Superman 2: Man of Tomorrow Filmvorschau

Alles zu Rückkehr des ikonischen Superhelden

Von Tom Hartig am 7 min Lesezeit

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Stellt euch das mal vor: Der Mann aus Stahl, das absolute Symbol für Hoffnung, und sein größter Erzfeind, Lex Luthor, kämpfen nicht gegeneinander, sondern Seite an Seite. Genau diese verrückte Dynamik erwartet uns in "Superman: Man of Tomorrow". Die Dreharbeiten der Fortsetzung laufen, erste Set-Fotos kursieren im Netz und der Cast wächst rasant. Wobei: Fortsetzung ist vielleicht das falsche Wort: Anscheinend erwartet uns hier bereits ein ziemlich großes Crossover-Event! Klingt spannend? Hier kommt unsere neue Filmvorschau!

Die Allianz von Superman und Lex Luthor

Nach den Ereignissen im 2025er "Superman" sitzt Lex Luthor, gespielt von Nicholas Hoult, erst einmal hinter Gittern. Doch wer glaubt, dass das hochintelligente Genie damit aus dem Spiel ist, täuscht sich gewaltig. Er kommt zurück – aber anders als erwartet. Regisseur und DC-Boss James Gunn hat höchstpersönlich bestätigt, dass "Man of Tomorrow" kein klassisches Held-gegen-Schurke-Szenario wird. Stattdessen dreht sich die zentrale Storyline um eine widerwillige, fast schon erzwungene Allianz zwischen Superman und Lex Luthor.

Das macht auch den Titel des Films interessant: Wieso "Man of Tomorrow"? In den Comics ist das ein gängiger Spitzname für Superman. Doch James Gunns Drehbuch könnte damit auf eine Zweideutigkeit anspielen: Lex Luthor sieht sich selbst mit seinem gigantischen Ego als den wahren "Mann von Morgen". Er glaubt fest daran, dass die Menschheit nicht von einem Alien gerettet werden darf, sondern aus eigener menschlicher Kraft heraus überleben und sich weiterentwickeln muss. In seinen Augen hat Superman ihm diese Retter-Rolle gestohlen. Diese tiefe ideologische Kluft dürfte die Team-Up-Dynamik im Film extrem brisant machen. Man kann fast darauf wetten, dass Lex Luthor, sobald die gemeinsame Bedrohung abgewendet ist, direkt versuchen wird, Superman in den Rücken zu fallen.

Das Live-Action-Debüt des Warsuits

Um überhaupt in einem Team mit Superman agieren zu können, muss Lex auch physisch mithalten können. Und hier kommen wir zu einer echten Neuerung: Der legendäre Warsuit ist da! Was einst nur durch Social-Media-Artworks angeteast wurde, ist mittlerweile Realität. Nicholas Hoult wird im neuen Film tatsächlich in die ikonische, hochtechnologische Rüstung steigen. Erste Eindrücke vom Set zeigen: Es gibt sogar ein echtes Kostüm und nicht nur reines CGI. Der Anzug verleiht Luthor übermenschliche Stärke, Energiestrahlen und Kraftfelder. Wir sind gespannt, wie das ganze am Ende in Action aussehen wird!

Brainiac: Die Inkarnation des Satans

Doch was für eine gigantische Gefahr muss das sein, die Lex Luthor dazu zwingt, mit dem verhassten Superman zusammenzuarbeiten? Die Antwort ist ein Name, auf den DC-Fans seit über einem Jahrzehnt gewartet haben: Brainiac. Im Dezember 2025 ließ James Gunn endlich die Bombe platzen und bestätigte das offizielle Casting für den außerirdischen Androiden.

Die Rolle übernimmt dabei niemand Geringeres als der deutsche Schauspieler Lars Eidinger. Das Casting mag auf den ersten Blick unkonventionell wirken, doch Eidingers bisherige Aussagen versprechen Großes. In Interviews bezeichnete er seine Herangehensweise an die Figur düster als die "Inkarnation des Satans". Das deutet auf einen extrem bedrohlichen, kalten und furchteinflößenden Antagonisten hin.

Brainiac ist ein technologischer Koloss, ein Eroberer, der Zivilisationen assimiliert und Städte schrumpft. Was ihn so gefährlich macht, ist sein absolut unerbittlicher, kalter Intellekt. In den Comics wird er oft als ein Wesen dargestellt, das Wissen über alles stellt – er sieht das Universum nicht als Lebensraum, sondern als Archiv, das er durch die Auslöschung ganzer Kulturen vervollständigen muss. Das macht ihn zum perfekten Gegenpol zu Superman: Während Clark Kent für die Empathie und die unbedingte Rettung jedes Einzelnen steht, verkörpert Brainiac die totale, gefühlslose Optimierung, die Leben nur als Datenpunkte in einer endlosen Sammlung betrachtet.

