Erstes Bild von Sophie Turner als Lara Croft in der Tomb Raider Serie
Dieser Look dürfte für Aufmerksamkeit sorgen!
Lara Croft ist zurück – und einen ersten Eindruck von ihrem Look in der "Tomb Raider"-Serie gibt es auch schon! Amazon Prime Video hat ein erstes offizielles Bild veröffentlicht, das "Game of Thrones"-Star Sophie Turner im typischen Outfit der Archäologin zeigt.
Neben Turner wurden auch weitere Rollen prominent besetzt. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt Sigourney Weaver. Die "Alien"- und "Avatar"-Darstellerin übernimmt in der Serie die Rolle der Evelyn Wallis – einer geheimnisvollen und ehrgeizigen Figur, die Laras Fähigkeiten für ihre eigenen Ziele einsetzen möchte.
Ebenfalls Teil des Casts ist "Harry Potter"-Darsteller Jason Isaacs. Er spielt Laras Onkel Atlas DeMornay. Martin Bobb-Semple wird als Zip zu sehen sein, ein langjähriger Vertrauter von Lara Croft. Ergänzt wird das Ensemble durch Bill Paterson, bekannt aus "Fleabag", der den Butler der Familie Croft namens Winston verkörpert.
Hinter der Serie stehen das Showrunner-Duo Phoebe Waller-Bridge und Chad Hodge. Waller-Bridge ist vor allem als Schöpferin und Hauptdarstellerin der gefeierten Serie "Fleabag" bekannt. Zudem ist Jonathan Van Tulleken als Regisseur und Produzent mit an Bord, der zuletzt "Shogun" zu verantworten hatte. Nach den letzten Informationen sollen die Dreharbeiten am 19. Januar beginnen. Einen konkreten Starttermin hat die "Tomb Raider"-Serie allerdings noch nicht.
Tomb Raider auf der Leinwand und im Serienformat: Ein Blick auf alle bisherigen Filme und Serien
Seit ihrem Debüt im Jahr 1996 zählt Lara Croft zu den bekanntesten Figuren der Videospielgeschichte. Die Abenteurerin mit archäologischem Spürsinn, akrobatischen Fähigkeiten und ikonischem Auftreten hat sich schnell zu einer Popkultur-Ikone entwickelt. Entsprechend früh wagte man den Schritt, Tomb Raider auch außerhalb der Spielewelt zu erzählen – im Kino und später auch im Serienformat. Die bisherigen Filme und Serien zeigen dabei sehr unterschiedliche Interpretationen der Figur und spiegeln zugleich den Wandel von Actionkino und Serienerzählung wider.
Angelina Jolie als erste Lara Croft (2001–2003)
Der erste große Schritt auf die Leinwand erfolgte 2001 mit "Lara Croft: Tomb Raider". In der Hauptrolle: Angelina Jolie, die Lara Croft mit großer physischer Präsenz und selbstbewusstem Auftreten verkörperte. Der Film orientierte sich stark an den frühen Spielen, setzte auf spektakuläre Action, exotische Schauplätze und mystische Artefakte. Kritisch wurde der Film zwar verhalten aufgenommen, entwickelte sich aber kommerziell zu einem Erfolg und machte Lara Croft endgültig zum internationalen Kinostar.
Zwei Jahre später folgte "Lara Croft: Tomb Raider – Die Wiege des Lebens" (2003). Der zweite Teil versuchte, die Figur emotional etwas stärker zu verankern und bot größere Setpieces sowie eine globetrottende Abenteuerstruktur. Dennoch blieb auch dieser Film hinter den Erwartungen der Kritiker zurück. Trotz Jolies charismatischer Darstellung endete diese erste Filmära nach zwei Teilen – nicht zuletzt, weil sich das Actionkino und das Publikumsgeschmack veränderten.
Der Reboot mit Alicia Vikander (2018)
Nach einer längeren Pause wagte Hollywood 2018 einen Neustart der Reihe. "Tomb Raider" mit Alicia Vikander in der Hauptrolle orientierte sich deutlich stärker an den Reboot-Spielen von 2013. Diese Version von Lara Croft zeigte eine jüngere, verletzlichere Heldin, die ihre Fähigkeiten erst entwickeln muss. Der Film erzählte eine klassische Ursprungsgeschichte, in der Lara auf der Suche nach ihrem verschollenen Vater ist und sich erstmals tödlichen Gefahren stellt.
Im Vergleich zu den Jolie-Filmen war der Ton ernster, geerdeter und weniger glamourös. Vikanders Lara war körperlich glaubwürdig, emotional nahbar und stärker von inneren Konflikten geprägt. Der Film wurde gemischt aufgenommen: Während viele die modernere Interpretation lobten, bemängelten andere eine zu konventionelle Handlung. Dennoch war der Film finanziell erfolgreich genug, um Fortsetzungspläne anzustoßen – die jedoch später verworfen wurden, sodass auch dieser Kinoneustart bei einem Film blieb.

Animationsserie: "Tomb Raider: The Legend of Lara Croft"
Einen neuen Weg schlug das Franchise mit der Ankündigung einer animierten Serie ein. "Tomb Raider: The Legend of Lara Croft" wurde als Serienprojekt konzipiert, das inhaltlich an die moderne Spieltrilogie anschließt. Die Serie setzt zeitlich nach "Shadow of the Tomb Raider" an und zeigt Lara als erfahrene Abenteurerin, die sich weiterhin mit den Konsequenzen ihrer Vergangenheit auseinandersetzt.
Das Serienformat bietet dabei klare Vorteile: Es erlaubt, Lara Crofts Charakterentwicklung vertiefter zu erzählen und Nebenfiguren sowie mythologische Elemente ausführlicher zu beleuchten. Zudem eröffnet Animation kreative Freiheiten, um die akrobatische Action und exotischen Umgebungen der Spiele authentisch umzusetzen. Die Serie richtet sich dabei nicht nur an Fans der Spiele, sondern auch an ein erwachsenes Publikum, das komplexere Abenteuergeschichten schätzt.
Wandel einer Ikone
Die bisherigen "Tomb Raider"-Filme und -Serien zeigen deutlich, wie sehr sich die Figur Lara Croft im Laufe der Jahre verändert hat. Von der selbstsicheren Actionheldin der frühen 2000er über die realistischere, verletzliche Abenteurerin im Reboot bis hin zur reflektierten Serienfigur im Animationsformat – jede Version ist ein Spiegel ihrer Zeit.
Während die Kinofilme vor allem auf Spektakel setzten, versprechen Serienformate eine tiefere Auseinandersetzung mit Laras Persönlichkeit und Motivation. Damit bleibt Tomb Raider ein Franchise im Wandel, das immer wieder neu interpretiert wird, ohne seinen Kern zu verlieren: das Abenteuer, die Entdeckung unbekannter Welten und eine der prägendsten Heldinnen der Popkultur.
