Neuer Alien Film: Drehbuchautor soll angeblich feststehen

Darüber hinaus könnte ein Sequel zu Romulus folgen

Von Carlos Corbelle Fraga am 3 min Lesezeit

Angeblich ist ein neuer "Alien"-Film in der Mache. Den Hollywood-Insidern Daniel Richtman und Jeff Sneider ist zu Ohren gekommen, dass Brian Duffield das Drehbuch übernimmt.

Eine interessante Wahl: Der Filmemacher kennt sich bestens mit außerirdischen Bedrohungen und gefährlichen Kreaturen aus. In "No One Will Save You" erzählte der Regisseur und Drehbuchautor von einer Alien-Invasion. Und in seinem neuesten Thriller "Whalefall" kämpft ein Taucher ums Überleben – nachdem er von einem gewaltigen Wal verschluckt wird. Ob Duffield auch beim "Alien"-Film Regie führen wird, ist bislang nicht bekannt. Auch über die Handlung wurde noch nichts verraten.

Auch ein Sequel zu Alien: Romulus könnte noch kommen

So oder so handelt es sich wohl nicht um das Sequel zu "Alien: Romulus", dem bislang letzten Teil der Filmreihe. Denn: Dazu soll es bereits ein Drehbuch von Fede Álvarez und Rodo Sayagues geben. Bei "Alien: Romulus" nahm Álvarez auch auf dem Regiestuhl Platz. Diesmal wird er aber wohl nur als Drehbuchautor und Produzent an Bord sein. Für die Inszenierung des potentiellen "Romulus"-Nachfolgers soll Regisseur Michael Sarnoski im Gespräch sein, der derzeit mit "The Death of Robin Hood" von sich reden macht.

Bild zu ALIEN: Romulus Trailer German Deutsch (2024)

So oder so wird man abwarten müssen, ob und wie es mit dem "Alien"-Franchise im Kino weitergeht wird. Zumal es sich bei den Berichten zu Sarnoski und Duffield zum jetzigen Zeitpunkt bloß um Spekulationen handelt. Dementsprechend ist das Ganze bislang mit Vorsicht zu genießen. Wobei sich im Falle von Duffield der 20th-Century-Studios-Präsident Steve Asbell zu Wort gemeldet hat. Auf Social Media reagierte er auf das Gerücht mit einem simplen: "Wer?". Was offensichtlich als Scherz gemeint ist, da er mit Duffield bereits bei "No One Will Save You" und "Whalefall" zusammengearbeitet hat, wie JoBlo berichtet.

Alien: Ein Klassiker des Science-Fiction-Horrors

Kaum ein Monster hat einen derart bleibenden Eindruck auf der Kinoleinwand hinterlassen, wie die titelgebenden Kreaturen der "Alien"-Reihe. Vor allem der erste Teil aus dem Jahre 1979 ist bis heute ein gefeierter Klassiker, der auf beeindruckende Weise Science-Fiction mit Horror kombiniert. Regisseur Ridley Scott gelang mit "Alien: Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt" ein Genre-Meilenstein, an dem sich die zahlreichen Fortsetzungen des Franchise messen lassen müssen.

Das Erstaunliche: Der direkte Nachfolger "Aliens: Die Rückkehr" ist durchaus ebenbürtig – wenn auch auf andere Weise. James Cameron drehte 1986 ein Sequel, das den ersten Teil konsequent fortsetzt. Das gilt vor allem für die Weiterentwicklung der von Sigourney Weaver gespielten Protagonistin Ellen Ripley, die im zweiten Teil an Komplexität gewinnt. Gleichzeitig vollzieht der Film einen Genre-Wechsel: Stand in Scotts Version der Horror im Fokus, drehte Cameron einen Actionfilm, der ebenfalls einen bleibenden Eindruck in der Kino-Historie hinterließ.

Bild zu ALIENS EXPANDED Trailer German Deutsch (2026) James Cameron, Exklusiv

Ohne Ripley ist es nicht dasselbe

Was die Gunst der Kritiker angeht, haben es die Nachfolger durchaus schwerer. Dabei haben gerade Teil 3 und 4 ihren ganz eigenen Reiz. Mit "Alien 3" gelang David Fincher etwas Erstaunliches: Innerhalb der ohnehin ziemlich düsteren Filmreihe, inszenierte er 1992 ein Sequel, das mitunter so trostlos daherkommt, dass diese Trostlosigkeit ihren ganz eigenen, einzigartigen Reiz entfaltet. 1997 folgte der bislang letzte Teil, in dem Sigourney Weaver als Ellen Ripley im Mittelpunkt stand: "Alien: Die Wiedergeburt". Diesmal führte Jean-Pierre Jeunet Regie. Das Besondere: Ripley wurde als Charakter quasi neu erfunden. Wodurch die Heldin auf einmal neue Facetten erhielt, die ebenso überraschend wie schlüssig daherkamen.

Im Laufe der folgenden Jahre folgten noch weitere "Alien"-Filme, in denen es allerdings nicht mehr um Ripley ging. Darunter Prequels, bei denen Ridley Scott als Regisseur zurückkehrte, sowie Crossover-Filme, in denen es zum Aufeinandertreffen mit den außerirdischen Jägern aus dem "Predator"-Franchise kam. Ob manche dieser Filme an die ersten vier Teile mit Ripley heranreichen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Jedenfalls bleibt festzuhalten: Ohne die legendäre Leinwandheldin ist es irgendwie nicht mehr dasselbe.