Eragon Serie auf Disney Plus: Neues Update zur Verfilmung von Christopher Paolinis Fantasysaga
Die erste Verfilmung von 2006 gilt als große Enttäuschung
Mit der "Eragon"-Serie plant Disney+ eine Adaption einer überaus populären Fantasyreihe. Die gute Nachricht für alle Buchfans: Autor Christopher Paolini ist involviert! Das Branchenportal Variety berichtet nun, dass Disney auch die weiteren Kreativköpfe für die Serie gefunden hat.
An der Spitze stehen die Showrunner Todd Helbing und Todd Harthan. Mit dem Duo konnte man reichlich Branchen-Erfahrung für sich gewinnen. Helbing ist bekannt für seine Arbeit an den DC-Serien "Superman & Lois" und "The Flash". Harthan hat derweil an der beliebten Comedy "Psych" sowie "Atlanta Medical" mitgewirkt. Für die "Eragon"-Serie wird Harthan zusammen mit Paolini als Serienschöpfer gelistet. Paolini ist zudem als Produzent mit an Bord – ebenso wie "The Amazing Spider-Man"-Regisseur Marc Webb.
Der erste Roman der Reihe wurde 2006 erstmals verfilmt. Doch der Film konnte die meisten Fans nicht überzeugen und gilt allgemein als große Enttäuschung. Man darf nun gespannt sein, ob die Serienadaption auf Disney Plus der beliebten Buchreihe gerecht werden kann. Etwas Geduld ist wohl allerdings noch gefragt. Bisher ist immerhin noch nichts zur Besetzung bekannt. Wir halten euch aber natürlich auf dem Laufenden!
Die Eragon-Saga von Christopher Paolini
Als Christopher Paolini im Teenageralter begann, an der Welt von Alagaësia zu schreiben, konnte niemand ahnen, dass daraus eine der erfolgreichsten Fantasyreihen der frühen 2000er-Jahre entstehen würde. Die "Eragon"-Romanreihe ist nicht nur wegen ihrer Drachen, Magie und epischen Schlachten bekannt, sondern auch wegen der außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte ihres Autors.
Entstehung
Christopher Paolini wurde 1983 geboren und begann bereits mit 15 Jahren, den ersten Band "Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter" zu schreiben. Seine Eltern unterstützten ihn maßgeblich: Das Buch wurde zunächst im Eigenverlag der Familie veröffentlicht. Paolini reiste durch die USA, stellte sein Werk an Schulen und in Bibliotheken vor und gewann so langsam Aufmerksamkeit. Das Potenzial des Romans wurde erkannte und das Buch neu aufgelegt. Von da an nahm der Erfolg rasant Fahrt auf.
Die Handlung
Im Zentrum der Reihe steht der junge Bauernjunge Eragon, der zufällig ein geheimnisvolles Ei findet, aus dem der Drache Saphira schlüpft. Mit diesem Ereignis wird er Teil eines lange vergessenen Ordens: der Drachenreiter. Eragon gerät in den Machtkampf zwischen dem tyrannischen König Galbatorix und den Rebellen der Varden.
Die Reihe besteht aus "Das Vermächtnis der Drachenreiter", "Der Auftrag des Ältesten", "Die Weisheit des Feuers" und "Das Erbe der Macht". Es handelt sich im Kern um eine klassische Heldenreise. Themen wie Verantwortung, Macht, Verlust, Loyalität und Identität ziehen sich durch die Bücher. Paolini kombiniert bekannte Fantasy-Motive mit einer detailliert ausgearbeiteten Welt, eigenen Sprachen und einer klaren Mythologie.
Erfolg und Beliebtheit
Besonders junge Leser fanden in "Eragon" einen zugänglichen Einstieg in die High Fantasy. Die Beliebtheit erklärt sich vor allem durch die Mischung aus vertrauten Elementen (Drachen oder ein junger Auserwählter) und einer ansprechenden Geschichte inklusive interessanter Welt. Leser konnten mit Eragon mitwachsen, seine Fehler, Zweifel und Entwicklungen miterleben. Zudem machte Paolinis junges Alter ihn selbst zu einer Identifikationsfigur: Er zeigte, dass auch sehr junge Autoren großangelegte Geschichten und komplexe Welten erschaffen können.
Manche Kritiker bemängelten zwar die starke Anlehnung an bestehende Vorbilder wie "Der Herr der Ringe" oder ähnliche Fantasy-Klassiker, doch gerade diese Zugänglichkeit trug zum Erfolg bei. Die Reihe nimmt einen festen Platz als moderne Jugend-Fantasy ein und gilt für viele als prägendes Leseerlebnis ihrer Generation, auch wenn sie literarisch nicht denselben Status wie beispielsweise Tolkien erreicht hat.
Die Verfilmung von 2006
2006 erschien die Verfilmung von "Eragon: Das Vermächtnis der Drachenreiter" unter der Regie von Stefen Fangmeier. In den Hauptrollen waren Ed Speleers als Eragon, Jeremy Irons als Brom, Sienna Guillory als Arya und John Malkovich als König Galbatorix zu sehen.
Die Reaktion der Fans war jedoch überwiegend negativ. Viele empfanden den Film als große Enttäuschung. Gründe dafür waren vor allem die starke Vereinfachung der Handlung, das Weglassen zentraler Figuren und Themen sowie gravierende Änderungen an der Welt und ihren Regeln. Charakterentwicklungen wirkten gehetzt oder oberflächlich, und die Tiefe der Beziehung zwischen Eragon und Saphira ging für viele verloren. Der Film schaffte es für viele nicht, den Geist der Buchvorlage einzufangen, was letztlich dazu führte, dass geplante Fortsetzungen nie realisiert wurden.
Ein bemerkenswertes Phänomen
Die "Eragon"-Reihe bleibt ein bemerkenswertes Phänomen der modernen Fantasy: eine epische Geschichte, entstanden aus der Leidenschaft eines sehr jungen Autors, die Millionen Leser begeistert hat. Während die literarische Vorlage bis heute einen festen Platz in den Bücherregalen vieler Fantasyfans hat, gilt die Verfilmung von 2006 eher als Mahnung, wie schwierig es ist, komplexe Buchwelten überzeugend auf die Leinwand zu übertragen. Disney Plus wagt nun einen neuen Versuch – es bleibt abzuwarten, ob die Adaption diesmal auf mehr Anklang stoßen wird.