Neuer Star Trek Film: Chris Pine macht Kirk-Fans wenig Hoffnung

Ein Comeback wird immer unwahrscheinlicher

Von Carlos Corbelle Fraga am 7 min Lesezeit

Schon seit einem Jahrzehnt warten Fans auf einen neuen "Star Trek"-Kinofilm. Nun äußerte sich Hauptdarsteller Chris Pine zur möglichen Fortsetzung, wie CBR berichtet. Der Hollywood-Star wurde auf dem Sundance Film Festival gefragt, ob er erneut den legendären Enterprise-Captain James T. Kirk verkörpern wird. Seine Antwort:

Da weißt du wahrscheinlich mehr als ich.

Eine eindeutige Absage ist das zwar nicht. Seine Worte machen Kirk-Fans aber wenig Hoffnung auf eine Rückkehr. Schließlich impliziert seine Antwort, dass es derzeit keine Gespräche zwischen ihm und den Verantwortlichen des Science-Fiction-Franchises gibt. Pine hatte bislang in drei "Star Trek"-Filmen den Captain des Raumschiffs Enterprise gespielt. Die Filme sind ein Reboot der Original-Serie aus den 1960er Jahren, in denen William Shatner in der Rolle des James T. Kirk zu sehen war.

Schon vor einigen Monaten wurde berichtet, dass derzeit ein weiterer "Star Trek"-Film geplant sei, der in eine völlig neue Richtung gehen soll. Als Drehbuchautoren und Regisseure sind offenbar John Francis Daley und Jonathan Goldstein vorgesehen. Mit "Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben" haben die beiden bereits zuvor einem populären Franchise neues Leben eingehaucht. In dem Fantasy-Abenteuer spielte ausgerechnet Chris Pine die Hauptrolle. Umso bitterer für dessen Fans, dass er im "Star Trek"-Film der "Dungeons & Dragons"-Macher wohl keine Rolle spielen wird. Auf die Frage, welchen Rat er den Verantwortlichen des produzierenden Filmstudios Paramount für den neuen "Star Trek"-Teil mit auf den Weg geben würde, sagte Pine schlicht:

Mein Rat? Habt Spaß, viel Glück, lebt lang und in Frieden.

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Die Star Trek-Kinofilme im Ranking

Details über die Handlung oder die Charaktere des geplanten "Star Trek"-Films von John Francis Daley und Jonathan Goldstein sind bislang nicht bekannt. Auch ein Starttermin steht bisher nicht fest. Fans müssen sich also wohl oder übel noch weiter gedulden, bis sie ein neues Abenteuer aus dem "Star Trek"-Kosmos auf der Leinwand sehen können. In der Zwischenzeit kann man sich ja nochmal die bisherigen Kinofilme anschauen. Doch welche Leinwandableger gelten bei Kritikern als besonders gelungen - und welche nicht? Wir zeigen euch im Ranking, wie die einzelnen Filme laut Metacritic abgeschnitten haben.

Platz 13: Star Trek V: Am Rande des Universums (1989)

Mit einem Metacritic-Score von 43 (die Werte gehen von 0 bis 100) landet "Star Trek V: Am Rande des Universums" auf dem letzten Platz der "Star Trek"-Kinofilme. Im Mittelpunkt des fünften Leinwandabenteuers steht der abtrünnige Vulkanier Sybock (Laurence Luckinbill), der auf dem Planeten Nimbus III einige Botschafter als Geiseln nimmt. Kirk-Darsteller William Shatner führte hier zum ersten und einzigen Mal Regie bei "Star Trek". Was besonders enttäuschend für ihn sein dürfte: "Am Rande des Universums" gilt nicht nur bei Kritikern, sondern auch unter Fans als einer der schlechtesten Teile der Reihe.

