Startdatum für den neuen Blair Witch Project-Film bekanntgegeben

Es soll sich um eine Neuauflage handeln

Von Jonas Reichel am 4 min Lesezeit

Horrorfans aufgepasst! Ein neuer "Blair Witch Project"-Film befindet sich in der Mache. Via X gab Lionsgate jetzt das Startdatum bekannt. Die geplante Neuauflage soll am 24. September 2027 in den US-Kinos starten. Ein offizieller Termin für Deutschland steht noch nicht fest – wir gehen aber von einer Veröffentlichung am 23. September aus.

Produziert wird "The Blair Witch Project" von Joshua Leonard und Michael C. Williams. Fans dürften an dieser Stelle aufhorchen: Die beiden Darsteller gehörten zur Stammbesetzung des Klassikers von 1999. Die Regie soll von Dylan Clark übernommen werden, der vordergründig mit einer Reihe von Kurzfilmen überzeugen konnte. Hinter dem Projekt stehen Blumhouse und Atomic Monster.

Der Originalfilm "Blair Witch Project" aus dem Jahr 1999 wurde damals mit minimalem Budget inszeniert – und gilt heute als Meilenstein des modernen Horrorfilms. Der Film erzählt die Geschichte von drei Studenten, die bei der Suche nach einer lokalen Legende im Wald von Maryland spurlos verschwinden. Seine beklemmende Wirkung entfaltet der Film vorwiegend durch die scheinbar authentischen Aufnahmen. "Blair Witch Project" prägte das Found-Footage-Genre damit maßgeblich. Es folgten eine Reihe von Fortsetzungen, die allerdings nicht an die Klasse des ersten Films anknüpfen konnten.

Filmtipps für Fans von Blair Witch Project: Diese Horrorfilme sorgen für Gänsehaut

Als "Blair Witch Project" 1999 in die Kinos kam, veränderte der Film das Horror-Genre nachhaltig. Mit seinem dokumentarischen Stil, verwackelten Kamerabildern und der ständigen Angst vor dem Unsichtbaren schuf der Independent-Hit eine Atmosphäre, die bis heute viele Zuschauer fasziniert. Statt auf blutige Effekte setzte der Film auf psychologischen Horror und die Kraft der eigenen Vorstellung. Wer nach ähnlichen Filmerlebnissen sucht, findet inzwischen zahlreiche spannende Alternativen. Hier sind einige Filmtipps für alle, die den einzigartigen Nervenkitzel von "Blair Witch Project" lieben.

Paranormal Activity (2007)

Kaum ein Film hat das Found-Footage-Genre nach "Blair Witch Project" so erfolgreich weitergeführt wie "Paranormal Activity". Die Geschichte eines jungen Paares, das von einer unsichtbaren Präsenz in seinem Haus heimgesucht wird, setzt auf eine ähnliche Strategie wie der Kultklassiker: Die größte Bedrohung bleibt lange Zeit verborgen.

Mit minimalem Budget produziert, entwickelte sich der Film zu einem weltweiten Überraschungserfolg. Besonders die nächtlichen Überwachungskamera-Aufnahmen sorgen für eine permanente Anspannung. Wer die subtile Art des Schreckens bei "Blair Witch Project" schätzt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.

Grave Encounters (2011)

Wer sich für verlassene Gebäude und paranormale Phänomene begeistert, sollte "Grave Encounters" nicht verpassen. Die Geschichte begleitet ein Fernsehteam, das eine Nacht in einer angeblich verfluchten Psychiatrie verbringt. Natürlich läuft nicht alles nach Plan. Der Film kombiniert klassische Found-Footage-Elemente mit übernatürlichem Horror und bietet zahlreiche intensive Schockmomente. Gleichzeitig erzeugt die klaustrophobische Atmosphäre ein ähnliches Gefühl der Hilflosigkeit wie "Blair Witch Project".

REC (2007)

Der spanische Horrorfilm "Rec" gilt als einer der besten Vertreter des Found-Footage-Genres überhaupt. Eine Fernsehreporterin begleitet eine Feuerwehrmannschaft bei einem scheinbar gewöhnlichen Einsatz. Doch schon bald verwandelt sich das Gebäude, in dem sie sich befinden, in eine tödliche Falle. Durch die hektische Kameraführung und das hohe Erzähltempo entsteht eine enorme Intensität. Während "Blair Witch Project" vor allem auf Spannung und Atmosphäre setzt, kombiniert "REC" diese Elemente zusätzlich mit kompromisslosem Horror.

Katakomben (2014)

Wer die beklemmende Atmosphäre von "Blair Witch Project" liebt, sollte sich "Katakomben" nicht entgehen lassen. Der Found-Footage-Horrorfilm führt die Zuschauer tief unter die Straßen von Paris – in das riesige Labyrinth der berühmten Katakomben. Eine Gruppe von Forschern und Abenteurern begibt sich auf die Suche nach einem legendären Artefakt und dringt dabei immer weiter in die unterirdischen Gänge vor.

Ähnlich wie "Blair Witch Project" lebt "Katakomben" von seiner intensiven Atmosphäre und dem Gefühl permanenter Bedrohung. Die engen Gänge, die völlige Dunkelheit und die klaustrophobische Inszenierung sorgen dafür, dass sich die Zuschauer gemeinsam mit den Figuren gefangen fühlen. Statt auf übermäßige Gewalt setzt der Film vor allem auf psychologischen Horror und die Angst vor dem Unbekannten.

Warum Found-Footage-Horror bis heute funktioniert

Der Erfolg von Filmen wie "Blair Witch Project" beruht auf einem einfachen Prinzip: Sie vermitteln das Gefühl, echte Aufnahmen zu zeigen. Dadurch entsteht eine besondere Nähe zum Geschehen. Zuschauer erleben die Ereignisse direkt durch die Kamera der Figuren und fühlen sich stärker in die Handlung eingebunden.

Hinzu kommt, dass viele Found-Footage-Filme bewusst auf spektakuläre Spezialeffekte verzichten. Stattdessen setzen sie auf Unsicherheit, Andeutungen und die Angst vor dem Unbekannten. Genau diese Elemente machen das Genre bis heute so wirkungsvoll.

Wer die beklemmende Atmosphäre von "Blair Witch Project" schätzt, findet in den genannten Filmen zahlreiche Alternativen. Ob paranormale Erscheinungen, verlassene Gebäude oder dokumentarisch inszenierte Albträume – diese Werke zeigen eindrucksvoll, warum Found-Footage-Horror auch Jahrzehnte nach seinem Durchbruch nichts von seiner Faszination verloren hat.

Bild zu Blair Witch Trailer 2 (mit Callie Hernandez)