Elden Ring: Dreharbeiten zum A24-Film von Alex Garland offenbar beendet

Ein Startdatum gibt es auch schon

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Gute Neuigkeiten vom "Elden Ring"-Film! Wie IGN berichtet, sollen die Dreharbeiten zum mit Spannung erwarteten A24-Projekt von Alex Garland wohl beendet worden sein.

Das Update geht auf einen inzwischen entfernten Instagram-Beitrag des Requisitenbauers Sean Schofield zurück. Auf dem Foto waren unter anderem ein "Elden Ring"-Rucksack, ein Schlüsselanhänger in Form einer Filmklappe sowie eine persönliche Dankeskarte der Produzenten zu sehen. In seiner Bildunterschrift zeigte sich Schofield äußerst begeistert über die Zusammenarbeit an dem Projekt.

Details zur Geschichte von "Elden Ring" halten sowohl Regisseur Alex Garland als auch die Verantwortlichen hinter A24 unter Verschluss. In den vergangenen Monaten tauchten jedoch immer wieder Leaks vom Set auf, auf denen unter anderem Figuren wie Königin Marika, der Dung Eater und der Zauberer Rogier zu sehen waren.

Die Besetzung des Films ist immerhin bereits in Sack und Tüten. Mit dabei sind unter anderem Kit Connor, bekannt aus "Heartstopper" und "Warfare", sowie "Alien: Romulus"-Star Cailee Spaeny und Ben Whishaw. Teil der Besetzung sind außerdem Comedy-Ikone Nick Offerman und "Game of Thrones"-Darsteller Jonathan Pryce. Im Kino startet "Elden Ring" am 3. März 2028.

A24 und Elden Ring: Das perfekte Match?

"Elden Ring" ist wohl eines der größten Videogames aller Zeiten. Es ist 2022 erschienen und der vorläufige Höhepunkt der extrem beliebten "Souls"-Reihe von Entwickler FromSoftware. Eines der größten Merkmale des Spiels ist seine filmreife Inszenierung: Epische Landschaften, gewaltige Monster, eine unvergleichliche Atmosphäre – genau das, was man von einem Fantasy-Epos erwartet, das uns in eine fremde Welt entführen soll.

So etwas gehört auf jeden Fall auf die große Leinwand – dachte sich auch das Filmstudio A24. Dieses Independent-Unternehmen erobert schon seit vielen Jahren die Herzen von Filmfreunden, die auch mal etwas anderes sehen wollen als die üblichen Mainstream-Produktionen. "Ex Machina", "Hereditary", "Der Leuchtturm", "Everything Everywhere All at Once" – die Titel sprechen für sich. Kaum ein A24-Film passt in ein übliches Schema. Das Logo zu Beginn eines Films steht quasi für ein Versprechen: Jetzt wird es interessant!

Wir finden: Es ist ein Glücksfall für den "Elden Ring" Film, dass sich ausgerechnet dieses Studio um die Umsetzung kümmert. Denn damit ist vor allem eine Gefahr ziemlich ausgeschlossen: Dass die unvergleichliche Erfahrung des Games in ein klischeebehaftetes Hollywoodmuster gepresst wird.

Die Story von Elden Ring

Um zu verstehen, warum die Story ein so extremes Potenzial für die Kinoleinwand besitzt, lohnt sich der Blick auf die Schöpfer der Welt. Die Geschichte stammt aus der Feder von zwei absoluten Schwergewichten der modernen Fantasy: Hidetaka Miyazaki, dem Mastermind des Entwicklerstudios FromSoftware, und George R. R. Martin, dem Schöpfer von "Game of Thrones". Martin entwarf im Vorfeld die gesamte Historie, die politischen Intrigen und den komplexen Stammbaum der herrschenden Götterfamilien. Miyazaki hat diese detailreiche Vorgeschichte genommen und lässt sie in einer gewaltigen, unaufhaltsamen Katastrophe enden. Das Ergebnis ist eine Welt, die sich wie ein historisches Epos anfühlt. Jede verfallene Burgfestung, jede verfluchte Familie und jede monströse Kreatur besitzt eine tiefgründige, oft sehr tragische Vergangenheit.

