300-Prequel von Zack Snyder: Netflix soll neue Heimat der Serie werden

Synder arbeitete bereits für seine "Rebel Moon"-Film und "Army of Dead" mit Netflix zusammen

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Seit mehr als zwei Jahren kursieren Meldungen über eine Prequel-Serie zu Zack Snyders "300". Nun scheint das Projekt einen großen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Wie der Insider John Rocha berichtet, könnte die Serie über Netflix erscheinenund Snyder höchstpersönlich soll die Pilotfolge in Szene setzen.

Eine offizielle Bestätigung seitens des Streamingdienstes steht allerdings noch aus. Hinzu kommt, dass Snyders Produktionen häufig recht kostspielig sind. Gerade bei einer aufwendigen Historienserie mit großen Schlachten und umfangreichen visuellen Effekten dürfte die Finanzierung eine wichtige Rolle spielen. Auf der anderen Seite hat Snyder das "300"-Universum maßgeblich geprägt und mit Netflix schon für seine "Rebel Moon"-Filme sowie "Army of Dead" erfolgreich zusammengearbeitet. Es könnte also sein, dass Netflix auf die Stärken des Regisseurs vertraut – als ausführender Produzent ist er ohnehin schon an Bord.

Der ursprüngliche "300"-Film basiert lose auf dem gleichnamigen Comic von Frank Miller und erzählt die legendäre Schlacht bei den Thermopylen im Jahr 480 vor Christus. Im Mittelpunkt steht König Leonidas von Sparta, gespielt von Gerard Butler, der sich gemeinsam mit 300 Kriegern dem zahlenmäßig überlegenen persischen Heer entgegenstellt.

Einige Jahre später folgte dann mit "300: Rise of an Empire" eine Fortsetzung, die allerdings nicht an den finanziellen Erfolg und die Beliebtheit des Vorgängers anknüpfen konnte. Der von Noam Murro inszenierte Film, spielt teilweise vor, teilweise während und teilweise nach den Ereignissen des ersten Films. Im Zentrum steht der athenische Feldherr Themistokles, der die griechische Flotte gegen die Perser anführt. Eine bedeutende Rolle spielt außerdem Artemisia, die von Eva Green verkörpert wird.

300 und 300: Rise of an Empire – Die bisherigen Filme im Überblick

Das "300"-Universum gehört zu den ungewöhnlichsten Historien-Actionreihen der vergangenen Jahrzehnte. Mit seiner extrem stilisierten Optik, spektakulären Schlachten und einer stark überhöhten Darstellung der Antike sorgte Zack Snyders "300" 2006 für Aufsehen. Sieben Jahre später folgte mit "300: Rise of an Empire" ein zweiter Film, der die Geschichte des ersten Teils aus einer anderen Perspektive ergänzte.

300: Spartas letzter Widerstand

Der erste Film kam 2006 in die Kinos und wurde von Zack Snyder inszeniert. Im Mittelpunkt steht der spartanische König Leonidas, gespielt von Gerard Butler. Als das riesige persische Heer unter König Xerxes in Griechenland einfällt, weigert sich Leonidas, sein Reich kampflos aufzugeben.

Mit lediglich 300 ausgewählten Spartanern zieht er zu den Thermopylen. Der schmale Gebirgspass bietet den Griechen einen strategischen Vorteil, da die zahlenmäßige Überlegenheit der Perser dort weniger zum Tragen kommt. Leonidas und seine Männer stellen sich der Armee von Xerxes entgegen und versuchen, den Vormarsch der Perser so lange wie möglich aufzuhalten. Die Handlung basiert lose auf der historischen Schlacht bei den Thermopylen im Jahr 480 vor Christus. Snyder übernimmt dabei jedoch zahlreiche Elemente aus Frank Millers Comic und interpretiert die Geschichte bewusst als stilisiertes Fantasy- und Action-Epos.

Besonders auffällig ist die visuelle Gestaltung. Zeitlupen, digitale Hintergründe, extreme Farbkontraste und überzeichnete Körper verleihen dem Film einen Look, der stark an ein bewegtes Comicbuch erinnert. Gleichzeitig setzt "300" auf brutale Kämpfe und markante Dialoge. Gerard Butler wurde durch seine Darstellung des Leonidas endgültig zum Actionstar und der Film entwickelte sich weltweit zu einem großen Kinoerfolg.

300: Rise of an Empire: Eine andere Seite des Krieges

2014 folgte "300: Rise of an Empire". Zack Snyder war diesmal nicht der Regisseur. Stattdessen übernahm Noam Murro die Inszenierung. Snyder war jedoch als Produzent und Drehbuchautor beteiligt. Der zweite Film erzählt keine klassische Fortsetzung, sondern bewegt sich zeitlich teilweise vor, während und nach den Ereignissen des ersten Teils. Dadurch werden verschiedene Ereignisse miteinander verbunden.

Im Zentrum steht diesmal der Athener Feldherr Themistokles, gespielt von Sullivan Stapleton. Nachdem die Perser Griechenland angreifen, versucht er, die verschiedenen griechischen Kräfte gegen die Invasoren zu vereinen. Der entscheidende Konflikt findet diesmal nicht an Land, sondern auf dem Meer statt.

Eine besonders wichtige Figur ist Artemisia, gespielt von Eva Green. Die persische Kommandantin ist eine erbitterte Gegnerin der Griechen und erhält deutlich mehr Raum als die meisten weiblichen Figuren im ersten Film. Ihre Vergangenheit und ihr Verhältnis zu Xerxes werden ebenfalls näher beleuchtet.

Bild zu 300: RISE OF AN EMPIRE Offizieller Trailer #2 Deutsch German | 2014 [HD]

Zwei Filme, ein gemeinsames Universum

Obwohl "300: Rise of an Empire" nicht dieselbe Hauptfigur wie der erste Film besitzt, erweitert er die Geschichte sinnvoll. Die beiden Filme betrachten den Perserkrieg aus unterschiedlichen Perspektiven und überschneiden sich an mehreren Stellen. Dabei bleibt die charakteristische Ästhetik erhalten. Auch der zweite Teil setzt auf Zeitlupen, digitale Effekte und stark choreografierte Schlachten. Gleichzeitig fällt die Handlung durch ihre zahlreichen Zeitsprünge etwas komplexer aus.

Was kommt als Nächstes?

Nach "300: Rise of an Empire" wurde es lange ruhig um das Franchise. Das geplante Prequel könnte das Universum nun jedoch wiederbeleben. Sollte Zack Snyder tatsächlich die Pilotfolge einer neuen Serie inszenieren, wäre dies für Fans der Filme besonders interessant. Welche historische Epoche oder welche Figuren im Mittelpunkt stehen könnten, ist bislang nicht vollständig bekannt. Fest steht aber: Die Welt von "300" bietet noch zahlreiche Möglichkeiten für weitere Geschichten – und nach zwei Kinofilmen könnte das Franchise schon bald auf dem Streamingmarkt seine nächste große Schlacht schlagen.