Die Dreharbeiten zu Greyhound 2 mit Tom Hanks haben begonnen

Kommt die Fortsetzung dieses Mal ins Kino?

Von Jonas Reichel am 5 min Lesezeit

Der Weltkriegsfilm "Greyhound" mit Tom Hanks bekommt eine Fortsetzung spendiert. Schon 2022 wurde ein zweiter Teil angekündigt, doch erst jetzt – rund vier Jahre später – haben die Dreharbeiten zu "Greyhound 2" offiziell begonnen. Gedreht wird laut Screen Global Production diesmal in Australien.

Wie bereits im ersten Teil übernimmt Tom Hanks erneut die Rolle des US-Marineoffiziers Ernest Krause. Auch hinter der Kamera bleibt vieles vertraut: Regie führt wieder Aaron Schneider. Neben Hanks kehren mehrere bekannte Gesichter zurück, darunter "Adolescence"-Star Stephen Graham, Elisabeth Shue und Rob Morgan. Neu zum Ensemble stößt Jack Patten, der zuletzt als Titelheld in einer modernen "Robin Hood"-Serienadaption zu sehen war.

Inhaltlich knüpft "Greyhound 2" an die Ereignisse des ersten Films an. Während Kommandeur Krause im Vorgänger einen alliierten Konvoi im Atlantik gegen deutsche U-Boote verteidigen musste, führt ihn die neue Mission nach der Landung der Alliierten in der Normandie zunächst an die französische Küste und anschließend in den Pazifik. Dort sollen Krause und seine Mannschaft dazu beitragen, das Kriegsgeschehen zugunsten der Alliierten zu wenden.

Offen ist bislang, ob die Fortsetzung ins Kino kommen wird. "Greyhound" war ursprünglich als Kinofilm geplant, doch wegen der Corona-Pandemie wurde der Start mehrfach verschoben und schließlich komplett gestrichen. Stattdessen wechselte die Produktion von Sony Pictures direkt zu Apple und erschien exklusiv im Streaming. Spannend bleibt zudem die Frage, wie stark erneut auf digitale Effekte gesetzt wird. Regisseur Aaron Schneider hatte beim ersten Film erklärt, dass selbst das Wasser größtenteils am Computer entstanden sei. Ob auch "Greyhound 2" wieder stark auf CGI setzt, ist derzeit noch nicht bekannt. Ein Startdatum gibt es bisher noch nicht.

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Filmtipps für Fans von Greyhound: Diese Kriegsdramen sorgen für Hochspannung auf See und darüber hinaus

Das intensive Weltkriegsdrama "Greyhound" mit Tom Hanks fesselte sein Publikum mit klaustrophobischer Spannung, strategischen Entscheidungen unter Extremdruck und realistischen Seeschlachten. Wer von der nervenaufreibenden Atmosphäre rund um Konvoifahrten, U-Boot-Bedrohungen und militärische Verantwortung nicht genug bekommt, findet auch in anderen Produktionen packende Alternativen. Hier sind empfehlenswerte Filme für alle, die ähnliche Themen, Stimmungen und Schauplätze schätzen.

Das Boot: Der U-Boot-Klassiker schlechthin

Ein absolutes Muss für Fans von Seekriegsdramen ist "Das Boot" von Regisseur Wolfgang Petersen. Der Film aus dem Jahr 1981 gilt als einer der authentischsten und intensivsten Antikriegsfilme überhaupt. Im Mittelpunkt steht die Besatzung eines deutschen U-Boots im Zweiten Weltkrieg, die wochenlang auf engstem Raum im Atlantik unterwegs ist. Statt heroischer Inszenierung setzt "Das Boot" auf Realismus, psychologischen Druck und die stetig wachsende Erschöpfung der Männer.

Wie in "Greyhound" entsteht die Spannung vor allem durch das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Schiffen, das ständige Horchen nach feindlichen Signalen und die Unsicherheit unter Wasser. Die beklemmende Enge des U-Boots verstärkt dabei das Gefühl der Ausweglosigkeit – ein intensives Filmerlebnis.

Dunkirk: Krieg als unmittelbare Erfahrung

Mit "Dunkirk" schuf Christopher Nolan ein außergewöhnliches Kriegsdrama, das ebenfalls auf Spannung und unmittelbare Bedrohung setzt. Der Film erzählt die Evakuierung alliierter Soldaten aus dem französischen Dünkirchen im Jahr 1940 – aus drei Perspektiven: zu Land, zu Wasser und in der Luft. Besonders die Szenen auf kleinen Booten und Zerstörern dürften "Greyhound"-Fans begeistern.

