Die Dreharbeiten der Far Cry-Serie haben begonnen
Jede Staffel soll eine eigene Geschichte erzählen
Die "Far Cry"-Serie macht einen wichtigen Schritt nach vorn! Laut Kamerafrau Polly Morgan haben die Dreharbeiten nun offiziell begonnen. Passend dazu postete sie auf ihrem Instagram-Kanal ein Bild der Filmklappe und schrieb: "Das macht Spaß".
Statt eine der bekannten Geschichten aus den Spielen einfach nur nachzuerzählen, soll "Far Cry" als Anthologie funktionieren. Bedeutet: Jede Staffel erzählt eine eigenständige Geschichte mit neuen Figuren. Das Konzept passt dabei durchaus zur Vorlage. Die einzelnen Games tragen zwar alle denselben Namen, setzen aber auf unterschiedliche Settings und Geschichten. Mal verschlägt es den Spieler auf einen tropischen Inselstaat, mal in die verschneiten Berge oder in die Steinzeit.
Verantwortlich für die neue Serie ist unter anderem Noah Hawley. Der Autor und Produzent ist vorwiegend für "Fargo" und "Alien: Earth" bekannt. Auch die ersten Namen des Casts stehen bereits fest. So werden wir Steve Buscemi, Lizzy Caplan und "It's Always Sunny in Philadelphia"-Star Rob Mac zu sehen bekommen. Welche Rollen die Darsteller konkret übernehmen werden, ist bislang nicht bekannt. Informationen zum Startdatum stehen ebenfalls noch aus. Ausgestrahlt wird die Serie in Deutschland über Disney+.
Darum eignet sich Far Cry besonders gut als Serie
Auf den ersten Blick mag die Vorlage vor allem wegen ihrer spektakulären Action nach einer naheliegenden Wahl für eine TV-Adaption klingen. Tatsächlich bietet die Reihe aber noch einen anderen entscheidenden Vorteil: Sie ist nicht an eine einzige Geschichte oder einen festen Hauptcharakter gebunden. Genau das könnte "Far Cry" zu einem besonders geeigneten Kandidaten für eine Anthologie-Serie machen. Dadurch wäre es möglich, die unterschiedlichen Facetten der Marke auszuspielen und gleichzeitig neue Zuschauer abzuholen. Wer eine Staffel verpasst oder mit einer bestimmten Geschichte wenig anfangen kann, könnte problemlos bei der nächsten wieder einsteigen.
Auch die Themen der Spiele liefern genügend Material für eine Serie. Macht, Gewalt, politische Unterdrückung, Fanatismus und der Kampf ums Überleben gehören zu den wiederkehrenden Motiven der Reihe. Gleichzeitig spielt "Far Cry" immer wieder mit der Frage, wie weit Menschen gehen, wenn sie in extreme Situationen geraten. Daraus könnten neben den erwartbaren Actionmomenten auch düstere und spannende Charaktergeschichten entstehen.
Mehr Zeit für Schurken
Ein weiterer Vorteil sind die ungewöhnlichen Gegenspieler. Figuren wie Vaas Montenegro aus "Far Cry 3" oder Pagan Min aus "Far Cry 4" gehören zu den bekanntesten Charakteren der Reihe. Gerade eine Serienadaption könnte sich mehr Zeit nehmen, solche Figuren aufzubauen und ihre Motive ausführlicher zu beleuchten. Die Vorlage muss also nicht ausschließlich als Vorlage für große Schießereien und Explosionen verstanden werden.
Die Freiheit der Vorlage als Vorteil
Hinzu kommt die offene Struktur der Spiele. "Far Cry" war schon immer eine Reihe, in der Spieler relativ frei durch ihre Umgebung streifen, Nebenmissionen absolvieren und eigene Wege durch die Geschichte finden konnten. Für eine Serie lässt sich dieses Prinzip zwar nicht eins zu eins übertragen, die abwechslungsreichen Welten bieten aber eine hervorragende Grundlage für unterschiedliche Geschichten.
Die Entscheidung, einzelne Staffeln voneinander unabhängig zu erzählen, könnte deshalb genau der richtige Ansatz sein. "Far Cry" muss nicht versuchen, ein über Jahre laufendes Serienuniversum aufzubauen. Viel interessanter ist es, jede Staffel als eigene Geschichte zu behandeln und dabei jeweils einen anderen Teil der Marke hervorzuheben. Damit könnte die Serie genau das aufgreifen, was die Videospielreihe seit Jahren auszeichnet: neue Schauplätze, neue Figuren und neue Formen des Chaos.