Scapegoat: Jacob Elordi für neuen Film von Midsommar-Regisseur Ari Aster im Gespräch
Mit Scarlett Johansson ist bereits ein großer Hollywood-Name Teil der Besetzung
Die Besetzung des neuen Ari-Aster-Films nimmt langsam Formen an. Zuletzt konnte der Regisseur mit Scarlett Johansson bereits einen absoluten A-Lister Hollywoods für sein Projekt namens "Scapegoat" gewinnen. Nun berichtet das Branchenportal Deadline von einem weiteren großen Namen: Demnach soll Jacob Elordi zur Besetzung stoßen.
Was ist zu Scapegoat bereits bekannt?
Aktuell befinde man sich mit dem "Euphoria"-Star in Gesprächen. Welche Rolle der Schauspieler übernehmen soll, bleibt dabei noch unklar. Generell ist aktuell noch äußerst wenig über "Scapegoat" bekannt. Um die Prämisse des Films ranken sich einige Spekulationen. Die Rede ist teilweise von einem Arzt, der eine populäre Internet-Persönlichkeit operiert. Manche Insider sprechen von einer Science-Fiction-Romanze, manche sprechen hingegen von einem eher klassischen Drama. Noch ist alles davon unbestätigt.
Bei Aster kann man sich allerdings gut und gerne auf ein außergewöhnliches und untypisches Konzept einstellen. Zwar ist der Regisseur überwiegend für seine Horrorfilme "Hereditary" und "Midsommar" bekannt, bewies jedoch unter anderem mit seinem letzten Film "Eddington", dass er auch andere Wege gehen kann.
Erneute Zusammenarbeit mit A24
Klar ist derweil bereits, dass Aster für "Scapegoat" erneut mit A24 zusammenarbeiten wird. Unter dem Filmstudio sind auch die letzten vier Filme des Regisseurs entstanden. Aster wird (wie es für ihn üblich ist) "Scapegoat" nicht nur inszenieren, sondern ist außerdem für das Drehbuch zuständig. Wenn das Casting Elordis finalisiert werden kann, sollen laut Deadline die Dreharbeiten noch 2026 starten. Ein Startdatum wurde noch nicht bekanntgegeben, realistisch scheint bei diesem Zeitplan allerdings ein Kinostart Ende 2027 oder 2028.
Zuvor wird Elordi jedoch in einem gänzlich anderen Film auf der großen Leinwand zu sehen sein. Der Schauspieler spielt die Hauptrolle in "Das Ende der Sterne" von Hollywood-Legende Ridley Scott. Der Film mit Margaret Qualley, Josh Brolin und Guy Pearce erscheint bereits am 27. August 2026 in den Kinos. Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen:

Jacob Elordi: Vom Teenieschwarm zum gefragten Darsteller
Seinen internationalen Durchbruch feierte Elordi 2018 mit der Netflix-RomCom "The Kissing Booth". Als Noah Flynn wurde er einem großen Publikum bekannt und kehrte auch in den beiden Fortsetzungen in die Rolle zurück. Den entscheidenden Schritt in Richtung anspruchsvollerer Rollen machte Elordi anschließend mit der HBO-Serie "Euphoria". Als Nate Jacobs gehört er seit 2019 zum zentralen Ensemble der Serie.
Parallel dazu etablierte er sich zunehmend im Kinobereich. In Sofia Coppolas "Priscilla" verkörperte er Elvis Presley an der Seite von Cailee Spaeny, während er in Emerald Fennells schwarzer Komödie "Saltburn" zu sehen war. Beide Filme trugen wesentlich dazu bei, Elordi vom klassischen Teenie-Star zu einem der gefragteren jungen Schauspieler Hollywoods zu machen.
2025 war Elordi in Guillermo del Toros "Frankenstein" zu sehen. In der Neuinterpretation des Klassikers übernahm er die Rolle der Kreatur und wurde bei den Oscars 2026 als bester Bester Nebendarsteller nominiert. Zuletzt war Elordi in einer weiteren Verfilmung eines Literaturklassikers zu sehen: In "Wuthering Heights" arbeitete er erneut mit Emerald Fennell zusammen und spielte neben "Barbie"-Star Margot Robbie.

Ari Aster: Eine ungewöhnliche Hollywood-Karriere
Seinen großen Durchbruch feierte Ari Aster 2018 mit "Hereditary". In seinem ersten Langfilm erzählt er von der Familie Graham, die nach dem Tod der Großmutter mit immer unheimlicheren Ereignissen und dunklen Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Der Film verbindet klassischen Horror mit einem Familiendrama über Trauer, Schuld und familiäre Traumata und machte Aster auf Anhieb zu einem der spannendsten neuen Regisseure des Genres.
Bereits ein Jahr später folgte mit "Midsommar" sein nächster großer Erfolg. Florence Pugh spielt darin Dani, die gemeinsam mit ihrem Freund und dessen Freunden in ein abgelegenes schwedisches Dorf reist. Was zunächst wie ein idyllisches Mittsommerfest wirkt, entwickelt sich zunehmend zu einem verstörenden Albtraum. Anders als bei "Hereditary" spielt sich ein Großteil des Films bei hellem Tageslicht ab. Im Mittelpunkt stehen dabei neben den Horrorelementen vor allem Trauer, eine zerbrechende Beziehung und die Dynamik innerhalb einer sektenähnlichen Gemeinschaft.

Mit "Beau Is Afraid" schlug Aster 2023 schließlich einen deutlich surrealeren Weg ein. Joaquin Phoenix verkörpert den von Ängsten und Paranoia geplagten Beau, der sich auf eine bizarre Reise zu seiner Mutter begibt. Der Film vermischt Horror, schwarze Komödie, Drama und surrealistische Elemente und ist deutlich weniger einem klassischen Genre zuzuordnen als Asters vorherige Werke.
Sein bislang jüngster Film "Eddington" aus dem Jahr 2025 führte diese Entwicklung weiter. Joaquin Phoenix spielt einen Sheriff in einer Kleinstadt in New Mexico, der während der frühen Phase der Corona-Pandemie mit dem Bürgermeister (Pedro Pascal) aneinandergerät. Aus dem persönlichen Konflikt entwickelt sich zunehmend ein gesellschaftliches Chaos. Politische Polarisierung, Verschwörungstheorien und die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft stehen dabei im Mittelpunkt. Aster verbindet diese Themen mit Elementen einer schwarzen Satire und eines modernen Westerns.
Damit hat Aster innerhalb weniger Jahre gezeigt, dass er sich nicht auf Horror festlegen lässt. Zwar ziehen sich Themen wie Angst, Paranoia und menschliche Abgründe durch seine Filme, gleichzeitig wechselt er immer wieder Stil und Genre. Entsprechend schwer lässt sich auch vorhersagen, in welche Richtung "Scapegoat" letztlich gehen wird.
