Der Trailer zu Quentin Tarantinos Kill Bill: The Whole Bloody Affair ist da!
Die Regie-Legende bringt Kill Bill als Gesamtwerk mit neuer Szene ins Kino
"Kill Bill" kommt in seiner Gesamtfassung ins Kino – inklusive einer neuen Szene! Wie viele Tarantino-Fans wissen, wollte der Meisterregisseur Teil 1 und 2 ursprünglich als einen Film veröffentlichen. Das Problem allerdings: die epische Länge. Aus kommerziellen Gründen wurde eine solche Fassung damals abgelehnt. Mit "Kill Bill: The Whole Bloody Affair" bringt Tarantino seine beiden Kultfilme nun als episches Gesamtwerk auf die große Leinwand. Statt der ursprünglich getrennten Kapitel präsentiert sich die blutige Rachegeschichte nun als durchgehendes Filmerlebnis – ganz im Sinne der ursprünglichen Vision des Regisseurs.
Was ist in der neuen Fassung anders?
Dabei werden die beiden Filme nicht einfach nur hintereinander gezeigt. Tarantino hat sich für eine neue Schnittfassung für sein Mammutwerk entschieden. Das Ende von "Vol. 1" sowie der Anfang von "Vol. 2" wurden entsprechend angepasst, damit die neue Fassung als ganzer Film funktioniert. Die wohl größte Änderung ist aber eine völlig neue, bisher ungesehene Szene: Die Anime-Sequenz rund um O-Ren Ishii (in den Live-Action-Szenen gespielt von Lucy Liu) wurde um siebeneinhalb Minuten erweitert. Außerdem wurden Änderungen an der berühmten Schwarz-Schweiß-Kampfsequenz am Ende von Teil 1 vorgenommen. Diese gibt es nun in Farbe zu sehen.
Wann startet The Whole Bloody Affair im Kino?
Aufgrund der Laufzeit von über vier Stunden könnt ihr euch auch auf eine 15-minütige Pause einstellen. Tarantino-Fans können sich also auf ein besonderes Kinoerlebnis freuen. In den USA lief der Film bereits, nun folgt endlich der reguläre Release in Deutschland. Am 16. April erscheint "Kill Bill: The Whole Bloody Affair" im Kino. Hier könnt ihr euch den Trailer anschauen!

Das Phänomen von Kill Bill
Mit "The Whole Bloody Affair" richtet sich der Blick erneut auf ein Werk, das längst Kultstatus erreicht hat: "Kill Bill" gehört zu den prägendsten Filmen von Quentin Tarantino – und zu den markantesten Beiträgen des modernen Actionkinos.
Im Mittelpunkt steht "Die Braut", gespielt von Uma Thurman, eine ehemalige Auftragskillerin und Mitglied des sogenannten "Deadly Viper Assassination Squad". Nach einem Massaker bei ihrer eigenen Hochzeit wird sie schwer verletzt und fällt ins Koma. Als sie Jahre später erwacht, bleibt ihr nur ein Ziel: Rache. Einer nach dem anderen nimmt sie die ehemaligen Weggefährten ins Visier – bis sie schließlich ihrem einstigen Mentor und Geliebten Bill gegenübersteht.
Ein stilisiertes Action-Feuerwerk
"Vol. 1" inszeniert diese Odyssee als stilisiertes Action-Feuerwerk. Der Film ist laut, grell, schnell geschnitten und geprägt von spektakulären Kampfszenen. Unter anderem das Duell gegen O-Ren Ishii im verschneiten Garten oder die Auseinandersetzung mit den "Crazy 88" sind längst ikonisch. Tarantino bedient sich dabei bewusst bei seinen filmischen Vorbildern: Hongkong-Martial-Arts-Kino, japanische Samurai-Filme, Italo-Western und Exploitation-Streifen verschmelzen zu einer überbordenden Hommage an das Genrekino. "Vol. 2" schlägt dagegen teilweise auch leisere Töne an – ohne dabei die harten Elemente aus Teil 1 zu vernachlässigen. Hier werden neben der stilisierten Rachefantasie Themen wie Verrat, Liebe und Selbstermächtigung ins Zentrum gestellt.
Typisch für Tarantino ist auch die nicht-lineare Erzählstruktur. Kapitelüberschriften, Zeitsprünge und Perspektivwechsel sorgen für eine eigenwillige Dramaturgie. Hinzu kommt sein Gespür für ikonische Bilder und prägnante Musikmomente. Der Soundtrack – eine Mischung aus Westernklängen, Fernost-Einflüssen und Pop – trägt maßgeblich zur Atmosphäre bei. Gewalt wird dabei nicht naturalistisch dargestellt, sondern bewusst überhöht und stilisiert – als ästhetisches Mittel, das sich seiner Künstlichkeit stets bewusst ist.
Der Kultstatus von Kill Bill
Der anhaltende Erfolg von "Kill Bill" lässt sich vor allem durch diese einzigartige Mischung erklären: starke, selbstbestimmte Figuren, eine unverwechselbare visuelle Handschrift und ein Regisseur, der Filmgeschichte nicht nur zitiert, sondern neu zusammensetzt. Uma Thurmans Performance gilt bis heute als eine der prägendsten weiblichen Actionrollen der 2000er-Jahre. Die gelbe Trainingsjacke, das Hattori-Hanzo-Schwert und zahlreiche Dialogzeilen haben längst Popkulturstatus erreicht.
Mehr als zwei Jahrzehnte nach ihrer Premiere wirken die Filme kein bisschen veraltet – im Gegenteil. Sie stehen exemplarisch für Tarantinos Fähigkeit, Genrekinos zu dekonstruieren und zugleich zu feiern. "The Whole Bloody Affair" bietet nun die Chance, dieses zweiteilige Werk in einer geschlossenen Form neu zu erleben – als kompromissloses, stilistisch brillantes Gesamtkunstwerk.