Neue Firefly-Serie bestätigt – aber anders als erhofft

Nathan Fillion hat das Revival der etwas anderen Art enthüllt

Von Carlos Corbelle Fraga am 2 min Lesezeit

Nun ist das Geheimnis gelüftet: "Firefly" soll fortgesetzt werden. Allerdings nicht als Real-, sondern als Animationsserie. Das enthüllte "Firefly"-Hauptdarsteller Nathan Fillion während der Awesome Con in Washington, D.C., wie das US-Branchenblatt Deadline berichtet.

In den Tagen zuvor gab es zahlreiche Spekulationen unter Fans, nachdem Fillion mit seinen einstigen Co-Stars immer wieder neue Instagram-Videos postete. In den Clips gab es wiederholt Anspielungen auf "Firefly", die vermuten ließen, dass irgendeine Form von Revival in der Mache sein könnte (wir berichteten). Die kurzlebige Science-Fiction-Serie wurde 2002 nach nur wenigen Folgen abgesetzt, genießt aber bis heute Kultstatus. Die größte Hoffnung der Fans: Eine Live-Action-Fortsetzung in Form einer neuen Serie oder eines Spielfilms mit der Originalbesetzung von damals. Diese Hoffnungen haben sich zwar nun endgültig in Luft aufgelöst. Mit der geplanten Animationsserie wird es aber wenigstens weitere Abenteuer der Raumschiff-Crew um Captain Malcolm "Mal" Reynolds geben, der in der Serie von Fillion verkörpert wurde.

Originaldarsteller von Firefly als Synchronsprecher dabei

Doch das ist noch nicht alles. Bei der neuen Serie sollen die Originaldarsteller als Synchronsprecher an Bord sein. Neben Fillion sind das Gina Torres, Alan Tudyk, Morena Baccarin, Jewel Staite, Sean Maher und Summer Glau, die alle gemeinsam mit Fillion bei der Awesome Con aufgetreten sind. Adam Baldwin war zwar nicht dabei, soll aber ebenfalls als Synchronsprecher mitwirken. Aus dem Ensemble der damaligen Hauptdarsteller fehlt somit einzig Ron Glass, der 2016 im Alter von 71 Jahren verstorben war.

An der neuen Serie ist Fillion auch mit seiner Produktionsfirma Collision33 beteiligt. Als Showrunner zeichnen Marc Guggenheim und Tara Butters verantwortlich. Ein Drehbuch soll bereits fertig sein. Serienschöpfer Joss Whedon wird an der animierten Neuauflage nicht beteiligt sein. Allerdings bestätigte Fillion, dass Whedon der neuen Serie seinen Segen gegeben hätte. Inhaltlich sollen die animierten Abenteuer zwischen den Ereignissen der damaligen Serie und den Geschehnissen der 2005 erschienenen Kino-Fortsetzung "Serenity" angesiedelt sein.

Gegenüber Deadline erklärt Fillion:

"Die Hingabe der 'Firefly'-Fans hat dafür gesorgt, dass die 25 Jahre alte Serie relevant bleibt. Die Rückkehr von 'Firefly' ist ganz klar etwas, das die Fans wollen. Und was noch wichtiger ist: Etwas, das sie verdienen."

Im TV abgesetzt, im Kino fortgeführt

Die Originalserie spielt im Jahr 2517. Im Mittelpunkt steht die Crew des Raumschiffs Serenity. Angeführt wird sie von Captain Reynolds, der im Krieg auf der Seite der späteren Verlierer stand und nun mit seiner Crew ums tägliche Überleben kämpft. Insgesamt gibt es von "Firefly" nur vierzehn TV-Episoden. Der Serie wurde es vom ausstrahlenden Sender Fox von Anfang an besonders schwer gemacht, zum Quotenerfolg zu werden. So wurden manche Episoden nicht in der richtigen Reihenfolge ausgestrahlt. Darunter auch der Pilotfilm, der als Einstieg dringend erforderlich ist, da dort die Prämisse etabliert wird und die Charaktere sorgfältig eingeführt werden.

Trotz der frühen Absetzung gelang es Serienschöpfer Whedon, die ursprünglich auf mehrere Jahre angelegte Story fortzusetzen: in Form des von ihm geschriebenen und inszenierten Spielfilms "Serenity", der 2005 ins Kino kam. Einige zentrale Handlungsstränge konnten so wenigstens zu einem befriedigenden Abschluss geführt werden, auch wenn längst nicht alles auserzählt war. Weitere Fortsetzungen in Form von TV-Serien oder Filmen blieben danach aber aus. Stattdessen kam es im Laufe der Jahre zu einigen Comic-Ablegern, die das Franchise um weitere Storys erweiterten.