Gareth Edwards ist raus! Neuer Regisseur für Jurassic World 5 gesucht
Die Dreharbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen
Die Zukunft der "Jurassic World"-Reihe nimmt eine unerwartete Wendung. Obwohl "Jurassic World: Die Wiedergeburt" an den Kinokassen ein voller Erfolg war, wird Regisseur Gareth Edwards den nächsten Teil der Dino-Saga nicht mehr inszenieren. Die Suche nach einem neuen Regisseur für "Jurassic World 5" läuft auf Hochtouren.
Wie das Magazin Deadline berichtet, soll es hinter den Kulissen offenbar zu kreativen Differenzen zwischen Edwards und Universal Pictures gekommen sein. In einem kurzen Statement erklärte das Studio, dass die Zusammenarbeit dennoch eine außergewöhnlich positive Erfahrung gewesen sei.
Beim Cast bleibt hingegen alles beim Alten. Nach aktuellen Informationen werden Scarlett Johansson, Jonathan Bailey und Mahershala Ali erneut die Hauptrollen übernehmen. Für das Drehbuch wird David Koepp verantwortlich sein, der sowohl die Vorlage für "Wiedergeburt" als auch "Jurassic Park" und "Jurassic Park: Vergessene Welt" verfasste. Die Dreharbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen. Ein Startdatum steht bisher aber noch aus.

Die bisherigen Filme der Jurassic-Reihe im Überblick
Seit mehr als drei Jahrzehnten gehört die "Jurassic"-Reihe zu den erfolgreichsten Filmfranchises der Welt. Was 1993 mit Steven Spielbergs bahnbrechendem "Jurassic Park" begann, entwickelte sich zu einer Reihe aus inzwischen sieben Kinofilmen, die das Thema Dinosaurier immer wieder neu interpretiert haben – mal als Abenteuerfilm, mal als Katastrophenspektakel. Die Filme basieren ursprünglich auf den Romanen von Michael Crichton und verbinden wissenschaftliche Visionen mit den Gefahren menschlicher Hybris. Dabei hat sich die Reihe im Laufe der Jahre deutlich verändert, ohne ihre zentrale Idee zu verlieren: Dinosaurier und Menschen sind keine gute Kombination.
Jurassic Park (1993)
Mit "Jurassic Park" schuf Steven Spielberg einen Film, der bis heute als Meilenstein des Blockbuster-Kinos gilt. Die Geschichte um einen Freizeitpark voller genetisch rekonstruierter Dinosaurier faszinierte nicht nur durch ihre spannende Handlung, sondern vor allem durch ihre revolutionären Spezialeffekte. Neben den spektakulären Kreaturen überzeugte der Film durch seine Figuren, seine Atmosphäre und die ikonische Musik von John Williams. "Jurassic Park" war weit mehr als ein Monsterfilm – er stellte die Frage, ob wissenschaftlicher Fortschritt ohne moralische Verantwortung zwangsläufig in einer Katastrophe endet. Bis heute gilt der erste Teil für viele Fans als unerreicht.
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Jurassic Park: Vergessene Welt (1997)
Vier Jahre später kehrte Spielberg mit "Jurassic Park: Vergessene Welt" zurück. Statt erneut einen Vergnügungspark zu zeigen, verlagerte der Film die Handlung auf eine zweite Insel, auf der die Dinosaurier frei in der Wildnis leben. Dadurch erhielt die Fortsetzung einen deutlich düstereren und raueren Ton.
Im Mittelpunkt steht diesmal Dr. Ian Malcolm, gespielt von Jeff Goldblum, der bereits im ersten Film zu den beliebtesten Figuren gehörte. Die Fortsetzung setzt stärker auf Action und spektakuläre Verfolgungsjagden, darunter die berühmte T-Rex-Sequenz in einer Großstadt. Obwohl der Film nie den Kultstatus seines Vorgängers erreichte, wird er heute von vielen Fans als unterschätzter Abenteuerfilm angesehen.
Jurassic Park 3 (2001)
Mit "Jurassic Park 3" endete zunächst die ursprüngliche Trilogie. Steven Spielberg fungierte nur noch als Produzent, während Joe Johnston die Regie übernahm. Der Film ist deutlich kürzer und konzentriert sich fast vollständig auf ein Überlebensabenteuer auf der Insel Isla Sorna. Besonders auffällig ist die Einführung neuer Dinosaurierarten, allen voran des Spinosaurus, der den Tyrannosaurus Rex zeitweise als größte Bedrohung ablöst. Inhaltlich gilt der dritte Teil als vergleichsweise einfach aufgebaut, doch viele Zuschauer schätzen ihn bis heute für sein hohes Tempo und seine konsequente Abenteueratmosphäre.
Jurassic World (2015)
Nach einer langen Pause wurde die Reihe 2015 mit "Jurassic World" neu gestartet. Regisseur Colin Trevorrow führte das Franchise in eine moderne Blockbuster-Ära. Der Traum aus dem ersten Film ist nun Wirklichkeit geworden: Ein vollständig funktionierender Dinosaurier-Themenpark zieht Millionen Besucher an.
Chris Pratt und Bryce Dallas Howard übernehmen die Hauptrollen und bilden das neue Gesicht der Reihe. Gleichzeitig spielt der Film bewusst mit Nostalgie und greift zahlreiche Motive des Originals auf. Im Mittelpunkt steht jedoch ein neuer Konflikt: genetisch erschaffene Hybrid-Dinosaurier und die zunehmende Kommerzialisierung wissenschaftlicher Errungenschaften. "Jurassic World" wurde weltweit zu einem enormen Kassenerfolg und bewies, dass das Franchise auch im 21. Jahrhundert noch eine riesige Anziehungskraft besitzt.

Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018)
Der zweite Teil der neuen Trilogie schlug eine ungewöhnliche Richtung ein. Während die erste Hälfte erneut auf einer Insel spielt, entwickelt sich der Film später zu einer Mischung aus Katastrophenfilm, Thriller und Gothic-Horror. Regisseur J. A. Bayona brachte deutlich mehr Spannung und visuelle Finsternis in die Reihe. Zugleich erweitert "Das gefallene Königreich" das Universum erheblich, indem Dinosaurier nicht mehr nur auf abgelegenen Inseln existieren, sondern zunehmend in die Welt der Menschen gelangen. Dieser Schritt bereitete den Boden für die Ereignisse des nächsten Films.

Jurassic World: Ein neues Zeitalter (2022)
"Jurassic World: Ein neues Zeitalter" verbindet erstmals die Figuren der ursprünglichen "Jurassic Park"-Filme mit den Helden der "Jurassic World"-Reihe. Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum kehren gemeinsam zurück und treffen auf die Figuren von Chris Pratt und Bryce Dallas Howard. Der Film spielt in einer Welt, in der Dinosaurier bereits auf dem gesamten Planeten verbreitet sind. Dadurch verschiebt sich der Fokus von einem isolierten Überlebenskampf hin zu einer globalen Bedrohung. Das Finale der Trilogie setzt auf große Action, zahlreiche Dinosaurierarten und den nostalgischen Reiz des Wiedersehens mit den Originalfiguren.

Jurassic World: Die Wiedergeburt (2025)
Mit "Jurassic World: Die Wiedergeburt" begann schließlich eine neue Phase des Franchise. Der Film erzählt eine weitgehend eigenständige Geschichte mit neuen Hauptfiguren und knüpft nur lose an die vorherigen Filme an. Statt bekannte Charaktere erneut in den Mittelpunkt zu stellen, versucht der Film, das Gefühl klassischer Abenteuerfilme wiederzubeleben und gleichzeitig den Grundstein für eine neue Trilogie zu legen.

Eine Reihe im Wandel
Die Entwicklung der "Jurassic"-Filme zeigt deutlich, wie sich das Blockbuster-Kino über die Jahrzehnte verändert hat. Die ursprüngliche "Jurassic Park"-Trilogie setzte vor allem auf Spannung, Abenteuer und wissenschaftliche Faszination. Die "Jurassic World"-Filme rückten dagegen Spektakel, globale Bedrohungen und moderne Franchise-Erzählweisen stärker in den Vordergrund. Trotz unterschiedlicher Qualität und wechselnder Regisseure bleibt die Grundidee jedoch erstaunlich konstant: Der Mensch glaubt, die Natur kontrollieren zu können – und wird immer wieder eines Besseren belehrt. Gerade diese zeitlose Botschaft dürfte ein wesentlicher Grund dafür sein, warum die "Jurassic"-Reihe auch nach über 30 Jahren noch Millionen Zuschauer begeistert.
