The Amazing Spider-Man 3: Andrew Garfield nennt Bedingung für ein mögliches Comeback
Diese Idee dürfte für Interesse unter den Fans sorgen!
Während "Spider-Man: Brand New Day" derzeit weltweit die Kinokassen dominiert, hat sich nun auch Andrew Garfield zu einer möglichen Rückkehr als Peter Parker geäußert. Allerdings unter einer ganz bestimmten Bedingung.
Im Podcast "The Discourse" von The Playlist erklärte er, dass ihn eine Rückkehr nur dann reizen würde, wenn das Projekt etwas vollkommen Ungewöhnliches wagt. Für ihn müsste ein neuer "Spider-Man"-Film radikal anders sein als alles, was das Publikum bisher aus dem Superhelden-Genre kennt. Dafür brachte er selbst einen ungewöhnlichen Vorschlag ins Spiel: einen "Spider-Man"-Roadtrip-Film.
Die große Frage bleibt natürlich, ob Sony Pictures und Marvel Studios bereit wären, eine Art "Logan" im "Spider-Man"-Universum umzusetzen. Am Interesse der Fans dürfte es unserer Meinung nach aber nicht scheitern. Immerhin schlugen auch die "Spider-Verse"-Filme sowohl optisch als auch inhaltlich ganz eigene Wege ein.
Die The Amazing Spider-Man-Filme mit Andrew Garfield: Ein Überblick über Sonys Neustart des Marvel-Helden
Mit "The Amazing Spider-Man" (2012) und "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" (2014) startete Sony Pictures Anfang der 2010er-Jahre einen neuen Versuch, "Spider-Man" auf der großen Leinwand zu etablieren. Nach dem Ende von Sam Raimis erfolgreicher Trilogie mit Tobey Maguire entschied sich das Studio überraschend schnell für einen kompletten Neustart der Reihe. Die Hauptrolle übernahm Andrew Garfield, der dem berühmten Marvel-Helden eine deutlich modernere und emotionalere Interpretation verlieh.
Obwohl die Filmreihe nur aus zwei Teilen besteht und nie den ursprünglich geplanten Abschluss erhielt, hat sie sich im Laufe der Jahre einen festen Platz unter den "Spider-Man"-Verfilmungen gesichert. Vor allem Garfields Darstellung von Peter Parker wird heute von vielen Fans besonders geschätzt.
Ein moderner Neustart für Spider-Man
Der erste Film "The Amazing Spider-Man" erschien 2012 unter der Regie von Marc Webb, der zuvor vor allem durch das romantische Drama "500 Days of Summer" bekannt geworden war. Schon diese Personalentscheidung zeigte, dass Sony einen anderen Weg einschlagen wollte als bei der vorherigen Trilogie. Statt eines klassischen Comic-Abenteuers sollte ein stärker auf die Figuren konzentrierter Film entstehen.
Der Film erzählt die Ursprungsgeschichte von Peter Parker in einer neuen Version, konzentriert sich aber weniger auf die bekannten Stationen der Figur als auf ihre persönliche Entwicklung und ihre familiären Hintergründe. Gleichzeitig führt er Gwen Stacy als zentrale Figur ein, die von Emma Stone gespielt wird. Ihre Beziehung zu Peter Parker bildet das emotionale Zentrum der gesamten Reihe.
Visuell setzte der Film auf einen moderneren Stil als die Raimi-Filme. Die Action wirkte dynamischer, die Kameraführung beweglicher und "Spider-Mans" Fortbewegung durch New York wurde besonders aufwendig inszeniert. Auch die Entscheidung, Peter seine Netzwerfer selbst entwickeln zu lassen, orientierte sich stärker an den Comicvorlagen.

Andrew Garfield als Peter Parker
Ein wesentlicher Unterschied zu früheren Verfilmungen war Andrew Garfields Interpretation der Hauptfigur. Sein Peter Parker ist selbstbewusst, intelligent, humorvoll und gleichzeitig verletzlich. Er wirkt weniger wie ein klassischer Außenseiter und mehr wie ein junger Mensch, der seinen Platz in der Welt sucht und mit persönlichen Verlusten sowie familiären Fragen kämpft.
Besonders häufig gelobt wurde Garfields Chemie mit Emma Stone, die auch außerhalb der Dreharbeiten ein Paar wurden. Viele Zuschauer empfanden ihre gemeinsame Leinwandpräsenz als außergewöhnlich natürlich und glaubwürdig. Dadurch gewann die Liebesgeschichte zwischen Peter und Gwen eine emotionale Intensität, die für viele Fans bis heute zu den größten Stärken der beiden Filme gehört.
