X-Men: Alles Neu im MCU

Die Mutanten läuten eine neue Phase im MCU ein!

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Bild zu Der große Neustart von Marvel: Die X-Men 2028 - Filmvorschau

Endlich ist die Katze aus dem Sack! Marvel hat den großen Vorhang gelüftet und die neuen X-Men präsentiert! Und wir reden hier nicht nur von vagen Plänen in ferner Zukunft: Wir haben einen offiziellen Kinostart, wir kennen den Regisseur und – was am allerwichtigsten ist – wir wissen endlich, wer diesmal in die ikonischen Rollen von Cyclops, Jean Grey und vielen anderen schlüpfen wird.

Macht euch auf einige Überraschungen gefasst. Kevin Feige und sein Team schlagen für dieses Quasi-Reboot einen völlig neuen Weg ein, der viele von euch ziemlich verblüffen dürfte – aber gleichzeitig extrem viel Sinn ergibt. Wir fassen hier für euch alle brandneuen, offiziell bestätigten Informationen zum ersten MCU "X-Men"-Film zusammen. Wir werfen einen genauen Blick auf den Cast, widmen uns dem frischen Bösewicht und klären die brennendste Frage, die seit der Ankündigung durchs Netz geistert: Was ist eigentlich mit Wolverine?

Das ist der neue X-Men Cast

Die wohl spannendste Frage bei einer Neuauflage dieses Kalibers ist natürlich das Casting. Und hier hat Marvel einiges gewagt: Wir bekommen ein deutlich jüngeres Team, das offensichtlich darauf ausgelegt ist, das MCU für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre zu tragen. Und nicht jeder davon ist bereits super bekannt.

Den Anfang macht Christopher Abbott als Professor Charles Xavier. Er war zuletzt in dem Horrorfilm "Wolf Man" zu sehen. Abbott ist mit seinen 40 Jahren deutlich jünger als damals Patrick Stewart, was den Altersunterschied zu seinen Schülern schrumpfen lässt. Das verspricht eine ganz andere Dynamik in der berühmten Mutantenschule.

Als Jean Grey sehen wir Sadie Sink, die ja zuletzt durch ihre Rolle in "Spider-Man: Brand New Day" schon erste, mächtige Wellen im MCU geschlagen hat. Ihre Erlebnisse mit Peter Parker liefern jetzt das perfekte Bindeglied, um die Mutanten organisch im restlichen MCU zu verankern. An ihrer Seite wird Kit Connor, den viele aus "Heartstopper" kennen, in die Rolle des Cyclops schlüpfen. Scott Summers ist der geborene Anführer, oft hin- und hergerissen zwischen seiner Pflicht und seinen Gefühlen.

Aber das Team ist natürlich noch größer. "Ready or Not"-Star Samara Weaving spielt Emma Frost – eine Mutantin mit telepathischen Kräften und der Fähigkeit, sich in Diamant zu verwandeln. Inde Navarrette ist nach ihrem spektakulären Auftritt in "Obsession" aktuell in aller Munde und wird die Rolle von Rogue übernehmen. Newcomerin Maya Boyd wiederum wird im neuen "X-Men"-Film Storm verkörpern.

Was sofort auffällt: Marvel setzt hier auf ziemlich junge Gesichter, ohne daraus eine Teenie-Variante der X-Men zu machen. Sie verzichten nicht auf angesagte Namen, aber zeigen uns auch nicht nur Darsteller, die jeder schon kennt. Das gilt allerdings nicht für den Bösewicht des Films.

Der Bösewicht: Adam Driver als Mr. Sinister

Der erste große Antagonist der X-Men im MCU wird von Hollywood-Star Adam Driver gespielt. Er schlüpft dabei in die Rolle von Mr. Sinister alias Nathaniel Essex. Dieser ist einer der gefährlichsten, manipulativsten und unheimlichsten Widersacher der X-Men. Seit dem Abspann von "X-Men: Apocalypse" vor zehn Jahren wurde er immer wieder angeteast, aber nie wirklich gezeigt.

Was Mr. Sinister in den Comic-Vorlagen so faszinierend macht, ist seine Herkunft. Nathaniel Essex war ursprünglich ein genialer, aber völlig besessener Biologe im viktorianischen London – inspiriert von Evolutionstheorien, aber ohne moralische Grenzen. Er ist im Grunde der klassische "Frankenstein" des Marvel-Universums. Durch seine Gen-Experimente hat er sich über Generationen hinweg künstlich am Leben gehalten und operiert seit über hundert Jahren aus dem Verborgenen. Das bringt eine extrem spannende, fast schon unheimliche Gothic-Horror-Note ins MCU.

Auch seine Art zu kämpfen unterscheidet ihn komplett von bisherigen MCU-Schurken. Sinister setzt nicht auf Energiestrahlen oder körperliche Übermacht, sondern auf Klone und Täuschung. Das macht ihn so brandgefährlich: Selbst wenn die X-Men ihn scheinbar besiegen, stehen die Chancen hoch, dass sie nur eine künstliche Kopie erwischt haben – während der echte Essex im Hintergrund längst die nächsten Schritte plant.

Sinister ist kein klassischer Welteroberer, der Städte in die Luft jagt. Er ist ein genialer, aber völlig skrupelloser Genetiker, der von Mutanten-DNA besessen ist – insbesondere von der Blutlinie von Scott Summers und Jean Grey. Hier erwartet uns also vermutlich sogar ein sehr persönlicher Konflikt mit den neuen Helden. Wir sind gespannt, ob er nur für den ersten Film eine Rolle spielt oder uns länger im MCU begleiten wird.

