Der Teufel trägt Prada 2: Sydney Sweeney wurde aus dem Film gestrichen!

Der "Euphoria"-Star sorgte im vergangenen Jahr für hitzige Diskussionen

Von Jonas Reichel am 3 min Lesezeit

Die Vorfreude auf "Der Teufel trägt Prada 2" ist groß, doch für Fans von Sydney Sweeney gibt es nun einen herben Rückschlag. Obwohl der "Euphoria"-Star bereits einige Szenen für die Fortsetzung gedreht hatte, wird sie im fertigen Film nicht zu sehen sein. Dies geht offenbar auf eine kreative Entscheidung der Macher zurück.

Laut dem Magazin Entertainment Weekly war die Entscheidung, die etwa dreiminütige Szene zu entfernen, keineswegs ein Urteil über Sweeneys Leistung. Vielmehr harmonierte die Sequenz strukturell nicht mit dem Rest des Films. Das Team betonte aber ausdrücklich, wie dankbar man für die Zusammenarbeit mit der Schauspielerin gewesen sei.

In der gestrichenen Szene hätte Sweeney sich selbst verkörpert. Emily Blunts Charakter leitet in der Fortsetzung die US-Niederlassung des Modehauses Dior, und Sweeney wäre dort als prominente Kundin bei einer Anprobe aufgetreten. Einige Branchen-Insider spekulieren wiederum, dass Sweeneys gestrichener Auftritt möglicherweise auch mit ihrem Werbespot für American Eagle im vergangenen Jahr zusammenhängen könnte. Kritiker hatten damals eine unglückliche Wortwahl in der Kampagne als geschmacklose Anspielung interpretiert – ein Vorwurf, der in den sozialen Medien für heftige Diskussionen sorgte.

Die Hauptrollen in "Der Teufel trägt Prada 2" werden erneut von Meryl Streep, Anne Hathaway und Emily Blunt übernommen. Zudem werden wir auch Stanley Tucci als Nigel Kipling erneut zu sehen bekommen. Im Kino startet der Film am 30. April.

Warum "Der Teufel trägt Prada" bis heute Kultstatus genießt

Als "Der Teufel trägt Prada" im Jahr 2006 in die Kinos kam, erwarteten viele Kritiker eine leichte Komödie über die Oberflächlichkeit der Modewelt. Doch stattdessen schufen Regisseur David Frankel und die Drehbuchautorin Aline Brosh McKenna ein zeitloses Werk, das zwei Jahrzehnte später nicht nur ein fester Bestandteil der Popkultur ist, sondern als einer der einflussreichsten Filme der Nullerjahre gilt. Der Kultstatus des Films ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis einer perfekten Mischung aus scharfzüngigen Dialogen, ikonischem Kostümdesign und einer schauspielerischen Leistung, die Maßstäbe setzte.

Miranda Priestly: Eine Antagonistin für die Ewigkeit

Das Herzstück des Films ist zweifellos Meryl Streep in ihrer Rolle als die unnahbare Chefredakteurin Miranda Priestly. Streep traf die bewusste Entscheidung, Miranda nicht als kreischende Furie, sondern als leise, präzise und absolut effiziente Machtperson darzustellen. Ihr berüchtigtes "Das ist alles" (That's all) wurde zum geflügelten Wort.

Besonders die "Cerulean-Monolog"-Szene, in der Miranda der jungen Andy Sachs (Anne Hathaway) erklärt, dass ihre scheinbare Gleichgültigkeit gegenüber Mode in Wahrheit das Ergebnis jahrelanger Arbeit von Experten in diesem Raum ist, verlieh dem Film eine ungeahnte Tiefe. Miranda Priestly wurde zur Blaupause für die moderne Karrierefrau, die in einer männerdominierten Welt keine Fehler machen darf, was dem Film eine feministische Nuance verleiht, die heute relevanter denn je ist.

Die Evolution der Andy Sachs

Ein weiterer Grund für die Langlebigkeit des Films ist die Identifikationsfigur Andy Sachs. Ihr Weg von der "schlauen, aber schlecht angezogenen" Nachwuchsjournalistin zur stilbewussten Assistentin, die schließlich erkennt, dass sie ihre Integrität für den Erfolg opfert, resonierte mit einer ganzen Generation von Berufseinsteigern.

Die Transformation von Andy ist zudem visuell meisterhaft umgesetzt. Die Kostümbildnerin Patricia Field, die bereits durch "Sex and the City" Berühmtheit erlangte, schuf Looks, die heute als Vintage-Inspiration auf Plattformen wie TikTok und Instagram millionenfach geteilt werden. Ob der grüne Chanel-Mantel oder die ikonischen Overknee-Stiefel – die Mode im Film ist ein eigenständiger Charakter, der den kulturellen Zeitgeist der 2000er perfekt konserviert hat.

Bild zu DER TEUFEL TRÄGT PRADA Trailer German Deutsch (2006)

Ein Spiegelbild der Arbeitswelt und Memes

Über die Mode hinaus bleibt "Der Teufel trägt Prada" durch seinen bissigen Humor aktuell. Die Dynamik im Büro von Runway, flankiert von Stanley Tucci als weisem Nigel und Emily Blunt als chronisch gestresster Emily Charlton, lieferte unzählige Zitate, die heute die Meme-Kultur beherrschen. Der Film thematisiert toxische Arbeitsverhältnisse, die Work-Life-Balance und den Preis, den man für beruflichen Aufstieg zahlt. Diese universellen Themen sorgen dafür, dass sich auch junge Zuschauer heute, die 2006 noch gar nicht geboren waren, in den Machtkämpfen zwischen Miranda und ihren Assistentinnen wiederfinden.

Fazit: Zeitlose Eleganz

Dass nun fast zwanzig Jahre später eine Fortsetzung produziert wird, unterstreicht den ungebrochenen Einfluss des Originals. "Der Teufel trägt Prada" ist mehr als nur eine Satire auf die Modebranche; es ist eine präzise Studie über Macht, Ehrgeiz und die Bedeutung von Stil. In einer schnelllebigen Welt ist dieser Film wie ein perfekt geschnittener Chanel-Anzug: Er kommt nie aus der Mode.

Bild zu DER TEUFEL TRÄGT PRADA 2 Trailer German Deutsch (2026) Meryl Streep, Anne Hathaway