Wie bei Tom Hanks' Film stehen auch hier Zeitdruck, strategische Entscheidungen und das Überleben im Vordergrund. Dialoge sind sparsam eingesetzt, stattdessen dominieren Sounddesign, Musik und visuelle Intensität. "Dunkirk" ist weniger charakterzentriert, dafür aber ein eindrucksvolles audiovisuelles Erlebnis, das die Anspannung des Krieges fast physisch spürbar macht.

Bild zu DUNKIRK Trailer German Deutsch (2017)

U-571: Spannung unter der Wasseroberfläche

Wer vor allem das U-Boot-Duell aus "Greyhound" mochte, sollte einen Blick auf "U-571" werfen. Der Film mit Matthew McConaughey und Harvey Keitel erzählt von einem riskanten Einsatz im Atlantik, bei dem eine deutsche Enigma-Verschlüsselungsmaschine erbeutet werden soll. "U-571" ist stärker auf Action ausgelegt als "Das Boot", bietet aber ebenfalls intensive Unterwasserszenen, dramatische Gefechte und moralische Dilemmata. Die klaustrophobische Atmosphäre im Inneren des U-Boots erinnert stark an die Spannung, die "Greyhound" während seiner Seeschlachten erzeugt. Zwar nimmt es der Film historisch nicht immer ganz genau, doch als packender Thriller funktioniert er hervorragend.

Midway: Große Seeschlachten im Pazifik

Für Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich besonders für den Krieg im Pazifik interessieren – ein Schauplatz, der auch in der "Greyhound"-Fortsetzung eine Rolle spielen soll – ist "Midway" von Roland Emmerich eine passende Wahl. Der Film schildert die berühmte Schlacht um Midway im Jahr 1942, einen Wendepunkt im Pazifikkrieg. Im Gegensatz zur eher fokussierten Perspektive von "Greyhound" setzt "Midway" auf ein großes Ensemble und spektakuläre Computereffekte. Wer Gefechte auf offener See, Flugzeugträger und strategische Manöver mag, kommt hier auf seine Kosten. Zwar steht die visuelle Wucht stärker im Vordergrund als die intime Figurenzeichnung, doch das epische Ausmaß der Schlacht sorgt für eindrucksvolle Momente.

Bild zu MIDWAY Trailer German Deutsch (2019)

Der Soldat James Ryan: Führung unter Extrembedingungen

Auch wenn "Der Soldat James Ryan" nicht auf See spielt, ist der Film für "Greyhound"-Fans äußerst interessant. Unter der Regie von Steven Spielberg übernahm erneut Tom Hanks die Rolle eines Offiziers, der unter extremen Bedingungen Verantwortung für seine Männer trägt. Besonders die berühmte Landungssequenz am Omaha Beach gilt als eine der realistischsten Kriegsszenen der Filmgeschichte. Wie in "Greyhound" steht auch hier die Frage im Raum, wie Führung, Moral und Pflichtbewusstsein im Chaos des Krieges aufrechterhalten werden können. Der Film kombiniert emotionale Tiefe mit schonungsloser Darstellung der Gewalt und bleibt lange im Gedächtnis.

Jagd auf Roter Oktober: Kalter Krieg auf hoher See

Für alle, die das taktische Spiel zwischen Schiffen und U-Booten fasziniert, lohnt sich zudem "Jagd auf Roter Oktober" mit Sean Connery. Zwar spielt der Film im Kalten Krieg und nicht im Zweiten Weltkrieg, doch das strategische Duell auf dem Ozean sorgt für vergleichbare Spannung. Hier geht es weniger um offene Gefechte als um Intelligenz, Täuschung und militärische Strategie. Die ruhige, konzentrierte Inszenierung erzeugt eine permanente Anspannung – ähnlich wie in "Greyhound", wenn Funkkontakte abgehört und Entscheidungen binnen Sekunden getroffen werden müssen.

Fazit: Hochspannung zwischen Wasser, Stahl und Verantwortung

"Greyhound" überzeugte durch seine klare Fokussierung auf eine Mission, die psychische Belastung eines Kommandanten und die unberechenbare Gefahr auf hoher See. Die hier vorgestellten Filme greifen unterschiedliche Aspekte dieses Erfolgsrezepts auf: mal die beklemmende Enge eines U-Boots, mal die epische Dimension großer Seeschlachten oder die moralischen Konflikte militärischer Führung. Ob historisch präzise, actionreich inszeniert oder psychologisch intensiv – für Fans von Seekriegsdramen gibt es zahlreiche Filme, die ähnliche Spannung und Dramatik bieten.