Das Startdatum zum neuen Longlegs-Film steht fest!

Nicolas Cage kehrt in der Titelrolle zurück

Von Jonas Reichel am 3 min Lesezeit

Horrorfans aufgepasst: Ein neuer Film aus dem "Longlegs"-Universum befindet sich in Entwicklung – und der Kinostart steht auch fest!

Wie The Hollywood Reporter berichtet, soll der bisher unbetitelte Film am 14. Januar 2028 veröffentlicht werden. Eine klassische Fortsetzung sollten wir allerdings nicht erwarten. Vielmehr handelt es sich um eine eigenständige Geschichte, die innerhalb des etablierten Universums angesiedelt ist. Genauere Details stehen noch unter Verschluss. Fest steht immerhin, dass Nicolas Cage erneut in die Hauptrolle schlüpfen wird. Regie und Drehbuch stammen von Osgood Perkins, der auch schon für den Vorgänger verantwortlich war.

"Longlegs" wurde 2024 zu einem absoluten Kassenschlager, der weltweit 128 Millionen Dollar einspielte – und das bei einem Budget von weniger als 10 Millionen Dollar. Im Zentrum der Handlung stand eine von Maika Monroe gespielte FBI-Agentin mit hellseherischen Fähigkeiten, die eine Serie von rätselhaften Selbstmorden untersuchte.

Bild zu LONGLEGS Trailer 2 German Deutsch (2024) Nicolas Cage

Filmtipps für Fans von "Longlegs"

Der Erfolg von "Longlegs" im Jahr 2024 hat bewiesen, dass das Publikum ein tiefes Verlangen nach Horrorfilmen hat, die weit über einfache Schockeffekte hinausgehen. Regisseur Osgood Perkins schuf eine Welt, die durch ihre schleichende Unruhe, okkulten Untertöne und eine fast greifbare, bösartige Aura bestach. Da die Fortführung dieses Universums erst für das Jahr 2028 angekündigt wurde, stellt sich für viele Fans die Frage, welche filmischen Werke ein ähnlich beklemmendes Gefühl vermitteln können. Die folgenden Empfehlungen tauchen tief in die Abgründe des psychologischen und atmosphärischen Horrors ein.

Die Handschrift des Meisters: Osgood Perkins' frühe Werke

Um die DNA von "Longlegs" wirklich zu verstehen, ist ein Blick auf die bisherige Filmografie von Osgood Perkins unerlässlich. Sein Regiedebüt "The Blackcoat's Daughter" aus dem Jahr 2015 gilt unter Kennern als eines der atmosphärischsten Werke des letzten Jahrzehnts. In fließenden, ruhigen Bildern erzählt der Film von zwei Mädchen, die während der Winterferien in einem abgelegenen Internat zurückbleiben, während sich eine unsichtbare, böse Macht manifestiert. Die Ähnlichkeiten zu "Longlegs" sind unverkennbar, da Perkins auch hier auf eine extrem langsame Erzählweise setzt, die das Unbehagen im Zuschauer langsam wachsen lässt, bis es fast unerträglich wird.

Ein weiteres visuelles Meisterwerk des Regisseurs ist "Gretel & Hansel" aus dem Jahr 2020. Obwohl es auf dem bekannten Märchen basiert, verwandelt Perkins die Geschichte in einen fiebrigen Albtraum voller Symmetrie und okkulter Symbolik. Wer die visuelle Strenge und die unheilvollen Gelbtöne in "Longlegs" geliebt hat, wird von der ästhetischen Gestaltung dieses Films begeistert sein.

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Okkulter Terror und die Zerstörung der Familie

Ein zentrales Thema in "Longlegs" ist die Art und Weise, wie das Übernatürliche in das Privatleben und die Familiengeschichte eindringt. In dieser Hinsicht ist Ari Asters "Hereditary: Das Vermächtnis" ein absoluter Pflichttermin. Der Film befasst sich mit einem generationenübergreifenden Trauma, das durch einen satanischen Kult instrumentalisiert wird. Die Intensität der schauspielerischen Leistungen und die kompromisslose Darstellung des Bösen spiegeln die Hoffnungslosigkeit wider, die auch Lee Harker bei ihren Ermittlungen verspürt.

Ebenfalls empfehlenswert ist der britische Independent-Film "A Dark Song". Dieser konzentriert sich fast ausschließlich auf ein monatelanges, rituelles Verfahren, das eine trauernde Mutter in einem einsamen Haus durchführt. Die Ernsthaftigkeit, mit der hier das Okkulte behandelt wird, erzeugt eine ganz eigene Form von Realismus, die Fans der mysteriösen Chiffren und Puppen aus der Welt von "Longlegs" faszinieren dürfte.

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Die Jagd nach dem Unfassbaren: Ermittler im Abgrund

"Longlegs" wird oft als eine moderne, albtraumhafte Version von "Das Schweigen der Lämmer" bezeichnet. Wer das Element der polizeilichen Ermittlung schätzt, die in eine metaphysische Sackgasse führt, sollte sich dem japanischen Meisterwerk "Cure" von Kiyoshi Kurosawa widmen. In diesem Thriller aus dem Jahr 1997 untersucht ein Detektiv eine Reihe von Morden, bei denen die Täter keine Motive haben und sich in einem tranceähnlichen Zustand befinden. Die philosophische Tiefe und die kühle, distanzierte Kameraführung erzeugen eine psychologische Spannung, die Nicolas Cages Darstellung des Wahnsinns in nichts nachsteht.

Auch David Finchers "Zodiac: Die Spur des Killers" ist eine Erwähnung wert, obwohl er keinen übernatürlichen Fokus hat. Die Besessenheit, mit der die Protagonisten kryptische Codes entschlüsseln, und die bedrückende Gewissheit, dass das Böse jederzeit im Schatten zuschlagen kann, fangen die paranoide Stimmung der 70er- und 90er-Jahre ein, die Perkins in seinem Werk so meisterhaft zitiert.

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Fazit

"Longlegs" ist mehr als nur ein Film; es ist ein Gefühl von auswegloser Finsternis. Wer diese Erfahrung vertiefen möchte, findet in den oben genannten Filmen reichlich Stoff zum Gruseln.

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