Emmy Awards 2026: Widow's Bay & Matthew Rhys stellen Rekorde auf
Rhys gewinnt zudem für den Netflix-Thriller The Beast in Me
Die Emmys 2026 sind Geschichte und haben den einen oder anderen Gewinner hervorgebracht. Über den gesamten Abend stand jedoch vor allem eine Serie im Mittelpunkt: "Widow's Bay". Mit ihren Preisen stellten sowohl die Apple-Produktion als auch ihr Hauptdarsteller Matthew Rhys Emmy-Rekorde auf.
Widow's Bay räumt rekordverdächtig ab
Kommen wir zu den konkreten Zahlen: "Widow's Bay" wurde in 19 Kategorien nominiert – und gewann ganze 14 (!) davon. Dieses Kunststück ist zuvor noch keiner Serie in der Kategorie Comedy gelungen. "Widow's Bay" erhielt dabei unter anderem den wichtigen Award für die Beste Comedy-Serie. Vom Ensemble der Horrorserie gewannen Matthew Rhys als Bester Hauptdarsteller, Kate O'Flynn als Beste Nebendarstellerin sowie Stephen Root als Bester Nebendarsteller. Weitere Preise erhielten Regisseur Hiro Murai (Beste Regie) sowie Serienschöpferin Katie Dippold (Bestes Writing). Hier findet ihr alle weiteren Gewinner und Nominierten der Emmy Awards 2026.
Matthew Rhys schreibt Emmy-Geschichte
Für Rhys verlief der Abend auch abseits von "Widow's Bay" überaus erfolgreich. Der Schauspieler nahm zudem den Award als Bester Hauptdarsteller in der Kategorie Mini-Serie/Anthologie-Serie/TV-Film mit nach Hause. Hier war er für den Netflix-Thriller "The Beast in Me" nominiert. 2018 konnte Rhys bereits als Bester Hauptdarsteller in einer Dramaserie für den Spionageserie "The Americans" gewinnen. Kein anderer Schauspieler schaffte es bislang in allen drei Hauptdarsteller-Kategorien (Dramaserie, Comedyserie & Miniserie) einen Emmy zu gewinnen.
Kommt Widow's Bay Staffel 2?
Fans der Horror-Comedy können beruhigt sein. "Widow's Bay" wurde bereits für eine zweite Staffel verlängert. Apple TV verkündete die frohe Nachricht erst im Juni 2026. Falls ihr die preisgekrönte Serie bislang noch nicht gesehen habt, könnt ihr das natürlich bei Apple TV nachholen. Hier könnt ihr euch mit dem Trailer einen ersten Eindruck machen:

Darum geht's in Widow's Bay
Die offizielle Handlungsbeschreibung der Serie lautet folgendermaßen: Widow's Bay ist eine idyllische Inselstadt, etwa 40 Meilen vor der Küste Neuenglands. Doch unter der Oberfläche lauert etwas. Bürgermeister Tom Loftis (Matthew Rhys) ist verzweifelt bemüht, seine angeschlagene Gemeinde wiederzubeleben. Es gibt kein WLAN, nur lückenhaften Handyempfang, und er muss sich mit abergläubischen Einwohner:innen auseinandersetzen, die meinen, ihre Insel sei verflucht.
Er möchte, dass diese Leute ihn respektieren. Das tun sie nicht. Sie halten ihn für weich und feige. Und das ist er auch. Doch Loftis ist fest entschlossen, für seinen jugendlichen Sohn eine bessere Zukunft aufzubauen und die Insel in ein Touristenziel zu verwandeln. Wie durch ein Wunder hat er Erfolg: Endlich kommen Tourist:innen. Leider hatten die Einheimischen recht. Nach jahrzehntelanger Ruhe beginnen die alten Geschichten, die viel zu absurd schienen, um wahr zu sein, sich plötzlich wieder zu ereignen.
Rhys gewinnt auch für The Beast in Me
Eine weitere Emmy-Besonderheit ist der doppelte Triumph an einem Abend. Laut dem Portal Variety konnten bislang nur zwei Schauspieler in gleich zwei Schauspiel-Kategorien an einem Abend eine Trophäe gewinnen. Rhys' Emmy-Sieg für "The Beast in Me" kam für Branchenbeobachter dabei etwas überraschend. Im Vorfeld wurde Oscar Isaac ("Beef") als Favorit gehandelt.
Neben dem Emmy-Sieg von Rhys wurde "The Beast in Me" ebenso als Beste Miniserie nominiert, musste sich aber "DTF St. Louis" geschlagen geben. Und auch Hauptdarstellerin Claire Danes erhielt eine Nominierung. Hier könnt ihr die offizielle Handlungsbeschreibung des Netflix-Thrillers nachlesen:
Darum geht's in The Beast in Me
Die erfolgreiche Autorin Aggie Wiggs (Claire Danes) hat sich seit dem tragischen Tod ihres kleinen Sohnes aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Das Schreiben ist für sie unmöglich geworden und sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Doch dann findet sie unerwartet ein Thema für ein neues Buch, als der bekannte Immobilienmogul Nile Jarvis (Matthew Rhys) das Nachbarhaus kauft. Als seine Frau spurlos verschwand, war er der Hauptverdächtige. Aggie fühlt sich von ihm gleichzeitig abgestoßen und fasziniert und will um jeden Preis die Wahrheit herausfinden. In einem möglicherweise lebensbedrohlichen Katz-und-Maus-Spiel jagt sie die Schatten seiner Vergangenheit, um denen ihrer eigenen zu entfliehen.
Hinter "The Beast in Me" steht unter anderem Showrunner Howard Gordon. Der TV-Veteran ist vor allem für den Spionagethriller "Homeland" bekannt, wo er bereits mit Emmy-Preisträgerin Claire Danes zusammenarbeitete. Außerdem gehörte Gordon zum Autorenstab der Actionserie "24", die er von Staffel 5 bis 8 als Showrunner betreute. Mit Thriller-Stoffen kennt sich Gordon also bestens aus. Falls ihr "The Beast in Me" noch nicht gesehen habt, könnt ihr die Serie auf Netflix nachholen. Hier könnt ihr euch auch den Trailer anschauen:
