Ray Gunn: Erste Bilder und Story-Details zum neuen Film von Brad Bird

Der Animationsfilm wird auf Netflix erscheinen

Von Carlos Corbelle Fraga am 3 min Lesezeit

Mit "Ray Gunn" erwartet uns ein neuer Film vom Macher der "Incredibles": Brad Bird. Ein genaues Startdatum des Animationsfilms steht noch nicht fest. Allerdings soll "Ray Gunn" 2026 auf Netflix erscheinen, wie der Streamingdienst bekannt gab. Einen ersten Eindruck vermitteln die Bilder, die ihr unserem Artikel sehen könnt.

"Ray Gunn" spielt in einer alternativen Zukunft. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Titelheld Raymond Gunn, ein Privatdetektiv, der in der gigantischen Stadt Metropia eine Ausnahmeerscheinung darstellt. Denn: In dieser Welt wurde der Großteil der Ermittlungsarbeit von Maschinen übernommen. Schon bald wird Gunn in einen Fall hineingezogen, in dem es um Aliens und Mord geht. Und um Venus Nova, den berühmtesten Pop-Star der Welt. Trotz des Erfolgs werden ihre Skandale zum Problem für die Künstlerin: Nicht nur ihre Karriere steht dabei auf dem Spiel – sondern möglicherweise auch ihr Leben.

Namhafte Synchronsprecher für Raymond Gunn und Venus Nova

Für die beiden Protagonisten konnten zwei namhafte Synchronsprecher gewonnen werden. Die Figur des Raymond Gunn wird von Sam Rockwell gesprochen, der für "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" den Oscar als bester Nebendarsteller gewann und zuletzt im Science-Fiction-Film "Good Luck, Have Fun, Don't Die" zu sehen war. Scarlett Johansson leiht wiederum Venus Nova ihre Stimme. Die Darstellerin hat ebenfalls eine beeindruckende Filmographie vorzuweisen. Neben kleineren Dramen wie "Marriage Story" tritt sie auch in Blockbustern wie "Jurassic World: Die Wiedergeburt" auf. Zu ihren bekanntesten Rollen gehört die Superheldin Black Widow, die bereits in mehreren Filmen des Marvel Cinematic Universe bei der Rettung der Welt behilflich war. Über die Arbeit an "Ray Gunn" äußert sie sich begeistert. Netflix zitiert sie mit den Worten:

"Mit Brad Bird zusammenarbeiten zu können, ist ein Meilenstein in meiner Karriere. Ich liebe seine Arbeit schon mein ganzes Leben lang. Dieses Projekt ist etwas ganz Besonderes, weil es perfekt zur Geltung bringt, wo Brad in seinem künstlerischen Werdegang gerade steht. Ich kann es kaum erwarten, dass das Publikum diese außergewöhnliche Animation sieht, die ihresgleichen sucht."

Eine weitere Rolle im Animationsfilm übernimmt Tom Waits. Der Musiker und Schauspieler spricht Eyera, ein einäugiges Alien, dem der Protagonist Raymond Gunn wie keinem zweiten vertraut.

"Eine Mischung aus Sci-Fi und klassischen Detektivfilmen der 40er Jahre"

Brad Bird zeichnet bei "Ray Gunn" als Regisseur und Produzent verantwortlich. Zudem hat er gemeinsam mit Matthew Robbins das Drehbuch geschrieben. Die Idee zu "Ray Gunn" existiert bereits seit über 30 Jahren in Birds Kopf. Der retrofuturistische Look des Animationsfilms resultiert aus einem Mix zweier Genres, die ihm von Beginn an vorschwebten. Von Netflix wird er dazu folgendermaßen zitiert:

"Es sollte von Anfang an eine Mischung aus Sci-Fi und klassischen Detektivfilmen der 40er Jahre sein."

Dabei soll "Ray Gunn" wieder mal beweisen, dass Animationsfilme nicht nur etwas für Kinder sind – und somit mit einem Vorurteil aufräumen, das sich trotz zahlloser Gegenbeispiele immer noch hartnäckig hält. Für Bird steht fest:

"Animation ist ein viel zu interessantes Medium, als dass man einschränken könnte, welche Art von Storys damit erzählt wird."

Brad Bird: Animations-Hits und Mission Impossible

Seine Liebe zur Animationskunst kam bereits in Brad Birds Regieerstling "Der Gigant aus dem All" zur Geltung. Der Animationsfilm über die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem riesigen Roboter überzeugte die Kritiker und legte den Grundstein für weitere gefeierte Filme. Darunter die Pixar-Hits "The Incredibles" und "Ratatouille". Neben den Animationsfilmen hat sich Bird aber auch im Live-Action-Bereich hervorgetan. Sein "Mission: Impossible"-Film "Phantom Protokoll" gehört zu den Highlights der Action-Reihe mit Tom Cruise.

Und was bringt die Zukunft? Neben "Ray Gunn" ist auch ein weiterer Teil der "Incredibles" in der Mache. 2028 soll das dritte Abenteuer der titelgebenden Superhelden-Familie folgen. Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen der erfolgreichen Animationsfilmreihe wird "Incredibles 3" aber nicht von Brad Bird inszeniert. Regie führt diesmal Peter Sohn. Allerdings ist Bird erneut an der Story beteiligt.

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