Spider-Noir: Keine zweite Staffel – Prime-Video-Serie mit Nicolas Cage abgesetzt

Der Hollywood-Star äußert sich mit einem Statement zum Aus

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Das war's mit "Spider-Noir": Die Prime-Video-Serie mit Nicolas Cage wurde abgesetzt. Eine zweite Staffel wird es nicht geben. Im Mittelpunkt der Serie steht eine alternative Film-noir-Version des Superhelden Spider-Man. Bei Kritikern und Zuschauern kam "Spider-Noir" gut an, das plötzliche Aus dürfte viele enttäuschen. Es gibt jedoch auch einen Lichtblick für Fans: Aus der Partnerschaft zwischen Amazon und Sony Pictures TV soll eine weitere Serie aus dem "Spider-Man"-Franchise hervorgehen, wie das Branchenblatt Variety berichtet. Das Projekt befinde sich bereits in der Entwicklung und soll schon bald bekannt gegeben werden.

Was das Aus von "Spider-Noir" angeht, hat sich Hauptdarsteller Nicolas Cage in einem Statement gegenüber Deadline geäußert. Dem US-Branchenportal erklärte er:

"Für mich ist eine Staffel perfekt, da ich mit diesem gefährlichen, innovativen Spider-Man im Pop-Art-Stil gesagt habe, was ich sagen wollte."

Viele Fans dürften sich allerdings noch weitere Geschichten aus der Welt von "Spider-Noir" gewünscht haben – und dürften vom Ende kalt erwischt worden sein. Zumal die Serie auch bei den diesjährigen Emmy Awards ziemlich präsent ist. "Spider-Noir" wurde elf Mal nominiert und gewann bei den Creative Arts Emmys fünf Auszeichnungen: für Stunt-Koordination, Tonschnitt, Titel-Design, visuelle Effekte und Kameraarbeit.

Darum geht es in Spider-Noir

In "Spider-Noir" geht es um eine alternative Version des beliebten Marvel-Helden Spider-Man. Das Ganze spielt nach wie vor in New York, jedoch wurde die Handlung von der Gegenwart in die 1930er Jahre verlegt. Der Protagonist heißt nicht Peter Parker, sondern Ben Reilly. Der mittlerweile in die Jahre gekommene Privatdetektiv kämpfte einst als maskierter Superheld The Spider gegen das Verbrechen. Reilly hat nach einer persönlichen Tragödie hingeschmissen, sieht sich dann aber gezwungen, seinen vorgezogenen Superhelden-Ruhestand wieder aufzugeben.

Als Vorlage für "Spider-Noir" diente die Comic-Reihe "Spider-Man Noir". Kreiert wurde sie von den Autoren David Hine und Fabrice Sapolsky sowie den Künstlern Carmine Di Giandomenico und Marko Djurdjević. Den Auftakt bildete 2009 eine vierteilige Miniserie. Im Mittelpunkt steht ebenfalls eine Film-noir-Version von Spider-Man. Aber: Der Held in den Comics heißt nicht Ben Reilly, sondern Peter Parker – so wie auch der gegenwärtige Original-Spider-Man.

Optische Besonderheit

Die Hauptrolle des Ben Reilly wird in der Prime-Video-Adaption von Hollywood-Star Nicolas Cage verkörpert. Zu den weiteren Darstellern gehören Li Jun Li, Lamorne Morris, Jack Huston und Brendan Gleeson. Die Showrunner sind Oren Uziel, der am Drehbuch der Actionkomödie "The Lost City" beteiligt war, sowie Steve Lightfoot, der die Netflix-Adaption von "The Punisher" entwickelte. Eine Besonderheit, die "Spider-Noir" zu bieten hat: Die Serie gibt es in zwei Versionen. Man kann die Folgen wahlweise in Farbe oder in Schwarz-Weiß sehen. Erst vor einigen Monaten hatte sich Co-Showrunner Uziel zur potentiellen Zukunft der Serie geäußert. Dabei deutete er an, dass künftige Staffeln von "Spider-Noir" während des Zweiten Weltkriegs spielen könnten. Mit der nun bekannt gegebenen Absetzung ist jedoch klar: Daraus wird nichts.

Fans von Nicolas Cage können sich immerhin auf einen neuen Film mit dem Hollywood-Star freuen. Der Darsteller ist für den post-apokalyptischen Thriller "Parish" vorgesehen. Der Film von Drehbuchautor und Regisseur Adam Sigal spielt 30 Jahre nach einer nuklearen Katastrophe. Cage soll den Überlebenden Parish verkörpern. Eines Tages taucht eine verzweifelte Frau mit einem Säugling vor seinem Zufluchtsort auf – mit lebensbedrohlichen Folgen. Parish gerät ins Fadenkreuz einer brutalen Bande von Kannibalen und es kommt zum Kampf ums Überleben. Die Dreharbeiten sollen bereits im Oktober losgehen.

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