Sacha Baron Cohens Ali G: Who Iz I? erhält Startdatum

Cohen feiert sein Spielfilmdebüt als Regisseur

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Gute Neuigkeiten für alle Fans von Sacha Baron Cohen: Ein neuer Ali G-Film mit dem Titel "Ali G: Who Iz I?" erwartet uns – und ein Startdatum wurde auch endlich enthüllt. Via Instagram gab Cohen als Ali G bekannt, dass der neue Film am 23. Oktober 2026 in den Kinos erscheint. Die Ankündigung kam für viele Fans völlig überraschend, denn das Projekt entstand komplett im Geheimen. Zudem feiert Cohen noch sein Spielfilmdebüt als Regisseur.

Dass der Film ohne vorherige Berichte entstehen konnte, ist kein Zufall. Cohen setzte erneut auf dieselbe Geheimhaltung, die bereits seine "Borat"-Filme auszeichnete. Sowohl der erste Kinofilm aus dem Jahr 2006 als auch die Fortsetzung von 2020 wurden größtenteils unter strengster Verschwiegenheit produziert. Dieses Vorgehen ist für Cohens Comedy-Stil essenziell, da viele Szenen von echten und unvorbereiteten Reaktionen leben.

Ali G gehört zu den bekanntesten Figuren, mit denen Sacha Baron Cohen Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre international bekannt wurde. Seinen ersten Auftritt hatte der selbst ernannte Gangster 1998 in der britischen Satire-Sendung "The 11 O'Clock Show". Schnell entwickelte sich die Figur zu einem Publikumsliebling und erhielt mit "Da Ali G Show" ihre eigene Fernsehsendung.

Darin trat Ali G mit übergroßen Sonnenbrillen, Trainingsanzügen und seinem bewusst überzeichneten Londoner Slang auf. Hinter der Fassade verbarg sich jedoch ein ausgeklügeltes Konzept, denn Cohen brachte seine Gesprächspartner regelmäßig dazu, auf absurde Fragen ernsthaft zu antworten oder sich in peinliche Situationen zu manövrieren.

2002 folgte schließlich der erste Kinofilm "Ali G Indahouse", in dem Cohen die Figur erstmals auf der großen Leinwand verkörperte. Der Film entwickelte sich vorwiegend in Großbritannien zum Kult und gilt bis heute als einer der bekanntesten Comedyfilme der frühen 2000er-Jahre.

Die bekanntesten Rollen von Sacha Baron Cohen im Überblick

Kurz vor seinem neuen "Ali G"-Kinofilm lohnt sich ein Blick auf die außergewöhnliche Karriere von Sacha Baron Cohen. Der britische Schauspieler, Komiker und Drehbuchautor hat sich mit seinen provokanten Figuren einen einzigartigen Platz in Hollywood erarbeitet. Ob als Rapper, kasachischer Reporter oder französischer Modejournalist – kaum ein anderer Darsteller hat mit seinen Rollen so häufig Grenzen ausgelotet und gleichzeitig das Publikum zum Lachen gebracht. Doch Cohen hat längst bewiesen, dass er auch ernste und vielschichtige Charaktere überzeugend verkörpern kann.

Von Ali G zum internationalen Kultstar

Der Grundstein für seine Karriere wurde Ende der 1990er-Jahre mit Ali G gelegt. Die Figur des selbsternannten Gangsters aus einem Londoner Vorort entstand zunächst für das britische Fernsehen und entwickelte sich schnell zu einem Popkultur-Phänomen. Mit übertriebenem Slang, absurden Interviews und einer gehörigen Portion Fremdscham brachte Ali G sogar Politiker und Prominente in peinliche Situationen.

Der Erfolg führte schließlich zum Kinofilm "Ali G Indahouse" aus dem Jahr 2002. Obwohl der Film vor allem in Großbritannien ein großer Erfolg war, machte er Sacha Baron Cohen auch international bekannt und ebnete den Weg für seine späteren Projekte.

