Neuer Rambo-Film: Euphorisches Statement und erstes Poster
Nun wurden auch neue Darsteller des Prequels bekannt gegeben
Rambo kehrt auf die Leinwand zurück. Diesmal allerdings nicht mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle. Stattdessen wird Noah Centineo im neuen Prequel "John Rambo" den gleichnamigen Actionhelden in jüngeren Jahren verkörpern. Nun gibt es Infos zum weiteren Cast sowie ein erstes Poster.
Neben Centineo wurde eine Reihe weiterer Darsteller angekündigt. Wie The Hollywood Reporter berichtet, stoßen Yao, Jason Tobin, Quincy Isaiah, Jefferson White und Tayme Thapthimthong zum Ensemble. Regisseur ist Jalmari Helander, der vor allem für seine beiden "Sisu"-Actionfilme bekannt ist, in denen wie in der "Rambo"-Reihe ein einsamer Kämpfer im Mittelpunkt steht. Neben der Bekanntgabe der neuen Schauspieler erschien auf Social Media ein erstes "John Rambo"-Poster. Darauf ist zwar nicht viel mehr als eine Faust zu sehen. Die Vorfreude der Rambo-Fans dürfte angesichts des Bildes dennoch gesteigert werden.
Zumal sich Filmemacher Helander im dazugehörigen Post voller Begeisterung zum Prequel äußert. "Als ich elf war, sah ich zum ersten Mal den ersten Rambo-Film, und das hat mein Leben verändert", schreibt er und setzt sein Statement mit euphorischen Worten fort:
Rambo war für mich nicht einfach nur ein Film – er hat mich beim Erwachsenwerden begleitet und maßgeblich dazu beigetragen, dass ich Filmemacher werden wollte. Mit dem Produktionsbeginn von John Rambos Ursprungsgeschichte kehren wir zum Anfang zurück. Dies ist Rambo pur, roh und real – eine Überlebensgeschichte über Ausdauer, Beharrlichkeit und den Verlust der Unschuld. Es ist mir eine Ehre, dieses nächste Kapitel mit tiefem Respekt vor dem Charakter und seinem Vermächtnis zu formen und dem Publikum den Beginn von John Rambos Reise zu zeigen.
Noah Centineo als jüngerer John Rambo
Neben Helander sind zwei namhafte Regisseure ebenfalls an "John Rambo" beteiligt, wenn auch als ausführende Produzenten: Anthony und Joe Russo, die mit ihren "Avengers"-Blockbustern zwei der finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten inszeniert haben. Für das Drehbuch des Prequels zeichnen Rory Haines und Sohrab Noshirvani verantwortlich. Die beiden waren zuvor am Skript des Superheldenfilms "Black Adam" beteiligt, in dem "John Rambo"-Hauptdarsteller Noah Centineo in einer Nebenrolle zu sehen war.
Die Produktion hat bereits in der thailändischen Hautstadt Bangkok begonnen. Inhaltliche Details gibt es jedoch bislang nicht viele. Nur so viel scheint sicher: Das Prequel soll zeigen, wie John Rambo zum dem Mann wurde, den wir aus der Originalverfilmung von 1982 kennen. Dementsprechend spielt die Handlung Jahre vorher. Mit Noah Centineo, zuletzt als Hauptdarsteller der Netflix-Spionageserie "The Recruit" zu sehen, zeigt der Film eine jüngere Version des Actionhelden, der zuvor immer von Sylvester Stallone verkörpert wurde.
Rambo: Ein umstrittener Actionheld
Der neue "John Rambo"-Film tritt kein leichtes Erbe an. Die Figur hat sicherlich viele Fans, ist weltberühmt. Der Name "Rambo" wurde quasi zum Synonym für den Typus des brachialen Actionhelden schlechthin. Der erste, von Ted Kotcheff inszenierte "Rambo"-Film von 1982 wurde zum Klassiker. Basierend auf dem zehn Jahre zuvor erschienenen Roman "First Blood" von David Morrell erzählt der Film, wie der Vietnamkriegsveteran John Rambo in einem Provinznest von Polizeibeamten schikaniert und misshandelt wird. Als er fliehen kann, beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Der packend inszenierte Film wurde zum Hit, spielte weltweit 125 Millionen US-Dollar ein und sorgte aufgrund des Erfolgs dafür, dass weitere Filme folgen sollten. In den 1980ern waren das "Rambo II – Der Auftrag" sowie "Rambo III". Nach einer langen Pause nahm Hauptdarsteller Stallone selbst auf dem Regiestuhl Platz und drehte 2008 die in Deutschland ebenfalls "John Rambo" betitelte Fortsetzung, bevor mit "Rambo: Last Blood" im Jahre 2019 der vorerst letzte Teil der Reihe in die Kinos kam.
Für viele Kritiker blieb das Original von 1982 aber der einzig gute Film der Reihe. War dieser nicht nur spannend, sondern auch glaubwürdig umgesetzt, erschien Rambo in den folgenden Teilen nur noch als eindimensionaler Brutalo. Neben der Glorifizierung von Militarismus und der omnipräsenten Gewalt, die von der Kritik als übertrieben empfunden wurde, mussten sich die Fortsetzungen aus den 80ern zudem vorwerfen lassen, Propaganda für die damalige Reagan-Regierung zu betreiben.
Nein, der neue "John Rambo"-Film tritt wahrlich kein leichtes Erbe an. Man darf schon jetzt gespannt sein, ob das Prequel mit Noah Centineo wieder an die Qualität des ersten Teils anknüpfen kann oder ähnlich vehemente Kritik wie die Nachfolger einstecken muss.
