zugpferde innerhalb des Batman-Kosmos.

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Geduld könnte sich auszahlen

Der vielleicht wichtigste Punkt ist jedoch die Zeit. Warner Bros. Discovery scheint weiterhin bereit zu sein, James Gunn und Peter Safran den nötigen Spielraum zu geben. Konzernchef David Zaslav hat trotz des schwachen "Supergirl"-Ergebnisses öffentlich sein Vertrauen in die Verantwortlichen bekräftigt und insbesondere die kommenden Projekte hervorgehoben.

Ein langfristig geplantes Universum wird nicht nach einem Film beurteilt, sondern nach mehreren Jahren konsequenter Entwicklung. Wenn "Lanterns", "Clayface", "Man of Tomorrow" und "The Batman 2" überzeugen, könnte sich der heutige Rückschlag rückblickend als deutlich weniger gravierend erweisen.

Der Flop von "Supergirl" ist zweifellos ein Warnsignal, aber noch lange kein Todesurteil für das neue DC-Universum. Mit einer klaren kreativen Führung, einer abwechslungsreichen Projektpalette und einigen der bekanntesten Comicfiguren der Welt besitzt das DCU weiterhin alle Voraussetzungen, um in den kommenden Jahren zu einem der spannendsten Franchise-Projekte Hollywoods zu werden.

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