Erste Handlungsdetails zu Fluch der Karibik 6!

Endlich kommt das neue Piratenabenteuer in Fahrt!

Von Jonas Reichel am 5 min Lesezeit

Seit fast einem Jahrzehnt warten Fans sehnsüchtig auf ein neues Abenteuer aus dem "Fluch der Karibik"-Universum. In den vergangenen Jahren kursierten immer wieder zahlreiche Ideen, wie das Franchise weitergeführt werden könnte – nun scheint es aber konkret zu werden. Der Hollywood-Insider Jeff Sneider gab erste Handlungsdetails zu "Fluch der Karibik 6" bekannt.

Demnach soll eine neue Hauptfigur in den Mittelpunkt rücken: der Sohn von Jack Sparrow. Dieser wurde bisher noch nie gezeigt. Allerdings gab es schon am Ende von "Fremde Gezeiten" einen kleinen Teaser zu der Idee. Angeblich stehen die Chancen gut, dass nicht etwa Penélope Cruz die Mutter verkörpern wird, sondern Margot Robbie. Ihre geplante Beteiligung an dem Projekt wurde schon seit längerem bestätigt. Für das aktuelle Drehbuch von "Fluch der Karibik 6" ist laut Jeff Sneider Krysty Wilson-Cairns im Gespräch. Sie war unter anderem für den Kriegsfilm "1917" verantwortlich.

Eine entscheidende Frage bleibt jedoch offen: Welche Rolle spielt Johnny Depp? Für viele Fans ist ein "Fluch der Karibik"-Film ohne Jack Sparrow undenkbar. Im letzten Jahr machten immer wieder Gerüchte die Runde, dass er an der Seite von Orlando Bloom und Keira Knightley zurückkehren wird. Allerdings sind das natürlich auch Nachrichten, die viele Fans gerne hören wollen.

Weitere Details zur Produktion sind immer noch nicht bekannt. Aber: An der Spitze von Disney gab es vor Kurzem einen Führungswechsel – und die neuen Chefs betrachten den Film angeblich als große Priorität. Wir bleiben also gespannt, wann das Projekt endlich Fahrt aufnimmt.

Fluch der Karibik: Die legendäre Abenteuerreihe im Rückblick!

Als "Fluch der Karibik" im Jahr 2003 erschien, war der Überraschungseffekt groß. Piratenfilme galten als finanzielles Risiko, und die Vorlage – eine Themenpark-Attraktion von Disney – ließ nicht gerade auf cineastische Größe schließen. Doch der Film entwickelte sich schnell zu einem weltweiten Erfolg. Regisseur Gore Verbinski kombinierte klassische Abenteuerfilm-Elemente mit Fantasy, Humor und düsteren Untertönen.

Im Zentrum der Geschichte stehen der idealistische Schmied Will Turner, die selbstbewusste Elizabeth Swann und der ebenso geniale wie exzentrische Captain Jack Sparrow. Besonders Johnny Depps Interpretation der Piratenfigur prägte den Film nachhaltig. Sein Jack Sparrow war kein klassischer Held, sondern ein trickreicher Überlebenskünstler mit schwankendem Gang, scharfem Verstand und unberechenbarem Humor. Der Film überzeugte zudem mit einem mythologischen Fluch, starken Nebenfiguren und einem eingängigen Soundtrack von Hans Zimmer und Klaus Badelt.

Fluch der Karibik 1: Der Grundstein des Erfolgs

Der erste Film lebt von seiner klaren Erzählstruktur und dem gelungenen Zusammenspiel der Hauptfiguren. Will Turners Suche nach Elizabeth, die von verfluchten Piraten entführt wird, verknüpft sich mit Jack Sparrows Versuch, sein Schiff zurückzuerlangen. Der Fluch der Crew um Captain Barbossa – Untote bei Mondlicht – verlieh der Geschichte eine düstere Note, die sich deutlich von typischen Familienfilmen abhob.

"Fluch der Karibik 1" war zugleich abgeschlossen und offen genug, um eine Fortsetzung zu ermöglichen. Der enorme Kassenerfolg machte schnell klar, dass Disney aus dem Stoff eine große Reihe entwickeln würde.

