Sherlock Holmes 3: Robert Downey Jr. soll wieder ermitteln
Das Sequel könnte in einem anderen Land spielen
Fast 15 Jahre warten Fans bereits darauf, Robert Downey Jr. erneut in der Rolle des Sherlock Holmes zu sehen. Nun scheint beim lang erwarteten dritten Teil der Reihe Bewegung ins Spiel zu kommen. Laut Insider Daniel Richtman wurde die Arbeit an "Sherlock Holmes 3" wieder aufgenommen. Dabei soll auch Downey Jr. erneut als Hauptdarsteller an Bord sein.
Mit dem ersten "Sherlock Holmes"-Film von 2009 sowie der zwei Jahre später erschienenen Fortsetzung "Sherlock Holmes: Spiel im Schatten" wurde der berühmte Detektiv dank Guy Ritchie einer Frischzellenkur unterzogen. Unter dessen Regie verwandelte sich die scharfsinnige Spürnase aus Arthur Conan Doyles Romanen in einen schlagkräftigen Blockbusterhelden. Statt klassischer Ermittlungsarbeit setzten Ritchies Verfilmungen auf reichlich Action. An der Seite von Downey Jr. übernahm Jude Law den Part des nicht minder berühmten Assistenten Dr. John Watson.
Allzu viele gesicherte Informationen zum geplanten dritten Teil der Reihe gibt es bislang nicht. Bereits seit 2011 kursieren immer mal wieder neue Meldungen zu "Sherlock Holmes 3". Neben Downey Jr. ist davon auszugehen, dass auch Jude Law wieder an Bord sein soll. Hinter der Kamera scheint es dagegen einen entscheidenden Wechsel zu geben. Statt Guy Ritchie wurde zuletzt Dexter Fletcher als vorgesehener Regisseur des dritten Teils genannt. Der Filmemacher hatte sich unter anderem durch sein Elton-John-Biopic "Rocketman" einen Namen gemacht.
Neuer Schauplatz in Sicht
Was den Inhalt angeht, wurde immerhin bereits angedeutet, dass es einen Schauplatzwechsel geben könnte. Susan Downey, "Sherlock Holmes"-Produzentin und Ehefrau von Hauptdarsteller Robert Downey Jr., deutete im vergangenen Oktober gegenüber Collider an, dass Teil drei in Amerika statt London spielen könnte. "Ich würde liebend gerne einen dritten 'Sherlock' realisieren", betonte sie und ging anschließend näher auf das Setting des geplanten Sequels ein:
Wir haben über eine etwas andere Richtung gesprochen. Es sollte immer irgendwie in Amerika spielen. Ich bin nicht sicher, ob das eine gute Idee ist oder nicht, aber ich liebe es. Ich liebe diese Idee.

Holmes-Puristen dürften mit den bisherigen Teilen der actionlastigen Reihe ihre Probleme haben, an der Kinokasse erwiesen sich die Filme von Guy Ritchie aber als Hits. Sowohl der erste als auch der zweite Film spielten weltweit jeweils über eine halbe Milliarde US-Dollar ein. Da verwundert es nicht, dass man auch nach all den Jahren an einem dritten Teil weiterhin festhält.
Sherlock Holmes als moderner Held neuinterpretiert
Zumal Neuinterpretationen des Sherlock-Holmes-Stoffes schon seit einer Weile im Trend liegen. Die renommierteste dürfte die britische TV-Serie "Sherlock" aus dem Jahr 2010 sein. 13 Folgen lang sind Benedict Cumberbatch als Sherlock Holmes und Martin Freeman in der Rolle des Dr. John Watson zu sehen. Das Besondere: Die Serie erfindet die Figuren von Arthur Conan Doyle als moderne Helden neu. Die Geschichten spielen nicht länger im ausgehenden 19. Jahrhundert, sondern im London unserer Gegenwart.
Einen ähnlichen Ansatz wählt das amerikanische Pendant "Elementary". In der sieben Staffeln umfassenden TV-Serie von 2012 ist die Handlung im New York der Gegenwart angesiedelt. Während Jonny Lee Miller als Sherlock Holmes zu sehen ist, änderte sich beim berühmten Assistenten das Geschlecht. So wird in "Elementary" Lucy Liu zu Dr. Joan Watson.
Die aktuelle, seit 2025 laufende TV-Serie "Watson" konzentriert sich dem Titel entsprechend voll und ganz auf den Sidekick von Holmes. In dieser Neuinterpretationen ist der Detektiv scheinbar ums Leben gekommen. Dr. John Watson, gespielt von Morris Chestnut, widmet sich daraufhin wieder seiner medizinischen Karriere und eröffnet eine Klinik in Pittsburgh.
Wie die drei Serien zeigen, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, wenn es um Sherlock Holmes geht. Dagegen wirken die Filme mit Robert Downey Jr., trotz aller Eigenheiten, fast schon überraschend konventionell.