Sons of Anarchy: Ungewöhnliche neue Miniserie bringt Stars wieder zusammen
"Sons of Anarchy"-Schöpfer Kurt Sutter hat dem Projekt seinen Segen gegeben
Mehr als zehn Jahre nach dem Ende von "Sons of Anarchy" kehren die Mitglieder von SAMCRO für eine neue Miniserie zurück – allerdings anders als zunächst vermutet. Wie das Magazin Variety berichtet, soll es sich bei "Legends" um eine Art Meta-Serie handeln, die bewusst mit der Grenze zwischen Fiktion und Realität spielt.
Die Handlung setzt bei einem Wiedersehen der ehemaligen "Sons of Anarchy"-Darsteller an. Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Ende der Serie treffen sich die Schauspieler auf einer Fan-Convention wieder. Die einstige Gemeinschaft sieht sich aber plötzlich mit einer realen Bedrohung konfrontiert, die offenbar gefährlicher ist als alles, was die Figuren während ihrer Zeit bei "Sons of Anarchy" durchmachen mussten.
Die ungewöhnliche Idee stammt von Hauptdarsteller Charlie Hunnam selbst, der natürlich in seiner ehemaligen Rolle des Jax Teller wieder mit von der Partie sein wird. Auch weitere bekannte Darsteller kehren zurück. Mit dabei sind unter anderem Ron Perlman (Clay Morrow), Katey Sagal (Gemma Teller Morrow), Maggie Siff (Tara Knowles), Mark Boone Junior (Bobby Munson), "House of the Dragon"-Darsteller Tommy Flanagan (Chibs Telford) sowie Kim Coates (Tig Trager) und Theo Rossi (Juice Ortiz). Als Produzent fungiert Jonathan Groff, der bereits für "How I Met Your Mother" und "Scrubs" tätig war.
Eine wichtige Frage dürfte sich für viele Fans dennoch stellen: Was hält eigentlich Kurt Sutter von dem Projekt? Schließlich entwickelte Sutter "Sons of Anarchy" und prägte die Serie über sieben Staffeln hinweg entscheidend. Obwohl der Serienmacher nicht an "Legends" beteiligt ist, scheint es keinen Streit hinter den Kulissen zu geben. Im Gegenteil: Hunnam soll Sutter früh von seiner Idee erzählt und ihn um seinen Segen gebeten haben. Auf seinem Instagram-Kanal bekundete er schließlich seinen Zuspruch für das Projekt. Ein Startdatum steht allerdings noch aus.
Über sieben Staffeln und beinahe 100 Episoden erzählte "Sons of Anarchy" in den Jahren von 2012 bis 2015 die Geschichte von Jax Teller und dem Motorradclub SAMCRO. Mit "Mayans M.C." erschien später ein Spin-off, das sich auf einen anderen Motorradclub konzentrierte. Beide Serien könnt ihr euch übrigens auf Disney+ anschauen.
Serientipps für Fans von Sons of Anarchy
Kaum eine Serie hat das Leben in einem Outlaw-Motorradclub so eindringlich dargestellt wie "Sons of Anarchy". Über sieben Staffeln hinweg erzählte die Serie von Jax Teller, seiner Familie und dem Motorradclub SAMCRO. Dabei ging es längst nicht nur um Motorräder, Waffen und Bandenkriege. Macht, Loyalität, Verrat und die Frage, wie weit man für seine Familie gehen würde, standen mindestens genauso sehr im Mittelpunkt. Wer "Sons of Anarchy" vermisst, muss deshalb nicht auf Nachschub verzichten. Es gibt einige Serien, die eine ähnliche Mischung aus Gangsterdrama, Familienkonflikten und rauer Atmosphäre bieten.