Borat: Die wohl berühmteste Figur

Den endgültigen Durchbruch feierte Cohen 2006 mit Borat Sagdiyev. Der vermeintliche Reporter aus Kasachstan reist in "Borat" durch die USA und sorgt mit seinen provokanten Aussagen für zahlreiche skurrile Begegnungen. Der Film wurde weltweit ein Überraschungserfolg und spielte ein Vielfaches seines Budgets ein. Gleichzeitig löste er hitzige Diskussionen über Satire, Vorurteile und politische Korrektheit aus. Cohen erhielt für seine Darstellung einen Golden Globe und wurde sogar für den Oscar in der Kategorie Bestes adaptiertes Drehbuch nominiert.

2020 kehrte er mit "Borat Anschluss Moviefilm" zurück. Auch die Fortsetzung sorgte mit versteckter Kamera und bissiger Gesellschaftskritik für großes Aufsehen und bewies, dass die Figur auch Jahre später nichts von ihrer Wirkung verloren hatte.

Bild zu BORAT 2 Trailer German Deutsch UT (2020)

Brüno und die Kunst der Provokation

Nach Borat folgte mit "Brüno" eine weitere seiner berühmtesten Kunstfiguren. Der exzentrische österreichische Modejournalist reist in der gleichnamigen Komödie durch die USA und hält der Gesellschaft erneut den Spiegel vor. Wie schon bei Borat arbeitete Cohen mit echten Menschen, die häufig nicht wussten, dass sie Teil eines Films waren. Gerade diese Mischung aus improvisierter Satire und gesellschaftlicher Beobachtung machte den Film zu einem kontroversen, aber unvergesslichen Erlebnis.

General Aladeen in Der Diktator

2012 schlüpfte Sacha Baron Cohen in "Der Diktator" in die Rolle des fiktiven Machthabers General Aladeen. Anders als seine vorherigen Projekte verzichtete der Film weitgehend auf versteckte Kameras und setzte stattdessen auf eine klassische Komödienhandlung. Mit schwarzem Humor und zahlreichen politischen Anspielungen persiflierte Cohen autoritäre Regime und Diktatoren. Obwohl der Film gemischte Kritiken erhielt, zählt General Aladeen bis heute zu seinen bekanntesten Figuren.

Mehr als nur Komödie

Auch abseits seiner Kultfiguren konnte Cohen sein schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. In Martin Scorseses "Hugo Cabret" spielte er den schrulligen Bahnhofsinspektor Gustave und zeigte erstmals eine deutlich familienfreundlichere Seite.

Besonders viel Lob erhielt er für seine Darstellung des israelischen Spions Eli Cohen in der Netflix-Miniserie "Die Spionin". Statt überdrehter Komik präsentierte er hier einen ernsten, emotionalen und glaubwürdigen Geheimagenten. Viele Kritiker bezeichneten die Serie als einen Wendepunkt seiner Karriere, weil sie eindrucksvoll zeigte, dass Cohen weit mehr kann als satirische Figuren verkörpern.

Vom Komiker zum vielseitigen Charakterdarsteller

Auch in Filmen wie "Les Misérables", in dem er den zwielichtigen Wirt Thénardier spielte, oder "The Trial of the Chicago 7", für den er als politischer Aktivist Abbie Hoffman sogar eine Oscar-Nominierung als Bester Nebendarsteller erhielt, bewies Sacha Baron Cohen seine enorme Wandlungsfähigkeit.

Seine Karriere ist geprägt von mutigen Rollen, scharfer Gesellschaftssatire und der Bereitschaft, Risiken einzugehen. Während Figuren wie Ali G, Borat oder Brüno längst Kultstatus genießen, haben seine dramatischen Auftritte gezeigt, dass hinter den schrillen Verkleidungen ein außergewöhnlich vielseitiger Schauspieler steckt. Mit seinem neuen Ali G-Film kehrt Cohen nun zu der Figur zurück, mit der alles begann – und dürfte damit erneut für reichlich Gesprächsstoff sorgen.

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