Platz 12: Star Trek: Der Film (1979)

Mit diesem Film wechselte Captain Kirks Crew erstmals vom TV-Bildschirm auf die Leinwand. Allerdings kam das Kinodebüt nicht allzu gut an, es wurde als zu humorlos und langatmig wahrgenommen. Inszeniert von Regisseur Robert Wise erzählt "Star Trek: Der Film" von einer mysteriösen Energiewolke, die mit der Erde zu kollidieren droht. Kirk und Co. sollen die Katastrophe verhindern und entdecken im Inneren der Energiewolke eine künstliche Intelligenz namens V'ger. Bei Metacritic erreicht der Kinoerstling lediglich einen Wert von 50.

Platz 11: Star Trek: Nemesis (2002)

Nur geringfügig besser ist der Wert von "Star Trek: Nemesis". Gerade mal einen Metacritic-Score von 51 hat der Film vorzuweisen. "Nemesis" ist der letzte Kinoausflug der Crew aus der Serie "Star Trek: The Next Generation". Im insgesamt zehnten Film der Reihe muss Captain Jean-Luc Picard (Patrick Stewart) verhindern, dass Shinzon (Tom Hardy) die Macht im Romulanischen Imperium an sich reißt. Der Film von Regisseur Stuart Baird ist wesentlich düsterer als die meisten anderen Teile der "Star Trek"-Reihe und fiel nicht nur bei Kritik und Publikum, sondern auch an der Kinokasse durch. Das mit 60 Millionen US-Dollar budgetierte Sci-Fi-Abenteuer spielte weltweit gerade mal 67 Millionen ein. Ein finanzielles Fiasko, das dafür sorgte, dass wir Captain Picard und seine Crew kein weiteres mal im Kino sehen konnten.

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Platz 10: Star Trek: Treffen der Generationen (1994)

"Star Trek: Treffen der Generationen" diente als Übergangsfilm zwischen Kirks alter und Picards neuer Crew. Obwohl die beiden Captains eigentlich in verschiedenen Jahrhunderten leben, begegnen sie sich hier in einer Dimension, in der die Gesetze von Zeit und Raum außer Kraft gesetzt werden. Gemeinsam gelingt es ihnen, die gefährlichen Pläne des Wissenschaftlers Dr. Tolian Soran (Malcolm McDowell) zu vereiteln. Die Regiearbeit von David Carson tat sich schwer damit, das Aufeinandertreffen der beiden Captains plausibel zu erzählen und auch die Kritiken fielen gemischt aus, was auch der Metacritic-Score von 55 belegt.

Platz 9: Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock (1984)

Der Titel deutet es bereits an: In "Star Trek III" steht Captain Kirks einstiger erster Offizier Mr. Spock im Mittelpunkt. Jedoch muss die Enterprise-Crew ihn nicht nur finden, sondern auch aus dem Reich der Toten zurückholen. Der Film markiert die erste "Star Trek"-Regiearbeit von Spock-Darsteller Leonard Nimoy. Die kam zwar besser an, als das Regiedebüt seine Kollegen William Shatner, erhielt bei Metacritic jedoch auch nur einen Wert von 58.

Platz 8: Star Trek: Der Aufstand (1998)

Im dritten Leinwandabenteuer der "Star Trek: The Next Generation"-Crew geht es um einen Planeten, der scheinbar ewiges Leben ermöglicht. Als die Bewohner des Planeten vertrieben werden sollen, wird Picard zum Abtrünnigen, der sich gegen die eigenen Vorgesetzten der Föderation stellen muss. Von den insgesamt vier "Next Generation"-Kinofilmen ergatterte "Star Trek: Der Aufstand" immerhin den zweitbesten Metacritic-Score: 64.

Platz 7: Star Trek VI: Das unentdeckte Land (1991)

Abgesehen vom Crossover zwischen Kirk und Picard in "Star Trek: Treffen der Generationen" stellt "Das unentdeckte Land" das letzte Leinwandabenteuer der Original-Besetzung um William Shatner und Leonard Nimoy dar. Im Mittelpunkt von Nicholas Meyers Regiearbeit stehen die Friedensverhandlungen zwischen der Föderation und dem verfeindeten Klingonischen Reich. Eine würdige Abschluss-Mission für Kirk und Spock, die bei Metacritic einen Wert von 65 erzielt.