The Amazing Spider-Man 2: Größer, spektakulärer und ambitionierter
Mit "The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro" setzte Sony 2014 die Geschichte fort und vergrößerte den erzählerischen Umfang deutlich. Der Film führte mehrere neue Figuren ein, darunter Electro und Harry Osborn, und deutete gleichzeitig Pläne für ein umfangreicheres "Spider-Man"-Filmuniversum an.
Das Studio wollte damals ein eigenes Netzwerk aus Filmen rund um Spider-Man aufbauen, ähnlich wie Marvel Studios mit dem MCU. Geplant waren unter anderem Spin-offs über die "Sinister Six" und weitere bekannte Figuren aus dem "Spider-Man"-Kosmos. Diese Ambitionen spiegeln sich im zweiten Film deutlich wider, der zahlreiche Handlungsstränge und zukünftige Entwicklungen vorbereitet.
Technisch gehörte der Film zu den aufwendigsten Comicproduktionen seiner Zeit. Die Spezialeffekte, die Darstellung von New York und die actionreichen "Spider-Man"-Sequenzen wurden vielfach gelobt. Gleichzeitig wurde der Film jedoch auch dafür kritisiert, dass er zu viele Figuren und Ideen gleichzeitig unterbringen wollte.
![Bild zu THE AMAZING SPIDER-MAN 2: Offizieller Trailer Deutsch German | 2014 Marvel [HD]](https://cdn.kinocheck.com/i/w=360/8v1xh2084a.jpg)
Warum die Reihe nach zwei Filmen endete
Trotz guter Einspielergebnisse blieb "The Amazing Spider-Man 2" hinter den Erwartungen von Sony zurück. Vor allem die gemischte Kritikerresonanz und die Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung des Franchises führten dazu, dass die geplanten Fortsetzungen und Spin-offs letztlich eingestellt wurden.
Stattdessen schloss Sony eine Vereinbarung mit Marvel Studios, wodurch "Spider-Man" in das Marvel Cinematic Universe integriert wurde. Tom Holland übernahm die Rolle des Peter Parker und debütierte 2016 in "Captain America: Civil War". Damit endete die Amazing-Reihe früher als ursprünglich vorgesehen.
Die späte Wiederentdeckung der Filme
In den Jahren nach ihrem Ende wurden die beiden Filme zunehmend positiver bewertet. Viele Fans begannen, die emotionale Ausrichtung, die starke Darstellung von Peter Parker und die Beziehung zwischen Peter und Gwen stärker zu würdigen. Auch Andrew Garfields humorvoller und zugleich verletzlicher "Spider-Man" gewann rückblickend an Popularität.
Den entscheidenden Schub erhielt diese Neubewertung durch "Spider-Man: No Way Home" (2021). Garfields Rückkehr als "Spider-Man" wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und führte dazu, dass viele Zuschauer die beiden "Amazing"-Filme erneut entdeckten. Plötzlich wurde intensiver darüber diskutiert, wie viel Potenzial in dieser Version der Figur steckte und ob Andrew Garfield eines Tages noch einmal einen eigenen "Spider-Man"-Film erhalten könnte.
Ein unvollendetes, aber wichtiges Kapitel
Die "The Amazing Spider-Man"-Reihe blieb letztlich ein unvollendetes Projekt. Dennoch spielte sie eine wichtige Rolle in der Entwicklung der "Spider-Man"-Filme. Sie zeigte, dass dieselbe Comicfigur innerhalb weniger Jahre völlig unterschiedlich interpretiert werden kann, und bereitete in gewisser Weise den Weg für spätere, experimentierfreudigere Ansätze im Superheldengenre.
Vor allem Andrew Garfield hinterließ mit seiner Darstellung einen bleibenden Eindruck. Seine Version von Peter Parker gilt heute für viele Fans als eine der emotionalsten und menschlichsten Interpretationen des Marvel-Helden. Auch wenn die Reihe nur zwei Filme umfasst, bleibt sie ein bedeutender Bestandteil der modernen "Spider-Man"-Geschichte und ein Kapitel, das lange unterschätzt wurde und inzwischen deutlich mehr Anerkennung erfährt als noch zur Zeit seiner Veröffentlichung.
![Bild zu THE AMAZING SPIDER-MAN 2 Final Trailer Deutsch German | 2014 [HD]](https://cdn.kinocheck.com/i/w=360/s58rkr3453.jpg)