Arbeit und Struktur: Neuer Film mit Sandra Hüller als Wolfgang Herrndorf

Als Vorlage dient das autobiographische Buch des verstorbenen deutschen Schriftstellers

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Die nächste Hauptrolle von Sandra Hüller steht fest: Wie nun offiziell angekündigt wurde, ist die Schauspielerin bei der Verfilmung von "Arbeit und Struktur" an Bord. Als Vorlage dient das autobiographische Buch des 2013 verstorbenen deutschen Schriftstellers Wolfgang Herrndorf. Regie führt Maria Schrader, die mit Jan Schomburg auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet. Die Rolle von Hüller wurde auch schon bekannt gegeben: Sie spielt Wolfgang Herrndorf.

Das Buch, das der kommenden Verfilmung zugrunde liegt, dokumentiert die letzten Lebensjahre von Herrndorf, nachdem 2010 ein Hirntumor bei dem Autor diagnostiziert wurde. Worum es in der Leinwand-Adaption von "Arbeit und Struktur" konkret gehen soll, wird in einer Pressemitteilung folgendermaßen beschrieben:

"'Arbeit und Struktur' ist ein Film über das Leben und den Tod, erzählt von jemandem, der genau weiß, wie wenig Zeit ihm noch bleibt: Zwischen Klinikaufenthalten, manischen Schaffensphasen und zärtlichen Momenten mit Freunden und seiner Partnerin Carola entsteht das Bild eines Mannes, der unaufhörlich dem sicheren Tod entgegen schreitet und dennoch schreibt, dass die Zeit nach der Diagnose die besten drei Jahre seines Lebens waren. Neben der Arbeit an drei verschiedenen Romanen protokolliert er die Wechsel zwischen Panik und Gleichmut, Glück und Schlaflosigkeit, Euphorie und Nihilismus. Auf der Suche nach dem Wesentlichen richtet er den Blick radikal nach innen, und von dort wieder hinaus in die Welt."

Sandra Hüller: "Eine große Ehre und Herausforderung"

Mit Sandra Hüller übernimmt eine Darstellerin die Hauptrolle, die in letzter Zeit auch international mit herausragenden Performances auf sich aufmerksam machen konnte. Unter anderem sorgte sie vor etwa drei Jahren in Jonathan Glazers "The Zone of Interest" und Justine Triets "Anatomie eines Falls" für Aufsehen. In Hollywood etabliert sie sich offenbar immer mehr. Zuletzt feierte sie im Science-Fiction-Blockbuster "Der Astronaut: Project Hail Mary" an der Seite von Hollywood-Star Ryan Gosling Erfolge. Mit "Digger" hat sie das nächste prestigeträchtige Projekt an Land gezogen: In dem Film werden wir sie ab dem 1. Oktober 2026 neben Tom Cruise im Kino sehen.

Bild zu DIGGER Trailer German Deutsch (2026) Tom Cruise, John Goodman

Was "Arbeit und Struktur" angeht, wird sie in der Pressemitteilung mit folgenden Worten zitiert:

"Seit meiner ersten Begegnung mit Wolfgang Herrndorfs Werk hat mich sein Schreiben nicht mehr losgelassen. Seine Texte überraschen, verunsichern und trösten zugleich. Ihm in diesem Film als Mensch zu begegnen: in einem Moment, in dem sich sein Leben abrupt veränderte, auseinanderzufallen drohte und er gleichzeitig seine Stimme als Autor entdeckte, bevor sie tragischerweise verstummte, ist für mich eine große Ehre und Herausforderung."

Maria Schrader: "Eine der spannendsten Aufgaben"

Die "Arbeit und Struktur"-Regisseurin Maria Schrader war im Laufe ihrer Karriere nicht nur hinter der Kamera tätig, sondern auch schon als Schauspielerin in zahlreichen Rollen zu sehen. Zu den Filmen, die sie zuletzt inszeniert hat, gehören "She Said" und "Ich bin dein Mensch". Letzterer war der deutsche Kandidat für die Oscars 2022 in der Kategorie "Bester internationaler Film" – wobei es die Sci-Fi-Romanze letztlich nicht unter die fünf nominierten Werke schaffte.

Über ihren neuen Film sagt Schrader:

"'Arbeit und Struktur' ist ein solitäres und intimes Protokoll darüber, was es bedeutet, am Leben zu sein. Ein Mann kämpft mit Worten gegen sein Verschwinden und wird im Angesicht des Todes lebendiger als je zuvor. Durch seine kompromisslose Ehrlichkeit, seine Intelligenz und Ironie folgen wir Herrndorf in die hellen, die dunklen und die geheimen Winkel des Menschseins. Das auf die Leinwand zu bringen, ist eine der spannendsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann."

Anfang 2027 beginnen die Dreharbeiten. 2028 soll "Arbeit und Struktur" ins Kino kommen. Film-Fans, die sich schon mal vorab mit dem Werk von Wolfgang Herrndorf näher beschäftigen wollen, können sich mit den Büchern vertraut machen, aber auch die Verfilmung seines Romans "Tschick" anschauen. Einen Eindruck von der gleichnamigen Leinwandadaption von Regisseur Fatih Akin bietet der Trailer:

Bild zu TSCHICK Trailer German Deutsch (2016)