Bild zu FLUCH DER KARIBIK Trailer German Deutsch (2003)

Fluch der Karibik 2: Größer, düsterer, komplexer

Mit "Dead Man's Chest" aus dem Jahr 2006 schlug die Reihe deutlich ernstere Töne an. Die Handlung wurde komplexer, die Mythologie ausgeweitet und neue Figuren eingeführt. Besonders Davy Jones, der geisterhafte Kapitän der Flying Dutchman, stach als Antagonist hervor. Mit tentakelartigem Gesicht und tragischer Hintergrundgeschichte zählt er bis heute zu den eindrucksvollsten Schurken des Franchises.

Der zweite Teil setzte stärker auf spektakuläre Action und visuelle Effekte, verlor dabei jedoch etwas von der Leichtigkeit des Originals. Jack Sparrow rückte nun noch stärker ins Zentrum, während Will und Elizabeth mit moralischen Grauzonen konfrontiert wurden. Der Film endete mit einem dramatischen Cliffhanger – ein mutiger Schritt für ein Blockbuster-Franchise.

Am Ende der Welt: Das überladene Finale der Trilogie

"Am Ende der Welt" (2007) schloss die ursprüngliche Trilogie ab. Der Film versuchte, alle offenen Handlungsstränge zusammenzuführen und die Piratenwelt auf eine epische Ebene zu heben. Mehrere Piratenfürsten, eine Göttin der Meere, politische Intrigen und eine große Seeschlacht bestimmten das Geschehen.

So ambitioniert der Film auch war, er galt vielen Zuschauern als überfrachtet. Die Handlung wirkte stellenweise unübersichtlich, und der Humor trat hinter der Mythologie zurück. Dennoch bot der dritte Teil emotionale Höhepunkte, insbesondere für die Figuren Will Turner und Elizabeth Swann, deren Entwicklung hier ihren Abschluss fand. Die Trilogie endete damit zwar nicht perfekt, aber dennoch würdig.

Fremde Gezeiten: Ein Neuanfang mit bekanntem Gesicht

Mit "Fremde Gezeiten" (2011) wagte Disney einen Neustart innerhalb der Reihe. Will und Elizabeth spielten keine Rolle mehr, stattdessen stand Jack Sparrow nun uneingeschränkt im Mittelpunkt. An seiner Seite trat Angelica, gespielt von Penélope Cruz, eine neue Figur mit persönlicher Verbindung zu Jack.

Der Film setzte auf eine neue Legende – den Jungbrunnen – und erzählte eine vergleichsweise abgeschlossene Geschichte. Zwar fehlte die emotionale Tiefe der ursprünglichen Trilogie, doch der Film punktete mit klassischen Abenteuermotiven und frischen Figuren. Kritiker bemängelten jedoch, dass sich die Reihe zunehmend auf Jack Sparrows Popularität verließ.

Salazars Rache: Ermüdungserscheinungen eines Franchises

Der bislang letzte Teil, "Salazars Rache" aus dem Jahr 2017, versuchte, alte und neue Elemente zu verbinden. Mit dem spanischen Geisterpiraten Captain Salazar wurde ein neuer Gegenspieler eingeführt, während mit Henry Turner und Carina Smyth eine jüngere Generation in den Fokus rückte. Trotz solider Ansätze wirkte der Film wie eine Wiederholung bekannter Muster. Jack Sparrow erschien weniger clever und mehr zur Karikatur seiner selbst geworden. Zwar sorgten Nostalgie und Rückkehr alter Figuren für Fanservice, doch insgesamt wurde deutlich, dass die Reihe kreative Probleme hatte.

Das Vermächtnis der Reihe

Die "Fluch der Karibik"-Filme haben das Abenteuerkino der 2000er-Jahre maßgeblich geprägt. Sie bewiesen, dass klassische Genres mit moderner Inszenierung und charismatischen Figuren ein großes Publikum erreichen können. Vor allem Johnny Depps Jack Sparrow wurde zu einer der ikonischsten Filmfiguren seiner Zeit.

Gleichzeitig zeigt die Reihe exemplarisch, wie schwierig es ist, einen einmaligen Erfolg über viele Filme hinweg aufrechtzuerhalten. Während die ersten Teile als moderne Klassiker gelten, kämpfen die späteren Filme mit Ermüdungserscheinungen. Dennoch bleibt "Fluch der Karibik" ein prägendes Kapitel der Filmgeschichte – voller Magie, Abenteuer und Seemannsgarn.

Bild zu FLUCH DER KARIBIK 5 Trailer German Deutsch (2017)