Paul Dano neben Callum Turner und Margaret Qualley im Possession-Remake

Robert Pattinson wird den Film produzieren

Von Jonas Reichel am 4 min Lesezeit

Die Neuverfilmung des Kult-Horrorfilms "Possession" nimmt weiter Gestalt an: Wie das Branchenmagazin Deadline berichtet, wird jetzt Schauspieler Paul Dano neben Callum Turner und "The Substance"-Star Margaret Qualley in dem Remake des übernatürlichen Thrillers zu sehen sein.

Welche Rolle Dano übernehmen wird, ist bislang nicht bekannt. Laut dem Portal Nexus Point News wird die Neuverfilmung zwar die Namen der Hauptfiguren – Mark und Anna, gespielt von Callum Turner und Margaret Qualley – beibehalten, das Setting jedoch in eine andere Zeit und an einen anderen Ort verlegen. Welche Veränderungen darüber hinaus geplant sind, bleibt derzeit noch ein Geheimnis. Für die Regie des Remakes wird Parker Finn zuständig sein, der mit der erfolgreichen Horrorreihe "Smile" international bekannt wurde. Finn wird nicht nur Regie führen, sondern auch das Drehbuch schreiben. Robert Pattinson fungiert als Produzent.

Das Original "Possession" von Andrzej Żuławski genießt unter Horror-Fans Kultstatus. Der Film erzählt die Geschichte eines Ehepaares, gespielt von Isabelle Adjani und Sam Neill, dessen Beziehung im Westberlin des Kalten Krieges zunehmend in einen albtraumhaften und übernatürlichen Horror abgleitet. "Possession" gilt heute als Meilenstein des Arthouse-Horrors und brachte Adjani bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes die Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin ein.

Filmtipps für Fans von Possession: Diese Filme fangen den gleichen Albtraum ein

Andrzej Żuławskis verstörendes Meisterwerk "Possession" verbindet psychologisches Drama, Beziehungschaos und surrealen Horror zu einem einzigartigen Filmerlebnis. Die Geschichte eines zerbrechenden Ehepaares, das in einen Strudel aus Wahnsinn und übernatürlichem Schrecken gerät, hat bis heute Kultstatus. Wer nach Filmen sucht, die eine ähnliche Atmosphäre aus Verzweiflung, Körperhorror und emotionaler Zerstörung bieten, sollte diese Titel auf seine Watchlist setzen.

Der moderne Verwandte: The Substance

Mit "The Substance" gelang Regisseurin Coralie Fargeat einer der außergewöhnlichsten Horrorfilme der vergangenen Jahre. Der Film verbindet drastischen Body-Horror mit einer düsteren Geschichte über Identität und Selbstzerstörung. Ähnlich wie "Possession" zeigt der Film, wie sich innere Konflikte und gesellschaftlicher Druck in körperlichen Albträumen manifestieren. Die kompromisslose Inszenierung und die verstörenden Bilder machen ihn zu einer Pflichtempfehlung für Fans des Kultklassikers.

Bild zu THE SUBSTANCE Trailer German Deutsch (2024) Demi Moore, Dennis Quaid

Horror und Beziehungskrise: Antichrist

Wer die zerstörerische Dynamik zwischen Mark und Anna in "Possession" faszinierend fand, sollte unbedingt einen Blick auf "Antichrist" werfen. Lars von Triers kontroverses Werk erzählt von einem Paar, das nach einer Tragödie in eine abgelegene Hütte zieht und dort langsam dem Wahnsinn verfällt. Wie bei Żuławski stehen nicht die Schockmomente im Vordergrund, sondern die psychologischen Abgründe der Figuren. Beide Filme nutzen Horror, um von Trauer, Schuld und der Zerstörung einer Beziehung zu erzählen.

Der Albtraum der Identität: Black Swan

Auf den ersten Blick wirkt "Black Swan" weniger wie ein klassischer Horrorfilm. Doch Darren Aronofskys Psychothriller teilt viele Gemeinsamkeiten mit "Possession". Die Geschichte einer Tänzerin, die zunehmend die Kontrolle über ihren Verstand verliert, entfaltet eine intensive, paranoide Atmosphäre. Der Film spielt meisterhaft mit der Frage, was real ist und was nur im Kopf der Protagonistin existiert – ein Element, das auch "Possession" zu einem so unheimlichen Erlebnis macht.

Bild zu BLACK SWAN Trailer German Deutsch (2011)

Wenn das Böse aus dem Inneren kommt: Saint Maud

Mit "Saint Maud" schuf Regisseurin Rose Glass ein verstörendes Psychodrama über religiösen Fanatismus und geistigen Verfall. Der Film konzentriert sich auf die innere Zerrissenheit seiner Hauptfigur und entwickelt daraus einen schleichenden Horror, der noch lange nach dem Abspann nachwirkt. Wie "Possession" setzt auch "Saint Maud" auf intensive Darstellungen, unangenehme Spannung und das Gefühl, einer Person beim langsamen Zusammenbruch zuzusehen.

Surreal und unberechenbar: Mulholland Drive

David Lynchs "Mulholland Drive" ist zwar eher Mystery als Horror, vermittelt aber eine ähnlich traumartige und verstörende Stimmung wie "Possession". Der Film entzieht sich jeder einfachen Erklärung und lässt das Publikum mit mehr Fragen als Antworten zurück. Gerade diese Unberechenbarkeit macht den Reiz aus. Wer an Possession die surrealen Elemente und die emotionale Intensität schätzt, wird auch in Lynchs Meisterwerk viel entdecken.

Die moderne Variante des Beziehungs-Horrors: Men

Alex Garlands "Men" verbindet psychologischen Horror mit symbolischen Bildern und einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit zwischenmenschlichen Konflikten. Die Geschichte einer Frau, die nach einer persönlichen Tragödie in ein abgelegenes Dorf reist, entwickelt sich zu einem verstörenden Albtraum. Besonders die Mischung aus emotionalem Schmerz und surrealem Horror erinnert stark an die Themen von "Possession".

Warum Possession bis heute einzigartig bleibt

Viele Filme greifen einzelne Elemente von "Possession" auf – den Wahnsinn, den Body-Horror oder die zerstörerische Kraft einer Beziehung. Doch nur wenige schaffen die gleiche Intensität wie Andrzej Żuławskis Werk. Wer nach Filmen sucht, die ähnliche Gefühle von Unbehagen, Verzweiflung und emotionaler Eskalation hervorrufen, wird in den genannten Titeln jedoch mehr als fündig. Sie beweisen, dass Horror nicht nur aus Monstern und Schockmomenten besteht, sondern auch aus den dunkelsten Seiten menschlicher Beziehungen und der Angst vor dem eigenen Inneren.

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