Kein Kinostart! Der Gundam-Film mit Sydney Sweeney soll über Netflix erscheinen
Diese Nachricht dürfte für Enttäuschung sorgen
Epische "Gundam"-Roboter-Action auf der großen Leinwand: Dieser Traum scheint jetzt zu platzen. Laut Deadline landet der "Gundam"-Realfilm mit Sydney Sweeney nicht im Kino, sondern direkt bei Netflix. Ganz vom Tisch ist ein Kinostart allerdings nicht. Immerhin hat der Streamingdienst in der Vergangenheit immer mal wieder Filme für einen begrenzten Zeitraum ins Kino gebracht. Offiziell bestätigt ist dies bislang jedoch nicht – es heißt also abwarten.
Zur Handlung des Films gibt es noch keine endgültigen Informationen. Auch ein Startdatum steht bisher aus. Insider gehen jedoch davon aus, dass sich die Story an der Anime-Serie "Mobile Suit: Gundam: The 08th MS Team" orientieren könnte, die zwischen 1996 und 1999 veröffentlicht wurde. Im Zentrum stehen dabei Soldaten der Erdföderation, die in den Dschungelgebieten Südostasiens gegen die Truppen des Herzogtums Zeon kämpfen. Neben den erbitterten Gefechten zwischen riesigen Kampfrobotern soll auch eine verbotene Liebesgeschichte eine tragende Rolle spielen: Ein Offizier der Föderation verliebt sich in eine Frau aus den Reihen des feindlichen Zeon – gespielt von Sydney Sweeney.
"Gundam" zählt zu den einflussreichsten Anime-Franchises überhaupt und gilt als Wegbereiter des Mecha-Genres. Die Geschichte spielt im sogenannten Universal Century, einer Zukunftsvision, in der die Menschheit den Weltraum besiedelt hat. Politische Spannungen zwischen der Erde und ihren Kolonien eskalieren zu einem Krieg, der von Piloten in riesigen Robotern, den sogenannten Mobile Suits, ausgetragen wird. Mittlerweile umfasst das Franchise satte 83 Anime-Serien und -Filme. Hinzu kommt ein enorm erfolgreicher Merchandising-Sektor, der jährlich Umsätze von rund 600 Millionen US-Dollar generiert.
Filmtipps für Fans von Gundam: Mecha-Action mit Tiefe
Riesige Kampfroboter, futuristische Kriege und menschliche Schicksale zwischen Frontlinien – das "Gundam"-Franchise steht wie kaum ein anderes für anspruchsvolle Science-Fiction im Mecha-Genre. Anders als reine Action-Spektakel verbindet "Gundam" politische Konflikte, moralische Fragen und emotionale Geschichten mit bombastischen Schlachten. Wer genau diese Mischung schätzt, findet auch jenseits der berühmten Anime-Reihe spannende Filme, die ähnliche Themen und Stimmungen aufgreifen. Diese Filmtipps richten sich an alle, die Mecha-Action mit erzählerischem Tiefgang suchen.
Pacific Rim: Mensch gegen Monster im Stahlkoloss
"Pacific Rim" (2013) gilt als einer der bekanntesten Realfilme des modernen Mecha-Kinos. In einer nahen Zukunft verteidigt die Menschheit ihre Städte mit riesigen Kampfrobotern, den sogenannten Jaegern, gegen monströse Wesen aus einer anderen Dimension. Gesteuert werden die Maschinen von Piloten, die mental miteinander verbunden sein müssen – ein Konzept, das stark an die enge Bindung zwischen Pilot und Mobile Suit in "Gundam" erinnert.
Der Film setzt klar auf Spektakel und monumentale Bilder, verzichtet jedoch nicht völlig auf emotionale Tiefe. Themen wie Opferbereitschaft, militärische Disziplin und globale Zusammenarbeit machen Pacific Rim zu einem idealen Einstieg für "Gundam"-Fans, die Realfilm-Action suchen.
Edge of Tomorrow: Krieg als endlose Schleife
Auf den ersten Blick wirkt "Edge of Tomorrow" (2014) eher wie ein klassischer Science-Fiction-Actionfilm, doch unter der Oberfläche steckt viel "Gundam"-DNA. In einem globalen Krieg gegen außerirdische Invasoren kämpfen Soldaten in mechanischen Kampfanzügen, die ihre Fähigkeiten massiv verstärken – vergleichbar mit kompakten Mobile Suits. Der Film überzeugt besonders durch seine Darstellung des Krieges als zermürbende Endlosschleife. Training, taktisches Denken und psychische Belastung der Soldaten stehen im Fokus. Ähnlich wie in "Gundam" geht es nicht um heldenhafte Siege, sondern um das Überleben in einem aussichtslosen Konflikt.
![Bild zu EDGE OF TOMORROW Offizieller Trailer Deutsch German | 2014 Tom Cruise [HD]](https://cdn.kinocheck.com/i/w=360/k6vfcqpvrl.jpg)
Matrix Revolutions: Der letzte Kampf der Menschheit
Auch wenn die "Matrix"-Reihe meist als Cyberpunk-Klassiker wahrgenommen wird, bietet "Matrix Revolutions" (2003) überraschend viele Parallelen zum Mecha-Genre. Im finalen Teil der Trilogie verteidigen die Menschen ihre letzte Zuflucht Zion mit schweren Kampfanzügen gegen eine Übermacht an Maschinen. Diese Szenen erinnern stark an klassische "Gundam"-Schlachten: verzweifelte Verteidigung, technologische Überlegenheit des Gegners und Piloten, die bereit sind, ihr Leben zu opfern. Gleichzeitig verhandelt der Film philosophische Fragen zu Freiheit, Kontrolle und dem Preis des Krieges – zentrale Motive, die auch "Gundam" seit jeher prägen.
Avatar: Krieg aus einer neuen Perspektive
James Camerons "Avatar: Aufbruch nach Pandora" (2009) ist kein klassischer Mecha-Film, greift aber viele thematische Elemente auf, die "Gundam"-Fans vertraut sind. Besonders die militärisch genutzten Kampfmaschinen, darunter gepanzerte Exoskelette und Kampfanzüge, erinnern an die mechanisierten Kriegsbilder des Mecha-Genres. Im Mittelpunkt steht ein kolonialer Konflikt zwischen technologisch überlegenen Menschen und einer einheimischen Bevölkerung. Ähnlich wie in "Gundam" wird der Krieg nicht glorifiziert, sondern kritisch hinterfragt. Die Frage, auf welcher Seite man steht, zieht sich wie ein roter Faden durch den Film.

Fazit: Gundam im Realfilm neu gedacht
Auch ohne Anime-Optik lebt der Geist von "Gundam" im Realfilm weiter. Die hier vorgestellten Filme zeigen, dass Mecha-Elemente, technisierte Kriege und moralische Konflikte auch mit echten Schauspielern eindrucksvoll funktionieren. Für Fans von Gundam bieten diese Produktionen spannende Alternativen, die das Genre aus neuen Blickwinkeln beleuchten – mal laut und bombastisch, mal leise und nachdenklich.

