Ben Afflecks Batman: Neue Details zum nie gedrehten DC-Film enthüllt
Affleck war für Regie und Drehbuch vorgesehen
Bevor Robert Pattinson in "The Batman" als Dunkler Ritter in Gotham für Recht und Ordnung sorgte, sollte eigentlich Ben Affleck sein eigenes Solo-Projekt als Batman bekommen. Der DC-Film kam bekanntlich nie zustande. In seiner neuen Biografie "Bloodlines" verriet Joe Manganiello laut Entertainment Weekly nun, was den Zuschauer ursprünglich erwartet hätte. Manganiello, der im damaligen DCEU als Schurke Deathstroke zu sehen war, sollte in Afflecks "Batman"-Film den zentralen Gegenspieler verkörpern. Affleck selbst wollte dabei nicht nur erneut Bruce Wayne spielen, sondern auch das Drehbuch schreiben, Regie führen und als Produzent tätig sein.
Deathstroke gegen Bruce Wayne
Manganiellos Schilderungen zufolge sollte sich der Film stark von klassischen Superhelden-Abenteuern unterscheiden. Affleck habe ihm das Projekt als eine Art Superhelden-Version von David Finchers "The Game" beschrieben. Im Mittelpunkt hätte Deathstrokes persönlicher Rachefeldzug gegen Batman gestanden. Demnach sollte Slade Wilson davon überzeugt sein, dass Batman für den Tod seines Sohnes verantwortlich ist. Daraufhin hätte Deathstroke versucht, nicht nur den Dunklen Ritter zu besiegen, sondern Bruce Waynes gesamtes Leben systematisch zu zerstören.
Dabei hätte es offenbar auch Batmans engste Vertraute getroffen. Commissioner Gordon, der im damaligen DC-Universum von J. K. Simmons gespielt wurde, sollte von Deathstroke getötet werden. Alfred Pennyworth, erneut verkörpert von Jeremy Irons, wäre hingegen als Geisel in die Gewalt des Söldners geraten. Selbst die Batcave wäre in Mitleidenschaft gezogen worden.
Der Auftritt von Batgirl
Auch Batgirl hätte in der Geschichte offenbar eine Rolle gespielt. Etwa zur Hälfte des Films sollte es zu einem großen Kampf kommen, bei dem Deathstroke sowohl Batman als auch Batgirl beinahe besiegt. Den beiden Helden wäre schließlich die Flucht mit einer oberirdisch verlaufenden Bahn gelungen. Ursprünglich wurde Leslie Grace für einen eigenen "Batgirl"-Film im ehemaligen DC-Filmuniversum verpflichtet. Obwohl der Film weitgehend fertiggestellt wurde, entschied sich Warner Bros. Discovery gegen eine Veröffentlichung.
Großes Finale in Gotham geplant
Für den Showdown hatte Affleck offenbar ambitionierte Pläne. Das Finale sollte auf den Straßen Gothams stattfinden und Batman und Deathstroke noch einmal direkt gegeneinander antreten lassen. Als Inspiration hat unter anderem eine CGI-Kampfsequenz aus dem Videospiel "Batman: Arkham Asylum" gedient, an der Regisseur Tim Miller beteiligt war. Manganiello zeigte sich von Afflecks Plänen begeistert. Besonders dessen Arbeit an Filmen wie "The Town" habe ihm große Hoffnungen gemacht. Der Schauspieler glaubte offenbar sogar, dass Afflecks "Batman" das Potential für eine Nominierung als bester Film bei den Oscars gehabt hätte. Gleichzeitig machte Manganiello Affleck darauf aufmerksam, wie gewaltig die Aufgabe gewesen wäre.
Warum der Film nie entstand
Affleck hatte 2016 in Zack Snyders "Batman v Superman: Dawn of Justice" sein Debüt als Bruce Wayne gefeiert. Schon damals gab es Pläne für einen eigenen Batman-Film, bei dem der Schauspieler sowohl Regie als auch Hauptrolle übernehmen sollte. Das Projekt entwickelte sich allerdings zu einem echten Problemfall, weshalb sich Affleck aus der Produktion zurückzog. 2019 erklärte er im Gespräch mit Jimmy Kimmel, dass er das Projekt letztlich nicht so umsetzen konnte, wie er es sich vorgestellt hatte.
Später sprach Affleck offen darüber, dass seine Zeit als Dunkler Ritter mit persönlichen Problemen einherging. Insbesondere sein Kampf mit dem Alkohol brachte ihn schließlich dazu, sich aus dem Projekt zurückzuziehen. In "Zack Snyder's Justice League" war er 2021 erneut als Batman zu sehen, bevor er 2023 mit "The Flash" seinen Abschied feierte. Das Aus von Afflecks ursprünglichem Batman-Film führte schließlich dazu, dass Matt Reeves die Verantwortung übernahm und mit "The Batman" eine völlig neue und vom DCEU unabhängige Interpretation des Dunklen Ritters in Szene setzte. Robert Pattinson schlüpfte erstmals in die Rolle von Bruce Wayne.
