Johnny Knoxville verkündet Jackass 5!
Damit dürfte wohl niemand gerechnet haben
"Jackass Forever" war nicht das Ende: Die Chaostruppe kehrt mit einem neuen Kinofilm zurück! Johnny Knoxville hat jetzt auf Instagram einen weiteren "Jackass"-Teil angekündigt. Die Regie übernimmt wie schon zuvor Jeff Tremaine. Ob auch andere bekannte Mitglieder wie Steve-O, Jason "Wee Man" Acuña, Danger Ehren oder Dave England wieder mitwirken, ist derzeit noch offen.
Der bislang letzte Teil, "Jackass Forever", erschien 2022 und griff erstmals das fortgeschrittene Alter der Originalbesetzung auf, während gleichzeitig neue Gesichter eingeführt wurden. Auch im fünften Film ist eine Rückkehr dieser jüngeren Generation sehr wahrscheinlich. Die Ankündigung von "Jackass 5" kam ziemlich überraschend, da der Film offenbar unter Ausschluss der Öffentlichkeit produziert wurde. Entsprechend sind bisher keinerlei Informationen oder Stunts aus den Dreharbeiten bekannt geworden. Der US-Kinostart ist für den 26. Juni 2026 geplant.
Der Kultstatus von Jackass: Mehr als nur Schmerz und Chaos
Als "Jackass" Anfang der 2000er-Jahre erstmals auf MTV lief, wirkte das Format wie eine kurzlebige Provokation. Eine Gruppe junger Männer setzte ihren eigenen Körper für absurde, gefährliche und oft schmerzhafte Stunts ein – ohne Sicherheitsnetz, ohne Story und ohne Rücksicht auf Verluste. Doch was als Nischenformat begann, entwickelte sich schnell zu einem popkulturellen Dauerbrenner. Heute gilt "Jackass" als Kultreihe, deren Einfluss weit über Fernsehen und Kino hinausreicht.
Ein simples Konzept mit maximaler Wirkung
Der Erfolg von "Jackass" basiert auf einer denkbar einfachen Idee: Menschen tun freiwillig extrem dumme Dinge – und filmen sich dabei. Es gibt keine klassische Dramaturgie, keine Rollenverteilung und keine moralische Botschaft. Gerade diese Reduktion auf das Wesentliche machte die Reihe so einzigartig. Die Zuschauer wussten jederzeit, dass die Schmerzen echt waren und niemand eine Rolle spielte. In einer Medienlandschaft voller Skripte und Inszenierungen wirkte "Jackass" radikal ehrlich.
Authentizität statt Schauspiel
Ein zentraler Grund für den Kultstatus ist die Glaubwürdigkeit der Beteiligten. Johnny Knoxville, Steve-O, Bam Margera, Chris Pontius und die restliche Crew traten nie als Stars auf, sondern als normale Typen mit ungewöhnlich hoher Schmerzgrenze. Sie lachten über sich selbst, scheiterten öffentlich und zeigten keinerlei Angst davor, lächerlich auszusehen. Diese Selbstironie schuf eine Nähe zum Publikum, die klassische Comedy-Formate selten erreichen.
Freundschaft als Fundament des Chaos
So brutal viele Stunts auch waren – im Kern erzählte "Jackass" immer eine Geschichte von Freundschaft. Die Chemie innerhalb der Gruppe war spürbar und entscheidend für den Erfolg. Trotz aller Gemeinheiten, Streiche und Verletzungen stand der Zusammenhalt stets im Vordergrund. Die Mitglieder vertrauten einander blind, was bei teils lebensgefährlichen Aktionen unverzichtbar war. Dieses Gefühl von Zusammengehörigkeit machte die Reihe für viele Fans emotional greifbar.
Sprachrohr einer rebellischen Generation
"Jackass" traf den Zeitgeist der frühen 2000er-Jahre perfekt. In einer Phase zunehmender gesellschaftlicher Normen, Leistungsdrucks und wachsender Erwartungen an junge Menschen wirkte die Show wie ein Ventil. Sie feierte das Scheitern, das Unperfekte und das bewusste Überschreiten von Grenzen. Für viele Zuschauer wurde "Jackass" zum Symbol einer Generation, die sich nicht ernst nehmen wollte – und gerade dadurch ernst genommen wurde.
Der Schritt auf die große Leinwand
Mit "Jackass: Der Film" (2002) wagte das Team den Sprung ins Kino – und bewies, dass das Konzept auch außerhalb des Fernsehens funktionierte. Der Film war kein klassischer Kinofilm, sondern eine konsequente Verlängerung der Show mit größerem Budget und höherem Eskalationsgrad. Die späteren Fortsetzungen "Jackass: Nummer Zwei" (2006) und "Jackass 3D" (2010) steigerten diesen Ansatz weiter und machten die Filme zu Event-Erlebnissen, die Fans gemeinsam im Kino feierten.
Altern, Verletzlichkeit und überraschende Tiefe
Spätestens mit "Jackass Forever" wurde deutlich, dass Zeit auch vor dieser Truppe nicht haltmacht. Gealterte Körper, langsamere Reflexe und sichtbare Narben rückten in den Fokus. Doch statt den Kult zu beschädigen, verlieh dies der Reihe eine neue Ebene. Der Film thematisierte Vergänglichkeit, Abschied und Verantwortung, ohne den typischen Humor zu verlieren. "Jackass" wurde dadurch nicht nur nostalgisch, sondern auch erstaunlich reflektiert.
Eine Fanbasis, die den Kult am Leben hält
Der Kultstatus von "Jackass" lebt bis heute durch seine Fans. Legendäre Stunts, ikonische Zitate und Running Gags werden in sozialen Medien, Memes und Gesprächen weitergetragen. Die Reihe ist fest im kollektiven Gedächtnis verankert und wird generationenübergreifend weiterempfohlen. "Jackass" ist weniger ein abgeschlossenes Werk als vielmehr ein gemeinsames Erlebnis.
Fazit: Warum Jackass zeitlos bleibt
Der Kultstatus von "Jackass" entsteht aus einer seltenen Mischung aus Authentizität, Freundschaft, Rebellion und Selbstironie. Die Reihe zeigt, dass Unterhaltung nicht perfekt oder moralisch korrekt sein muss, um nachhaltig zu wirken. Gerade weil "Jackass" so roh, ehrlich und schmerzhaft ist, hat es sich einen festen Platz in der Popkultur gesichert – und wird diesen vermutlich auch in Zukunft nicht verlieren.