The Shield: harte Gangsterkost
Auch wenn "The Shield" nicht in der Welt von Motorradclubs spielt, gibt es zahlreiche Parallelen zu "Sons of Anarchy". Im Mittelpunkt steht eine korrupte Spezialeinheit des Los Angeles Police Department, die sich selbst über Recht und Gesetz stellt. Die Serie setzt stark auf moralische Grauzonen und zeigt Figuren, die zwischen Loyalität, Eigennutz und Machtinteressen gefangen sind. Genau diese Mischung machte auch Jax Tellers Geschichte so spannend. Wer bei "Sons of Anarchy" vor allem die düsteren Charakterentwicklungen und die kompromisslose Erzählweise mochte, sollte "The Shield" unbedingt ausprobieren.
Yellowstone: Familie, Macht und Gewalt
"Yellowstone" ist eine weitere hervorragende Empfehlung für Fans von "Sons of Anarchy". Statt Motorrädern stehen hier Pferde, Ranches und Landkonflikte im Mittelpunkt. Die Familie Dutton versucht, ihre riesige Ranch gegen politische Gegner, Immobilienentwickler und andere Interessengruppen zu verteidigen. Was die Serie mit "Sons of Anarchy" verbindet, ist vor allem ihr Familienfokus. Hinter der scheinbar einfachen Geschichte um Land und Besitz steckt ein komplexes Geflecht aus Macht, Verrat und persönlichen Konflikten. Wie bei Jax und seiner Familie werden Entscheidungen dabei nicht selten mit brutalen Konsequenzen bezahlt.

Animal Kingdom: eine Familie auf der falschen Seite des Gesetzes
Noch näher an der Atmosphäre von "Sons of Anarchy" ist "Animal Kingdom". Die Serie handelt von Joshua "J" Cody, der nach dem Tod seiner Mutter bei seiner Großmutter und deren Familie einzieht. Schnell stellt sich heraus, dass die Codys ihren Lebensunterhalt mit kriminellen Geschäften verdienen. Im Zentrum stehen dabei Familienbande, Machtkämpfe und die Frage, wem man tatsächlich vertrauen kann. Besonders die Beziehung zwischen J und seiner Großmutter Smurf erinnert an die komplexen familiären Strukturen aus "Sons of Anarchy".
Peaky Blinders: Banden, Familie und Loyalität
Auch "Peaky Blinders" dürfte bei vielen Fans von "Sons of Anarchy" auf Interesse stoßen. Die Serie erzählt vom Aufstieg der Shelby-Familie im Birmingham der Nachkriegszeit. Tommy Shelby versucht, seine kriminellen Geschäfte immer weiter auszubauen und seine Familie an der Spitze zu halten. Motorradclubs gibt es hier zwar nicht, dafür jede Menge Gangster, Gewalt, Intrigen und Familienkonflikte. Vor allem die zentrale Figur Tommy Shelby bietet eine ähnliche Mischung aus Charisma, Brutalität und inneren Widersprüchen wie Jax Teller.
Tulsa King: Gangster mit schwarzem Humor
Wer es nach "Sons of Anarchy" etwas humorvoller mag, sollte "Tulsa King" eine Chance geben. Sylvester Stallone spielt den Mafioso Dwight "The General" Manfredi, der nach einer langen Haftstrafe nach Tulsa geschickt wird und dort praktisch bei null anfangen muss. Die Serie verbindet Gangsterdrama mit schwarzem Humor und einer charismatischen Hauptfigur. Zwar ist die Tonalität deutlich leichter als bei "Sons of Anarchy", doch Themen wie Loyalität, Macht und das Leben außerhalb des Gesetzes bleiben zentrale Bestandteile.
Für Sons of Anarchy-Fans gibt es viel zu entdecken
Die perfekte Kopie von "Sons of Anarchy" gibt es letztlich nicht. Gerade die Verbindung aus Biker-Kultur, Familiendrama und tragischer Charakterentwicklung machte die Serie einzigartig. Trotzdem können "The Shield", "Yellowstone", "Animal Kingdom", "Peaky Blinders" und "Tulsa King" einige der Elemente liefern, die "Sons of Anarchy" so beliebt gemacht haben. Wer also nach dem Ende der Serie noch nicht bereit ist, die Welt aus Gewalt, Loyalität und Verrat hinter sich zu lassen, findet in diesen Serien einige starke Alternativen.
