Persona auf Netflix: Live-Action-Serie der beliebten Videospielreihe in Arbeit

Auch Shawn Levy wird hinter den Kulissen beteiligt sein

Von Jonas Reichel am 6 min Lesezeit

Netflix krallt sich die nächste große Videospielmarke: Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, arbeitet der Streamingdienst an einer Live-Action-Serie, die auf der beliebten Rollenspielreihe "Persona" basiert.

Für das Projekt wurde Christopher Monfette verpflichtet, der bereits an Serien wie "Star Trek: Picard" und "9-1-1" mitgewirkt hat. Er übernimmt nicht nur die Rolle des Drehbuchautors, sondern wird auch als ausführender Produzent und Showrunner fungieren. "Deadpool & Wolverine"-Regisseur Shawn Levy wird hingegen hinter den Kulissen als ausführender Produzent tätig sein.

Die "Persona"-Reihe zählt zu den erfolgreichsten und beliebtesten JRPG-Marken der vergangenen Jahre. Obwohl jeder Hauptteil eine eigenständige Geschichte erzählt, stehen meist japanische Oberschüler im Mittelpunkt, die ihren Alltag zwischen Schule, Freundschaften und persönlichen Herausforderungen meistern müssen. Gleichzeitig werden sie in übernatürliche Ereignisse verwickelt und kämpfen gegen mysteriöse Bedrohungen.

Bis heute umfasst die Reihe sechs Hauptspiele sowie insgesamt 15 Spin-offs. "Persona" reiht sich jetzt in eine lange Liste von Videospieladaptionen von Netflix ein. Der Streaminganbieter konnte bereits mit Produktionen wie "The Witcher", "Arcane", "Cyberpunk: Edgerunners" und "Tomb Raider: The Legend of Lara Croft" große Erfolge feiern. Ein Startdatum oder Details zum Cast stehen noch aus.

Von Castlevania bis Devil May Cry: Alle großen Videospieladaptionen von Netflix im Überblick

Videospielverfilmungen galten lange Zeit als schwieriges Terrain. Zahlreiche Filme und Serien konnten weder Fans noch Kritiker überzeugen. In den vergangenen Jahren hat sich das Blatt jedoch gewendet – und vor allem Netflix hat einen entscheidenden Anteil an dieser Entwicklung. Der Streamingdienst setzt seit Jahren verstärkt auf bekannte Gaming-Marken und hat inzwischen ein beeindruckendes Portfolio an Serien und Filmen aufgebaut. Mit der angekündigten "Persona"-Realfilmserie wächst dieses Universum nun erneut.

Castlevania: Der Anfang einer Erfolgswelle

Den Grundstein für den Erfolg von Videospieladaptionen bei Netflix legte "Castlevania". Die Animationsserie, die zwischen 2017 und 2021 erschien, basiert auf der gleichnamigen Spielereihe von Konami und erzählt die Geschichte des Vampirjägers Trevor Belmont im Kampf gegen Dracula. Die düstere Atmosphäre, die erwachsene Erzählweise und die hochwertige Animation machten "Castlevania" schnell zu einem Kritiker- und Fanliebling.

Die Serie bewies, dass Videospieladaptionen mehr sein können als bloße Fanservices und ebnete den Weg für zahlreiche weitere Projekte. Der Erfolg von "Castlevania" führte schließlich zum Spin-off "Castlevania: Nocturne". Die Serie konzentriert sich auf Richter Belmont und spielt während der Französischen Revolution. Auch dieses Projekt wurde positiv aufgenommen und zeigte, dass das Franchise auf Netflix noch lange nicht ausgeschöpft ist.

Arcane: Das Meisterwerk von League of Legends

Als 2021 "Arcane" erschien, überraschte die Serie nicht nur Fans von "League of Legends", sondern die gesamte Serienlandschaft. Die Produktion von Riot Games und Netflix erzählt die Vorgeschichte der Schwestern Vi und Jinx und spielt in den Städten Piltover und Zhaun. Die aufwendige Animation, die emotionale Handlung und die komplexen Charaktere machten "Arcane" zu einem weltweiten Phänomen. Die Serie gewann mehrere Preise, darunter auch einen Emmy, und gilt bis heute als eine der besten Videospieladaptionen überhaupt.

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Cyberpunk: Edgerunners

Ein weiterer großer Erfolg folgte 2022 mit "Cyberpunk: Edgerunners". Die Anime-Serie spielt im Universum von "Cyberpunk 2077" und erzählt die Geschichte des jungen David Martinez, der in der brutalen Metropole Night City ums Überleben kämpft. Das Studio Trigger lieferte eine visuell beeindruckende Serie ab, die nicht nur hervorragend bewertet wurde, sondern sogar dazu beitrug, das Interesse am Videospiel selbst erneut anzukurbeln.