Dass diese übermächtige Intelligenz nun auf der Erde aufschlägt, zwingt Lex Luthor in die Kooperation. Für Luthor ist die Erde sein Eigentum, sein Spielfeld. Er wird es nicht zulassen, dass eine außerirdische KI ihm seinen Planeten wegnimmt. Dadurch entsteht ein packendes Dreieck der Motivationen: Superman will die Menschen beschützen, Brainiac will sie assimilieren, und Lex will sein eigenes Imperium verteidigen.
Das erste große DCU-Crossover: Ein Risiko?

Wer dachte, "Man of Tomorrow" wird einfach nur ein geradliniger zweiter Teil, hat die ambitionierten Pläne der DC-Studios unterschätzt. James Gunn sieht darin weniger ein Sequel als eher ein Crossover-Event, das verschiedene Charaktere des Universums zusammenbringt. Während das MCU in seinen Anfängen Jahre und etliche Solofilme brauchte, um seine Helden zusammenzuführen, drückt Gunn im DCU also sofort aufs Gaspedal. Viele Fans hatten aber genau das schon damals beim DCEU kritisiert. Wir werden sehen, ob es diesmal besser funktioniert.

Der Cast

Aber wer ist jetzt eigentlich dabei? Natürlich kehren David Corenswet als Clark Kent, Rachel Brosnahan als Reporterin Lois Lane und Skyler Gisondo als Jimmy Olsen zurück. Milly Alcock wird nach den Ereignissen des ersten Films erneut als Supergirl auftreten – ihre Geschichte wurde erst vor kurzem in ihrem eigenen Solofilm vertieft. Auch die "Justice Gang" ist wieder am Start: Nathan Fillion schlüpft wieder in die Rolle des kantigen Green Lantern Guy Gardner, Isabela Merced hebt als Hawkgirl ab und Edi Gathegi kehrt als hochintelligenter Mister Terrific zurück.

James Gunn hat zudem verraten, dass der ominöse Geschäftsmann Maxwell Lord einen bedeutenden Auftritt im Film haben wird. Er will mit der Figur aber wieder zu seinen komplexeren Ursprüngen aus den Comics – demnach erwartet uns kein typischer Schurke wie in "Wonder Woman 1984". In der zweiten Staffel von "Peacemaker" wurde die Rolle vom Bruder des Regisseurs gespielt: Sean Gunn.

In der Cast-Liste tauchen aber auch einige weitere prominente Namen auf: Das sind neben alten Bekannten aus dem ersten "Superman"-Film auch Matthew Lillard in einer noch unbekannten Rolle und Aaron Pierre als John Stewart. Er spielt die Rolle auch in der "Lanterns"-Serie.

Die aus "Andor" bekannte Adria Arjona soll wiederum die Alienkönigin Maxima verkörpern. In den Comics hat sie es vor allem auf Superman abgesehen, der in ihren Augen der einzige Mann ist, der es wert ist, ihr Partner und König zu werden – wir erahnen hier ein unterhaltsames Konfliktpotential mit Lois Lane im Kampf um Clark.

Bei so vielen Figuren könnte der Film schnell überladen wirken – eine Gefahr vor allem für Casual-Zuschauer, die nicht so tief in der Materie stecken. Allerdings: Wenn jemand große Ensembles mühelos jonglieren und jedem Charakter emotionale Tiefe verleihen kann, dann ist das James Gunn – siehe Filme wie "Guardians of the Galaxy" oder "The Suicide Squad".

Das passiert gerade hinter den Kulissen

Was den Status der Produktion angeht, sind wir bereits mittendrin! Seit April 2026 laufen die Dreharbeiten auf Hochtouren – unter dem mysteriösen Arbeitstitel "Exodus". Gunn hält die Fans dabei mit kleinen Teasern wie einer "Exodus Bingo"-Karte bei Laune. Gedreht wird für dieses massive Projekt unter anderem in den hochmodernen Trilith Studios in Atlanta, sowie an Locations in Cincinnati und im Vereinigten Königreich.

Wir dürfen zwar keine der bisher geleakten Setfotos zeigen, aber soviel sei verraten: Supermans Anzug wurde leicht überarbeitet: Er sieht jetzt etwas muskulöser aus – ein Kritikpunkt einiger Fans beim Vorgängerfilm. Den finalen Look sehen wir wohl spätestens im ersten Trailer für den neuen Superman-Film – aber der dürfte noch etwas auf sich warten lassen: Der Kinostart für "Man of Tomorrow" ist am 8. Juli 2027.

Unser Fazit zu Man of Tomorrow

Eins ist sicher: Die Fortsetzung wird ein absolutes Main-Event für das DCU: Die Meinungen zum Startschuss "Superman" gehen bis heute auseinander: Die einen feiern den typischen lockeren Ton eines James Gunn, die anderen vermissen den kompromisslosen Stil von Zack Snyder. Nach "Supergirl" wird "Man of Tomorrow" wohl endgültig zementieren, was wir vom DCU zu erwarten haben – mal abgesehen von spezielleren Einträgen wie dem kommenden Horrofilm "Clayface" um den gleichnamigen Batman-Bösewicht. Oder von der Fortsetzung "The Batman 2", die sowieso ihr eigenes Ding sein wird.