Neuer Star Trek-Film: Regisseure versprechen frische Perspektive auf das Franchise

Auch neue "Star Trek"-Serien befinden sich in Planung

4 min Lesezeit

Spannende Neuigkeiten vom neuen "Star Trek"-Film: In einem Interview mit dem Magazin Inverse verrieten die "Dungeons and Dragons"-Regisseure John Francis Daley und Jonathan Goldstein, dass sich der geplante Kinofilm deutlich von den bisherigen Teilen der Science-Fiction-Reihe unterscheiden wird.

Ein klassisches Weltraumabenteuer im Stile der Filme von Kirk und Spock sollten wir offenbar nicht erwarten. Vielmehr geht es dieses Mal um die Sternenflotte selbst und die Konflikte innerhalb der Institution. Die bisherige Darstellung der Sternenflotte sei häufig stark idealisiert gewesen. Der neue Film wolle diese positive Vision zwar nicht grundsätzlich zerstören, aber um eine realistischere Perspektive ergänzen. Zudem soll die Story nahezu in Echtzeit ablaufen.

Als Vorbilder dienen dabei "Crimson Tide" und "Training Day" mit Denzel Washington. Beide Filme zeichnen sich durch intensive Konflikte innerhalb geschlossener Institutionen aus und stellen moralische Entscheidungen sowie Machtstrukturen in den Mittelpunkt. Das passt auch zu den Aussagen des Hollywood-Insiders Jeff Sneider, der den Film im Juni dieses Jahres als eine Art "'Training Day' im Weltraum" bezeichnete.

Zudem müssen wir uns auf einen komplett neuen Cast einstellen. Die Schauspieler aus den Abrams-Filmen – etwa Chris Pine, Zoe Saldaña oder Zachary Quinto – stehen diesmal nicht im Mittelpunkt. Trotz des ungewöhnlichen Konzepts wollen Daley und Goldstein aber offenbar nicht mit den grundlegenden Werten des Franchises brechen. Ihr Ziel sei vielmehr, eine frische Geschichte innerhalb der bekannten Welt zu erzählen und sowohl Hardcore-Fans als auch neue Zuschauer gleichermaßen abzuholen.

Noch ist allerdings Geduld gefragt. Der neue "Star Trek"-Film befindet sich weiterhin in einer frühen Entwicklungsphase und hat noch keinen offiziellen Starttermin. Auch Details zum Cast stehen aus. Wir halten euch aber natürlich auf dem Laufenden!

Neue Star Trek-Serie in Planung

Auch im Serienbereich ist einiges los. Jane Wiseman, EVP & Head of Originals for Paramount+, hat sich im Interview mit Deadline zum Stand der Dinge in puncto "Star Trek" geäußert. Vom US-Branchenportal wurde sie auf das nahende Ende der beiden letzten verbliebenen Live-Action-Serien "Star Trek: Strange New Worlds" und "Star Trek: Starfleet Academy" angesprochen. Daraufhin deutete sie an, dass man im Hintergrund bereits über neue Projekte nachdenke – und auf Autoren zugegangen sei.

Insgesamt befindet sich "Star Trek" also in einer Phase des Umbruchs. 2017 wurde mit dem Start von "Star Trek: Discovery" eine Renaissance des Franchise eingeläutet, die im Laufe der folgenden Jahre weitere Live-Action-Serien wie "Star Trek: Picard", "Star Trek: Strange New Worlds" und "Star Trek: Starfleet Academy" nach sich zog. Davon sind inzwischen nur noch die beiden letztgenannten übrig – bei denen das Ende allerdings auch schon feststeht. "Strange New Worlds" wird mit der fünften Staffel zum Abschluss kommen. "Starfleet Academy" wird nach der zweiten abgesetzt. Eine neue Live-Action-Serie für die Zeit danach ist bislang nicht in der Mache.

Bild zu STAR TREK: Starfleet Academy Trailer German Deutsch (2026)

Idee für ein Comeback von Archer

Im vergangenen Jahr kam ein Vorschlag ins Spiel, der mit der Rückkehr eines ehemaligen Enterprise-Captains liebäugelte. Der Produzent Michael Sussman und der Schauspieler Scott Bakula hatten die Idee für ein Projekt namens "Star Trek: United", das vom gealterten Jonathan Archer erzählen sollte. Der hätte inzwischen vier erwachsene Kinder und wäre der erste Präsident der Vereinigte Föderation der Planeten. Aber: Das Ganze scheint letztlich nichts weiter als ein reizvolles Gedankenspiel zu bleiben. Zumal sich vor einigen Wochen der einstige Archer-Darsteller Bakula mit einem Update äußerte, aus dem hervorgeht, dass das Ganze nicht weiter voranschreitet. Im Gespräch mit TV Insider sagte er:

"Ich bin nicht aktiv daran beteiligt. Viele Fans würden gerne mehr 'Star Trek' sehen und vielleicht auch Archer dabei haben. Aber es gibt neue Verantwortliche für das Franchise, neue Eigentümer des Studios. Das Franchise hat von einer Pause nach 'Enterprise' profitiert. Es gab eine gewisse Ermüdung aufgrund der Vielzahl an Serien und Filmen, und vielleicht ist es genau das, was gerade passiert. Im Moment habe ich nichts auf dem Schirm."

Bakula verkörperte Captain Archer in "Star Trek: Enterprise". Die Serie lief von 2001 bis 2005 und kam auf vier Staffeln mit insgesamt 98 Episoden. Die Handlung war zeitlich vor der Originalserie mit Kirk und Spock angesiedelt und erzählte von den Abenteuern der Raumschiff-Crew um Captain Archer. So reizvoll eine Rückkehr des Weltraum-Helden auch wäre: Womöglich täte es dem Franchise ohnehin gut, gänzlich neue Figuren zu entwickeln, mit denen man weniger auf Nostalgie und mehr auf das Unbekannte setzen kann. Schließlich ging es bei "Star Trek" schon immer um den Blick in die Zukunft.