Baywatch Reboot: Arrow-Star Stephen Amell als Hauptdarsteller gecastet
Erste Details zur Handlung sind bereits bekannt!
Die Kultserie "Baywatch" wird neu aufgelegt! Wie das Branchenportal Variety berichtet, wurde nun auch der Hauptdarsteller für das Reboot gefunden: Stephen Amell. Der Darsteller dürfte vielen als Hauptfigur Oliver Queen aus der DC-Serie "Arrow" bekannt sein.
In der neuen "Baywatch"-Serie wird Amell das Erbe des ehemaligen Hauptdarstellers David Hasselhoff antreten. Er übernimmt dabei die Rolle von Hobie Buchannon, dem Sohn von Hasselhoffs Figur Mitch. Hobie trat bereits in der Originalserie auf – dort wurde er zunächst von Brandon Call und später von Jeremy Jackson verkörpert.
Darum geht es in der neuen Baywatch-Serie
Die ersten Handlungsdetails zum Reboot wurden nun veröffentlicht. Hobie führt mittlerweile das Baywatch-Team als Captain an. Doch plötzlich taucht seine Tochter Charlie auf, von der er bisher nichts wusste. Auch sie möchte das Familienerbe weiterführen und Rettungsschwimmerin werden. Eine Darstellerin für Charlie wurde bisher noch nicht bekanntgegeben. Als Showrunner wird Matt Nix die "Baywatch"-Serie kreativ verantworten. Er äußerte sich mit folgenden Worten zum Casting von Stephen Amell.
"Schon beim ersten Gespräch hat Stephen Amell genau das mitgebracht, was dieses neue Kapitel von 'Baywatch' braucht: Herz, Intensität und diese unbestreitbare Heldenenergie. Er ist die Art von Hauptdarsteller, der sich in Gefahr stürzt, die emotionale Last trägt und es trotzdem unterhaltsam macht. Wir freuen uns riesig darauf, loszulegen."
Die Dreharbeiten sollen im Frühling 2026 in Los Angeles anlaufen. Die erste Folge wird von "3 Engel für Charlie"-Regisseur McG inszeniert. Insgesamt soll die erste Staffel 12 Episoden umfassen und im Laufe von TV-Saison 2026/2027 zu sehen sein. Auch zu "3 Engel für Charlie" befindet sich übrigens ein Reboot in Entwicklung. Alle Details dazu erfahrt ihr hier.
Der Baywatch-Mythos
Mehr als drei Jahrzehnte nach seinem TV-Debüt bekommt "Baywatch" nun also erneut eine Chance im Scheinwerferlicht. Kaum eine andere Serie steht so sehr für 90er-Jahre-Popkultur, Zeitlupenläufe am Strand und sonnengetränkten Eskapismus.
Der Aufstieg zur Kultserie
Als Baywatch 1989 startete, war der Erfolg zunächst alles andere als garantiert. Die erste Staffel lief wenig erfolgreich – doch dann begann der beispiellose Triumphzug. In den 90ern entwickelte sich "Baywatch" zum riesigen Quoten-Hit – kaum eine Serie wurde weltweit häufiger gesehen. Die Mischung war ebenso simpel wie effektiv: Rettungsschwimmer in Zeitlupe, dramatische Wasserrettungen, Seifenoper-Elemente und ein klarer moralischer Kompass.
Neben Hasselhoff als Mitch Buchannon wurde vor allem Pamela Anderson zum internationalen Star. Ihr roter Badeanzug wurde zum ikonischen Symbol einer ganzen TV-Ära. "Baywatch" definierte ein Körperideal und verkörperte den kalifornischen Traum von Freiheit, Sonne und Heldentum. Andererseits werfen viele der Serie auch Oberflächlichkeit vor.
Der Erfolg von Baywatch
Trotz ihres Images als "leichtes" Fernsehen behandelte die Serie immer wieder gesellschaftliche Themen: Drogenmissbrauch, Umweltverschmutzung, familiäre Konflikte oder Traumata. Das Pathos war groß, die Dialoge nicht immer subtil – doch gerade das machte für viele den Reiz aus. "Baywatch" wurde zu einem popkulturellen Fixpunkt, vielfach parodiert und zitiert. Die Serie war ein Produkt ihrer Zeit – und gleichzeitig ein Exportschlager, der das Bild Kaliforniens weltweit prägte.
Die Kinoversion: Ironie statt Pathos
2017 wagte Hollywood die Neuinterpretation fürs Kino: Der "Baywatch"-Film setzte weniger auf melodramatische Ernsthaftigkeit, sondern war eher eine selbstironische Actionkomödie. Dwayne Johnson übernahm die Rolle des muskelbepackten Teamleaders und wurde unter anderem von Zac Efron unterstützt. Teil der Besetzung waren außerdem Alexandra Daddario, Priyanka Chopra Jonas und Kelly Rohrbach. Der Film spielte bewusst mit dem Kultstatus der Vorlage, brach die ikonischen Zeitlupenbilder humorvoll und setzte auf derben Humor statt Soap-Drama. Insgesamt wurde das Reboot jedoch überwiegend verhalten aufgenommen.
Die Rückkehr von Baywatch
Dass nun erneut eine Serie in Planung ist, überrascht dennoch kaum. Nostalgie ist ein mächtiger Motor in der aktuellen Entertainment-Landschaft. Erfolgreiche Revivals von 90er-Formaten zeigen, dass bekannte Marken ein treues Publikum mobilisieren können. Ob die kommende Version wieder mehr auf Pathos setzt oder den selbstironischen Ton des Kinofilms aufgreift, bleibt abzuwarten.