Von Brand New Day zu den X-Men: Damage Control

Neben Mr. Sinister ist ein weiterer Gegenspieler sehr wahrscheinlich: Die staatliche Anti-Mutanten-Organisation Damage Control. Sie wurde erst vor kurzem prominent in "Brand New Day" vorgestellt. Es ist kaum vorstellbar, dass dieser Faden nicht so schnell wie möglich wieder aufgegriffen wird. Die Frage ist, ob Sinister direkt mit Damage Control zusammenarbeitet oder die X-Men einen Krieg an zwei Fronten führen müssen.

Frischer Wind hinter den Kulissen

Selbst der beste Cast braucht jemanden, der das Ganze zusammenhält. Auf dem Regiestuhl nimmt Jake Schreier Platz. Wenn euch der Name bekannt vorkommt: Schreier hat für Marvel bereits den 2025 erschienenen "Thunderbolts" inszeniert. Dass Kevin Feige ihm direkt danach das Kronjuwel der X-Men anvertraut, spricht Bände über das Vertrauen, das Marvel in ihn setzt.

Noch spannender ist aber, was sich beim Drehbuch getan hat. Schreier arbeitet hier wie bei "Thunderbolts" mit Lee Sung Jin und Joanna Calo zusammen. Und hier sollten eure Ohren klingeln. Joanna Calo ist nämlich Co-Showrunner der Hit-Serie "The Bear". Lee Sung Jin wiederum ist Autor der Serie "Beef". Was bedeutet das für die X-Men? Es bedeutet, dass wir uns auf messerscharfe Dialoge, tiefgreifende zwischenmenschliche Konflikte und eine geballte Ladung Charakterdrama freuen dürfen.

Genau das brauchen die X-Men. Es geht bei ihnen nicht nur um bunte Kostüme und coole Fähigkeiten, sondern um Ausgrenzung, familiäre Bande und ständige innere Zerrissenheit. Dass man sich Autoren aus dem Drama-Bereich holt, zeigt ganz deutlich: Dieser Film will mehr sein als ein gewöhnliches CGI-Spektakel. Schreier selbst betonte bereits, dass er und Feige lange darüber sprachen, sich auf die Dinge aus den Comics zu fokussieren, die im Kino zuletzt nicht so gut umgesetzt worden sind – was auch immer er genau damit gemeint hat.

Was ist mit Wolverine?

Wir müssen natürlich auch über einen Namen sprechen, der auf der Besetzungsliste fehlt: Logan alias Wolverine. Bisher gibt es keine offizielle Ankündigung, dass Wolverine Teil dieses ersten X-Men Teams im MCU sein wird. Und wenn wir ehrlich sind: Das ist vielleicht die mutigste und beste Entscheidung, die Marvel treffen konnte.

Versteht uns nicht falsch, wir alle lieben Wolverine. Indem man ihn jetzt erst einmal außen vor lässt, gibt man den anderen Charakteren den Raum zum Atmen, den sie verdienen. Außerdem spart man sich gerade zum Auftakt der neuen X-Men die riesige Debatte um die Besetzung. Bei aller Liebe zu den "Bis er 90 ist"-Gags: Hugh Jackman kann die Rolle nicht ewig spielen. Also muss es zwangsläufig irgendwann eine Neubesetzung geben, wenn Logan im X-Men Universum weiterhin in der bekannten Art und Weise existieren soll. Jedoch: Die Kritik der Fans wird gnadenlos sein. Marvel ist also gut damit beraten, sich dieser Debatte noch nicht zum Auftakt ihrer nächsten großen MCU-Saga zu stellen. Aber wer weiß: Vielleicht gibt es ja zumindest ein Wiedersehen mit Laura Kinney als Wolverine-Variante.

Wann startet der neue X-Men Film?

Wir haben es gerade schon gesagt: Mit den X-Men startet der nächste große Abschnitt des MCU. Nach der gewaltigen Multiversum-Saga und den beiden neuen Avengers-Filmen ist erstmal alles wieder auf Anfang. Und im Zentrum von allem stehen eben die X-Men in der sogenannten Mutanten-Saga. Die Story von "Avengers: Secret Wars" wird somit auch zum Schlüsselmoment und zur Erklärung für den neuen Cast. Bekanntermaßen werden wir in den nächsten Filmen noch einmal die alten X-Men erleben. Aber Kevin Feige hat bereits erklärt, dass die Story die vielfältigen Multiversen endlich wieder zusammenführen wird. Deshalb handelt es sich bei dem neuen "X-Men"-Film auch nicht um ein klassisches Reboot: Es wird nicht einfach so getan, als gäbe es die alten Varianten nicht. Aber das MCU wird uns trotzdem seine eigene, neue Variante der bekannten Figuren präsentieren.

Wie genau das passieren wird, werden wir vermutlich erst in "Secret Wars" erleben. Dessen Kinostart ist ja im Dezember 2027. Die spannende Frage ist: Werden wir dort bereits die neuen X-Men zu Gesicht bekommen? Zumindest Jean Grey hat ihr Debüt im MCU ja bereits hinter sich gebracht. Aber selbst, wenn die Mutanten zu diesem Zeitpunkt noch keinen großen Auftritt haben werden: Ihr eigener Film lässt danach nicht lange auf sich warten: Der offizielle Kinostart für den MCU "X-Men"-Film ist der 5. Mai 2028.