Der gestiefelte Kater 3: Regisseure liefern vielversprechendes Update zur Fortsetzung
Auch andere Charaktere aus "Der letzte Wunsch" könnten zurückkehren
Nach dem weltweiten Erfolg von "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" warten viele Fans sehnsüchtig auf ein neues Abenteuer des beliebten Katers. Nun gibt es ein vielversprechendes Update von den Regisseuren des gefeierten Animationsfilms.
In einem Interview mit The Direct deuteten Joel Crawford und Januel Mercado an, dass DreamWorks offenbar bereits an einem dritten Teil der beliebten Animationsreihe arbeitet. Dabei ließ Mercado durchblicken, dass seiner Einschätzung nach "etwas in der Entwicklung" sei. Eine offizielle Bestätigung ist das zwar nicht, aber immerhin deutet einiges darauf hin, dass sich hinter den Kulissen einiges tut.
Dass DreamWorks Interesse an einer Fortsetzung haben dürfte, überrascht kaum. "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" war ein voller Erfolg und spielte weltweit rund 480 Millionen US-Dollar ein – und das bei einem Budget von etwa 110 Millionen Dollar. Viele Zuschauer und Kritiker bezeichneten den Film sogar als einen der stärksten Beiträge im gesamten "Shrek"-Universum.
Ebenso interessieren sich Crawford und Mercado nicht nur für den Kater selbst, sondern auch für andere Charaktere aus "Der letzte Wunsch". Besonders Goldlöckchen, gesprochen von Florence Pugh, sowie die Bärenfamilie, könnten in einem zukünftigen Film erneut eine wichtige Rolle spielen. Crawford erklärte, dass sie beim Schreiben neuer Geschichten "immer größer denken" würden. Ob wir "Der gestiefelte Kater 3" also eines Tages wirklich zu sehen bekommen werden, bleibt erst mal abzuwarten. Am 30. Juni 2027 können wir uns erst mal auf ein Wiedersehen mit dem sympathischen Oger in "Shrek 5" freuen.

Die gestiefelte Kater: Die Erfolgsgeschichte des charmantesten Helden aus dem Shrek-Universum
Kaum eine Figur aus dem "Shrek"-Universum hat sich so schnell in die Herzen der Zuschauer gespielt wie der gestiefelte Kater. Mit seinem spanischen Akzent, dem übergroßen Ego und dem legendären Bettelblick wurde der von Antonio Banderas gesprochene Kater schon nach seinem ersten Auftritt in "Shrek 2" zu einem der beliebtesten Charaktere der Reihe. Kein Wunder also, dass DreamWorks ihm gleich zwei eigene Kinofilme spendierte: "Der gestiefelte Kater" (2011) und "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" (2022). Beide Filme erzählen eigenständige Abenteuer, unterscheiden sich jedoch deutlich in Ton und Erzählweise.
Der gestiefelte Kater (2011): Der Ursprung eines Helden
Der erste Solo-Film führt zurück in die Vergangenheit des Katers und erzählt, wie aus dem charmanten Draufgänger ein legendärer Held wurde. Gemeinsam mit seinem Jugendfreund Humpty Alexander Dumpty und der gewitzten Diebin Kitty Samtpfote begibt sich der gestiefelte Kater auf die Suche nach den magischen Bohnen, die den Weg zur Gans mit den goldenen Eiern eröffnen sollen.
Der Film kombiniert klassische Märchenfiguren mit Elementen eines Western- und Abenteuerfilms. Verfolgungsjagden, Schwertkämpfe und humorvolle Dialoge sorgen für ein hohes Tempo, während die Geschichte gleichzeitig von Freundschaft, Verrat und Erlösung handelt. Besonders die Dynamik zwischen dem Kater und Humpty Dumpty verleiht dem Film emotionale Tiefe.
Visuell beeindruckte der Film bereits 2011 mit aufwendigen Animationen und detailreichen Kulissen. Zwar blieb "Der gestiefelte Kater" erzählerisch näher an den bekannten "Shrek"-Filmen, doch etablierte er seinen Helden erfolgreich als eigenständige Figur. Der Film wurde weltweit ein großer Kinoerfolg und spielte über 550 Millionen US-Dollar ein.
Der letzte Wunsch (2022): Überraschend tiefgründig
Mehr als ein Jahrzehnt später kehrte der gestiefelte Kater in "Der gestiefelte Kater: Der letzte Wunsch" zurück – und überraschte Publikum wie Kritiker gleichermaßen. Statt eines klassischen Abenteuerfilms erzählt die Fortsetzung eine Geschichte über Vergänglichkeit, Angst und den Wert des Lebens.
Zu Beginn des Films erfährt der Kater, dass er bereits acht seiner neun Leben verbraucht hat. Als ihm schließlich der personifizierte Tod in Gestalt eines furchteinflößenden Wolfs begegnet, muss der sonst so furchtlose Held erkennen, dass selbst Legenden sterblich sind. Zusammen mit Kitty Samtpfote und dem optimistischen Hund Perrito macht er sich auf die Suche nach dem Stern der Wünsche, der ihm sein verlorenes Leben zurückgeben könnte.
Besonders auffällig ist der neue Animationsstil. DreamWorks orientierte sich deutlich an modernen Werken wie "Spider-Man: A New Universe" und kombinierte 3D-Animation mit stilisierten, fast gemäldeartigen Bildern. Das Ergebnis wirkt dynamischer und künstlerischer als der Vorgänger.
Inhaltlich geht die Fortsetzung weit über das hinaus, was viele von einem Familienfilm erwartet hätten. Themen wie Panikattacken, Selbstzweifel und die Akzeptanz der eigenen Endlichkeit werden überraschend einfühlsam behandelt. Gleichzeitig bleibt der Film humorvoll und unterhaltsam, sodass Kinder wie Erwachsene gleichermaßen angesprochen werden.

Zwei Filme, ein außergewöhnlicher Held
Während der erste Film vor allem als charmantes Abenteuer funktioniert, gilt "Der letzte Wunsch" heute für viele als Meisterwerk der modernen Animation. Die Fortsetzung erhielt zahlreiche Auszeichnungen und wurde für den Oscar als bester Animationsfilm nominiert.
Gemeinsam zeigen beide Filme, warum der gestiefelte Kater weit mehr ist als nur eine Nebenfigur aus "Shrek". Er vereint Humor, Mut, Eitelkeit und Verletzlichkeit auf einzigartige Weise und hat sich damit einen festen Platz unter den beliebtesten Animationshelden der vergangenen Jahrzehnte gesichert. Sollte DreamWorks die Reihe fortsetzen, dürfte das Interesse des Publikums größer sein als je zuvor.
