Stargate-Rückkehr gescheitert: Neue Amazon-Serie schon wieder Geschichte

Es gibt jedoch noch Hoffnung für die ikonische Science-Fiction-Saga

Von Konstantin Koos am 3 min Lesezeit

Schlechte Nachrichten für "Stargate"-Fans: Noch im November 2025 teilte Amazon mit, dass eine neue Serie der Science-Fiction-Saga entwickelt wird. Doch gut ein halbes Jahr später ist diese schon wieder Geschichte. Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, wurde das neue "Stargate"-Projekt abgesägt. Der langjährige "Stargate"-Autor Joseph Mallozzi bestätigte die Nachricht via Social Media.

Variety liefert außerdem die angeblichen Gründe hinter dieser Entscheidung. Demnach seien sich die Verantwortlichen bei Prime Video unsicher, wie viele Zuschauer die Serie ansprechen würde. Zwar hat "Stargate" ohne Frage eine treue Fangemeinde – doch hätte die neue Serie auch darüber hinaus neue Zuschauer für sich gewinnen können? Bei Amazon scheint man davon wohl nicht restlos überzeugt zu sein.

Das Projekt wurde von "Stargate"-Veteran Martin Gero entwickelt. Laut dem Portal Deadline wurde bereits ein Autorenteam zusammengestellt. Auch die Pre-Production in Großbritannien habe bereits begonnen. Die Serie war nicht als Reboot angelegt, sondern wurde als "brandneues Kapitel im 'Stargate'-Universum" beschrieben. Gleichzeitig betonte Gero, dass man auch neue Zuschauer begeistern möchte. Konkrete inhaltliche Details zur Serie sind allerdings nicht bekannt.

Obwohl sich Amazon nun wohl gegen diesen Ansatz entschieden hat, plant man laut Variety am Franchise festzuhalten. Man suche weiterhin nach Wegen, um "Stargate" zurückzubringen. Auch Gero soll in Zukunft Projekte für Prime Video entwickeln. Fans der Sci-Fi-Saga müssen nun darauf hoffen, dass dieser Prozess nicht allzu lange dauern wird.

Das Phänomen Stargate

Das "Stargate"-Franchise gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Science-Fiction-Welten. Seinen Ursprung hat es im gleichnamigen Kinofilm von Roland Emmerich aus dem Jahr 1994. Darin entdecken Forscher ein uraltes außerirdisches Portal, das Reisen zu weit entfernten Planeten ermöglicht. Die Mischung aus Science-Fiction, Abenteuer und Mythologie traf den Nerv des Publikums und legte den Grundstein für ein weit verzweigtes Universum.

Die erste Serie: Stargate SG-1

Seinen größten Erfolg feierte "Stargate" allerdings nicht im Kino, sondern im Fernsehen. 1997 startete die Serie "Stargate SG-1", die die Handlung des Films fortsetzte und über zehn Staffeln hinweg lief. Im Mittelpunkt stand ein Team des geheimen Stargate-Programms der US-Luftwaffe, das durch das Sternentor ferne Welten erkundet und sich zahlreichen außerirdischen Bedrohungen stellt. Mit knapp über 200 Episoden entwickelte sich "SG-1" zu einer der langlebigsten Science-Fiction-Serien überhaupt.

Weitere Filme und Serien

Der Erfolg führte zu mehreren Ablegern. "Stargate Atlantis" verlagerte die Handlung in die sagenumwobene Stadt Atlantis in einer anderen Galaxie und etablierte sich schnell als Fanliebling. Später folgte mit "Stargate Universe" eine stärker serialisierte Interpretation des Konzepts. Ergänzt wurde das Franchise durch die Fernsehfilme "Stargate: The Ark of Truth" und "Stargate: Continuum" sowie die Serien "Stargate Origins" und "Stargate: Infinity", die jedoch nicht an die Popularität der Hauptserien anknüpfen konnten.

Ein langlebiges Franchise

Die anhaltende Beliebtheit von "Stargate" lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen. Ein wichtiger Aspekt ist die gelungene Verbindung von Science-Fiction und Mythologie. Hinzu kommt der vergleichsweise bodenständige Ansatz der Reihe. Anders als viele andere Science-Fiction-Franchises spielt "Stargate" in der Gegenwart und beginnt auf der Erde. Gerade auch die Dynamik zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Teams trug wesentlich zur Popularität bei.

Ein weiterer Grund für die Langlebigkeit des Franchise ist seine Balance zwischen abgeschlossenen Abenteuern und übergreifenden Handlungsbögen. Die Serien boten einerseits eigenständige Geschichten über neue Welten und Kulturen, entwickelten andererseits aber auch langfristige Konflikte mit wiederkehrenden Gegnern. Dadurch konnten sowohl Gelegenheitszuschauer als auch eingefleischte Fans angesprochen werden.

Eine treue Fangemeinde

Nicht zuletzt profitierte "Stargate" von einer außergewöhnlich engagierten Fangemeinde. Auch Jahre nach dem Ende der letzten großen Serie bleibt das Interesse an dem Universum hoch. Regelmäßig werden neue Projekte diskutiert, Fanveranstaltungen organisiert und alte Episoden neu entdeckt. Die wiederkehrenden Versuche verschiedener Studios, das Franchise fortzuführen, zeigen, dass "Stargate" bis heute eine treue Fangemeinde hat.

Gerade deshalb sorgt die jüngste Absage der geplanten Amazon-Serie für Enttäuschung. Sie verdeutlicht zugleich die zentrale Herausforderung, vor der jede neue "Stargate"-Produktion steht: Einerseits erwarten langjährige Fans eine Fortsetzung des etablierten Universums, andererseits muss ein neues Projekt genügend frische Ideen mitbringen, um auch ein modernes Publikum zu erreichen. Dass Amazon trotz des Rückschlags weiterhin nach Möglichkeiten sucht, "Stargate" zurückzubringen, unterstreicht jedoch die anhaltende Strahlkraft eines der erfolgreichsten Science-Fiction-Franchises der vergangenen Jahrzehnte.