Neue Starttermine für „Bond“, „Wonder Woman 1984“ und Co.: Erneut wurden Veröffentlichungstermine verschoben

Außerdem: Die Oscar-Verleihung ist ebenfalls betroffen

von Pierre Lorenz am 17. Juni 2020

Und erneut geht eine Welle der Verschiebungen von Kinoveröffentlichungen durch Hollywood. Den Anfang macht Christopher Nolans „Tenet“, der bis zuletzt an seinem Release festhielt. Und auch der neue Termin ist gerade einmal zwei Wochen später, denn das neue Datum für den deutschen Markt ist der 30. Juli 2020.

Auch „Wonder Woman 1984“ ist von den Verschiebungen betroffen. Hier einigte man sich auf Seiten von Warner Bros. auf ein Release am 01.Oktober. Hauptdarstellerin Gal Gadot wandte sich angesichts der bereits vierten (!) Verschiebung von „Wonder Woman 1984“ nun per Twitter an ihre Fans, bedankt sich für die bisherige Unterstützung und verspricht, dass sich das lange Warten lohnen wird. Eine der wenigen guten Neuigkeiten gibt es von „James Bond: Keine Zeit zu sterben“, denn hier dürfen sich Fans immerhin auf ein früheres Release am 12. November 2020 freuen.

Die folgenden Änderungen betreffen bisher nur den US-amerikanischen Markt:

Im Hause Warner bei „Matrix 4“, der nun auf den 1. April 2022 datiert wurde. Den ursprünglich geplanten Timeslot von „Matrix 4“ am 21. Mai 2021 erhält dafür ein ganz anderer Film, nämlich „Godzilla Vs. Kong“.

Auch Universal nimmt einige Filme in Angriff. Tom Hanks‘ Science-Fiction Film „Bios“ wird um ein halbes Jahr nach hinten verschoben, und zwar auf den 16. April 2021.

Keanu Reeves „Bill And Ted Face The Music“ rutscht sogar ein Stückchen nach vorne und wird nun am 14. August 2020 veröffentlicht.

Auch wenn die zuletzt genannten Termine bisher nur die USA betreffen, ist von der international üblichen Angleichung der Releases in naher Zukunft auszugehen.

Eine weitere Verschiebung, die die Filmwelt unmittelbar betrifft, ist die Verschiebung der Academy Awards 2021. Bisher fand die Oscar-Verleihung immer im Februar nach den Golden Globes statt, nächstes Jahr wird sich diesbezüglich einiges ändern. Statt am 28. Februar wird die Verleihung des bedeutendsten Filmpreises der Welt nun am 25. April 2021 stattfinden. Der Hauptgrund sind dabei nicht mal nur die Abstandsregelungen, sondern viel weitreichendere Probleme.

Zum einen stecken vielen Filme, die als Kandidaten für den Filmpreis gelten, noch immer in der Postproduktion fest, und es ist noch nicht klar, wie viele bis zum Ende der Qualifikationsphase fertiggestellt werden können.

Natürlich ist auch ein Faktor, dass die Wahrscheinlichkeit für wenige Beschränkungen bei der Zeremonie umso höher ist, je länger man wartet. Zu Guter Letzt ist die geplante Fertigstellung eines 400 Millionen US-Dollar teuren Filmmuseums aktuell aufgrund der Pandemie nicht möglich. Eigentlich plante man, das Museum zeitgleich mit der Oscar-Zeremonie einzuweihen.

Das wäre bereits die vierte Verlegung in der Geschichte der Academy Awards, denn bisher konnte nur eine Überflutung in Los Angeles in den 30er Jahren, die Ermordung von Martin Luther King Jr. Und ein Attentat auf US-Präsident Ronald Reagan die prestigeträchtige Verleihung zum geplanten Zeitpunkt verhindern.

Bild zu Jurassic World 3: Ein Neues Zeitalter, Matrix 4, Devolution, Godzilla vs Kong© MGM