Platz 6: Star Trek II: Der Zorn des Khan (1982)

Mit dem zweiten Teil, der ebenfalls von Nicholas Meyer inszeniert wurde, nahm die Kinoreihe an Fahrt auf. "Der Zorn des Khan" hat bei Metacritic einen Score von 68 und gilt bei Fans nach wie vor als einer der besten Filme. Mit dem titelgebenden Schurken Khan Noonien Singh (Ricardo Montalbán) muss sich Kirk einem seiner größten Widersacher entgegenstellen – und einen hohen Preis zahlen. Besonders das emotionale Ende markiert bis heute einen Höhepunkt der Filmreihe.

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Platz 5: Star Trek Beyond (2016)

"Star Trek Beyond" ist das bislang letzte Kinoabenteuer im "Star Trek"-Universum. Zugleich ist es der dritte Film, in dem Chris Pine die Hauptrolle des Kirk spielt. In der Regiearbeit von Justin Lin kommt es zur Bruchlandung auf einem gefährlichen, fremden Planeten, in deren Zuge Kirks Crew ums Überleben kämpfen muss. Wie schon "Der Zorn des Khan" kommt auch "Star Trek Beyond" auf einen Metacritic-Wert von 68.

Platz 4: Star Trek: Der erste Kontakt (1996)

Der zweifellos beliebteste Film der "Next Generation"-Crew ist "Star Trek: Der erste Kontakt". Das liegt nicht zuletzt daran, dass die vielleicht faszinierendsten Antagonisten der "Star Trek"-Historie ihren ersten und einzigen Auftritt im Kino haben: die Borg. Das Cyborg-Kollektiv, das andere Spezies gewaltsam assimilieren will, hat es einmal mehr auf die Menschheit abgesehen. Per Zeitreise will es verhindern, dass es zur Gründung der Föderation kommt. Der von Riker-Darsteller Jonathan Frakes inszenierte Film erhielt bei Metacritic einen Score von 70.

Platz 3: Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart (1986)

Um eine Zeitreise geht es auch in "Star Trek IV: Zurück in die Gegenwart". Kirk und Co. verschlägt es ins Jahr 1986. Ihre Mission: Wale retten. Der Film, bei dem erneut Leonard Nimoy Regie führte, ist einer der humorvollsten Teile der Reihe. Zugleich gehört er neben "Der Zorn des Khan" zu den beliebtesten Abenteuern mit William Shatner und Co. Auch bei den Kritikern, wie der Metacritic-Wert von 71 zeigt.

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Platz 2: Star Trek Into Darkness (2013)

Mit einem Score von 72 hat "Star Trek Into Darkness" sogar noch etwas besser bei der Kritik abgeschnitten - auch wenn der Film im Grunde bloß eine etwas merkwürdige Neuauflage von "Der Zorn des Khan" darstellt. Statt von Ricardo Montalbán wird Kirks Widersacher diesmal von Benedict Cumberbatch verkörpert. Regie in dem actiongeladenen Abenteuer führte wie schon im Teil davor J. J. Abrams.

Platz 1: Star Trek (2009)

Auf Platz eins des Metacritic-Rankings hat es das "Star Trek"-Debüt von J. J. Abrams mit einem Wert von 82 geschafft. Mit dem Film etablierte der Regisseur die sogenannte Kelvin-Timeline, die das Reboot der Original-Serie auch inhaltlich als solches plausibel erscheinen lassen soll. Die alternative Zeitlinie entsteht, als der Romulaner Nero (Eric Bana) in die Vergangenheit reist und das Raumschiff USS Kelvin zerstört – wodurch sich auch das Leben von Kirk grundlegend ändert.

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