The Witcher: Das Fantasy-Flaggschiff

Obwohl "The Witcher" ursprünglich auf den Romanen von Andrzej Sapkowski basiert, ist die Marke heute vor allem durch die erfolgreichen Videospiele von CD Projekt Red bekannt. Die Realfilmserie mit Henry Cavill als Geralt von Riva entwickelte sich schnell zu einer der erfolgreichsten Produktionen von Netflix. Inzwischen umfasst das Franchise mehrere Staffeln sowie das Prequel "The Witcher: Blood Origin" und den Animationsfilm "The Witcher: Nightmare of the Wolf".

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Dragon's Dogma

Mit "Dragon's Dogma" brachte Netflix 2020 die Action-Rollenspielreihe von Capcom auf die Bildschirme. Die Anime-Serie erzählt die Geschichte des Kriegers Ethan, der sich auf die Jagd nach einem Drachen begibt. Obwohl die Serie gemischte Kritiken erhielt, zeigte sie, dass Netflix bereit ist, auch weniger bekannte Videospielmarken zu adaptieren.

DOTA: Dragon's Blood

Die Anime-Serie "DOTA: Dragon's Blood" basiert auf dem beliebten Multiplayer-Spiel "Dota 2" von Valve. Im Mittelpunkt steht der Drachenritter Davion, der in einen Konflikt zwischen Göttern, Drachen und Magie gerät. Die Serie lief über mehrere Staffeln und konnte sich insbesondere bei Fantasy- und Anime-Fans eine treue Fangemeinde aufbauen.

Tekken: Bloodline

Mit "Tekken: Bloodline" erhielt auch die berühmte Prügelspielreihe von Bandai Namco ihre eigene Netflix-Serie. Erzählt wird die Geschichte von Jin Kazama und dem legendären King of Iron Fist Tournament. Die Serie richtete sich vor allem an langjährige Fans der Spielreihe und setzte zahlreiche ikonische Charaktere und Kämpfe in Szene.

Dragon Age: Absolution

Das Rollenspieluniversum von BioWare fand mit "Dragon Age: Absolution" ebenfalls seinen Weg zu Netflix. Die Serie erzählt eine eigenständige Geschichte im bekannten Fantasy-Universum und erweitert die Lore der Spielereihe.

Tomb Raider: The Legend of Lara Croft

Mit "Tomb Raider: The Legend of Lara Croft" kehrte eine der bekanntesten Videospielheldinnen überhaupt zurück. Die Animationsserie knüpft an die moderne Spieltrilogie an und begleitet Lara Croft auf neuen Abenteuern rund um die Welt.

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PiSonic Prime

Auch Segas berühmtes Maskottchen erhielt mit "Sonic Prime" eine eigene Netflix-Serie. Die Produktion richtet sich zwar in erster Linie an ein jüngeres Publikum, bietet aber auch zahlreiche Anspielungen auf die langjährige Geschichte der Reihe.

Captain Laserhawk: A Blood Dragon Remix

Diese ungewöhnliche Animationsserie basiert lose auf "Far Cry 3: Blood Dragon" und vereint gleichzeitig zahlreiche Ubisoft-Marken in einem gemeinsamen Universum. Der wilde Mix aus Action, Satire und Science-Fiction machte "Captain Laserhawk" zu einer der kreativsten Videospieladaptionen von Netflix.

Devil May Cry

Mit "Devil May Cry" brachte Netflix eine weitere bekannte Capcom-Marke auf die Bildschirme. Die Serie rund um Dämonenjäger Dante setzt auf rasante Action und stilvolle Inszenierung und gehört zu den jüngsten Gaming-Adaptionen des Streamingdienstes.

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Pokémon Concierge

Zwar richtet sich "Pokémon Concierge" an ein jüngeres Publikum, dennoch zeigt die Stop-Motion-Serie eine völlig neue Seite des Pokémon-Universums. Statt großer Kämpfe stehen Entspannung und die Beziehung zwischen Menschen und Pokémon im Mittelpunkt.

Bald folgt Persona

Mit der angekündigten Realfilmserie zu "Persona" baut Netflix sein Gaming-Portfolio weiter aus. Noch ist unklar, auf welchem Spiel die Serie basieren wird, doch die beliebte JRPG-Reihe dürfte perfekt in die Strategie des Streaminganbieters passen.

Netflix hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass Videospieladaptionen weit mehr sein können als ein Nischenprodukt. Mit Erfolgen wie "Arcane", "Cyberpunk: Edgerunners" und "Castlevania" hat der Streamingdienst die Messlatte für das Genre deutlich angehoben. Angesichts der wachsenden Zahl an Projekten scheint eines sicher: Die Verbindung zwischen Videospielen und Streaming-Serien wird in den kommenden Jahren nur noch enger werden.

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