Die Handlung spielt auf einem riesigen, isolierten Kontinent, genannt "die Zwischenlande". Der Himmel über dieser Welt wird von einem gigantischen, leuchtenden Baum dominiert – dem Erdenbaum. Er fungiert als das absolute Symbol der sogenannten Goldenen Ordnung, dem metaphysischen Gesetz, das die Natur und das Leben dieser Welt zusammenhält. Hier greift auch der Titel des Films: Der Eldenring ist kein gewöhnliches Schmuckstück aus Gold, das Macht verleiht. Er ist ein kosmisches Geflecht aus magischen Runen, das die fundamentalen Gesetze der Realität diktiert. Die absolute Herrscherin über dieses gigantische Reich ist Königin Marika, die Ewige. Sie agiert nicht als klassisch gute und fehlerfreie Monarchin, sondern als eine überaus komplexe, berechnende Figur, die für den Erhalt ihrer Vision vor drastischen Maßnahmen nicht zurückschreckt.

Die eigentliche Geschichte des Spiels – und vermutlich auch des Films – setzt in einer Welt ein, die bereits in Trümmern liegt. Der Eldenring ist zerschlagen, ein traumatisches historisches Ereignis. Die Bruchstücke dieses Rings, die Großen Runen, fallen an Marikas direkte Nachkommen. Diese Halbgötter werden durch die unvorstellbare Macht der Runen korrumpiert und überziehen die Zwischenlande mit einem grausamen, allumfassenden Krieg.

Die Mythologie bietet hier gewaltige Figuren wie General Radahn, einen Krieger gigantischen Ausmaßes, der die Sterne am Himmel aufhält, oder Malenia, eine unbesiegte Schwertkämpferin, die jedoch von einer inneren, zerstörerischen Fäulnis zerfressen wird. Der Krieg der Halbgötter bringt keinen Sieger hervor, sondern ruiniert die gesamte Welt.

In diese absolut feindselige und verfallene Welt treten die zentralen Protagonisten der Geschichte: Die Befleckten. Es handelt sich um gefallene Krieger, die vor langer Zeit in Ungnade fielen und verbannt wurden. Nun ruft eine mysteriöse, wiederkehrende Gnade diese Ausgestoßenen aus dem Exil zurück. Ihre fast unmögliche Aufgabe ist es, die in den Wahnsinn getriebenen Halbgötter zu stürzen, die mächtigen Runen zu sammeln und als neuer Herrscher den verwaisten Thron zu besteigen.

Die Erzählung zeichnet keine klassische, heldenhafte Reise mit strahlenden Rittern, sondern porträtiert einen dreckigen, unbarmherzigen Überlebenskampf. Die Befleckten sind ultimative Außenseiter, die sich durch eine Umgebung kämpfen, die von fanatischen Kulten und tragisch gefallenen Göttern dominiert wird.

Das Problem mit dem Elden Ring Film

Das klingt alles sehr episch und ist im Game eine gewaltige Erfahrung, die sich locker über hunderte Spielstunden erstreckt. Die Spiele von FromSoftware sind berühmt dafür, die Geschichte der Welt nicht einfach so zu erzählen. Sie versteckt sich in zahllosen kryptischen Hinweisen, auf denen sich die Spieler selbst einen Reim machen müssen. Stets hat man das Gefühl: Da ist noch mehr. Es handelt sich um eine fremde Welt, deren Ausmaße man nur erahnen kann.

Das Problem: Ein Kinofilm hat keine 100 Stunden zur Verfügung. Es wird eine riesige Herausforderung werden, die Geschichte von Elden Ring komplett auf die Leinwand zu bringen. Entweder versucht man alles verständlich in 2 bis 3 Stunden unterzubringen – dann gleicht das Ganze aber mehr einem Vortrag als einem Abenteuer. Oder man vereinfacht die Geschichte – auf Kosten seiner Einzigartigkeit.

Anhand der bisherigen Filme von Alex Garland haben wir allerdings eine gute Vorstellung davon, welchen Weg er einschlagen wird. Garland ist ein Regisseur, der sich nicht davor scheut, Fragen offen zu lassen. Sein Film "Auslöschung" ist ein gutes Beispiel dafür: Er setzt auch hier auf faszinierende Bilder und rätselhafte Ereignisse, die keine offensichtliche Erklärung bekommen – und lässt damit Raum für Interpretation. Also exakt das, was auch "Elden Ring" so besonders macht. Und ein großer Grund dafür, warum uns diese Welten einfach nicht mehr loslassen.

Bild zu Der Elden Ring Film wird eine Katastrophe! - Filmvorschau