The Legend of Zelda: Endlich wieder episches Kino!

Das legendäre Nintendo-Game wird endlich für die große Leinwand adaptiert!

Von Tom Hartig am 7 min Lesezeit

Bild zu Endlich wieder episches Kino: The Legend of Zelda - Filmvorschau

Das wird garantiert einer der größten Blockbuster 2027: Der "Zelda"-Kinofilm! Die legendäre Reihe gibt es schon seit 40 Jahren und hat Generationen von Spielern geprägt. Der Druck auf die Filmemacher ist also riesig: "The Legend of Zelda" muss einfach abliefern. Die Hoffnung auf eine würdige Umsetzung ist genauso groß wie die Angst vor einem furchtbaren Reinfall.

Aber was muss der Film überhaupt machen, um zum Erfolg zu werden? Wir verraten euch alles zum aktuellen Stand der Produktion: Was ist der Plan, wie laufen die Dreharbeiten, wer spielt mit – und kriegt Link endlich mal den Mund auf?

Nintendo behält die Zügel in der Hand

Dass wir überhaupt einen Live-Action-Film zu "Zelda" bekommen, grenzt für viele Fans an ein kleines Wunder. Nintendo war über Jahrzehnte extrem zurückhaltend, was Adaptionen mit echten Schauspielern anging. Doch dieses Mal überlässt der japanische Konzern nichts dem Zufall: "Zelda"-Schöpfer Shigeru Miyamoto fungiert selbst als Produzent, Seite an Seite mit Hollywood-Veteran Avi Arad.

Sony Pictures kümmert sich zwar hauptverantwortlich um die Umsetzung, doch Nintendo finanziert laut eigenen Angaben mehr als die Hälfte des Filmbudgets. Das ist ein klares Signal: Der Spielehersteller behält die maximale kreative Kontrolle, damit das Erbe der Reihe auf keinen Fall verwässert wird.

Der Cast von Link und Zelda

Natürlich steht und fällt die Umsetzung eines "Zelda"-Films mit der richtigen Besetzung. Und geht es nach den Reaktionen im Netz, scheint Sony hier eine gute Wahl getroffen zu haben: Link wird von dem 17-jährigen Briten Benjamin Evan Ainsworth gespielt, in die Rolle von Prinzessin Zelda schlüpft die 22-jährige Britin Bo Bragason.

Dieser Cast ist aus mehreren Gründen bemerkenswert: Zum einen hat man sich in beiden Fällen für Schauspieler entschieden, die bisher noch relativ unbekannt sind. Das macht es leichter, sie in den ikonischen Rollen zu akzeptieren. Stellt euch vor, man hätte Link mit jemandem wie Tom Holland besetzt: Dessen Name tauchte zwar immer wieder bei Filmfans als Wunschkandidat auf – aber seine Bekanntheit als Spider-Man hätte vermutlich von der neuen Rolle abgelenkt.

Was auch auffällt: Der Altersunterschied der beiden Schauspieler. Wie viele Fans fragen wir uns, ob das eine Rolle spielen wird, wie die beiden Figuren im Film gezeigt werden. Es ist zum Beispiel gut denkbar, dass Link bewusst als ein junger, noch unerfahrener Held dargestellt wird – während Zelda als Prinzessin schon etwas mehr Erfahrung mitbringen wird. "Zelda"-Schöpfer Shigeru Miyamoto lobte bereits den Cast und betonte, dass die beiden jungen Schauspieler den Charakteren neues Leben einhauchen und die ikonischen Helden authentisch verkörpern werden.

Die ersten Bilder mit den beiden Darstellern im Kostüm kamen größtenteils positiv bei den Fans an. Der Look verrät auch einiges zum Ansatz des Films: Offenbar setzt man auf ein eher realistisches Design. Die Zelda-Spiele haben über die Jahre viele verschiedene Stile bedient. Es wäre also durchaus denkbar gewesen, dass uns auch eine knallbunte Optik wie in der Netflix-Adaption von "One Piece" erwartet. Außerdem hatte gerade der Erfolg des "Mario"-Films den Weg geebnet, dass Nintendo seine "Zelda"-Marke überhaupt von Hollywood verfilmen lässt. Es wäre ein Leichtes gewesen, hier ebenfalls eine kindlich-spaßige Adaption zu versuchen. Es macht uns Hoffnung, dass man es stattdessen mit einem eigenen Ansatz versucht. Zusammen mit dem Cast von eher unbekannten Schauspielern scheint hier die künstlerische Vision im Vordergrund zu stehen.

In einem wichtigen Punkt wird der "Zelda"-Film aber wohl von der Spielvorlage abweichen: Dort bleibt der Held in fast allen Spielen stumm – eine Entscheidung, die es Spielern erleichtern soll, sich mit Link zu identifizieren. Es wurde jedoch schon mehrfach betont, dass Link durchaus sprechen kann, auch wenn das nie so gezeigt wird. Regisseur Wes Ball scherzte bereits, dass man im Film ja einfach Sprechtafeln einblenden könnte. Es gibt zwar keine offizielle Aussage zur Entscheidung. Wir gehen aber stark davon aus, dass der Held im Film ganz normal kommunizieren wird.

Zum restlichen Cast ist bisher nichts Offizielles bekannt – und das, obwohl die Dreharbeiten schon seit November 2025 laufen und im April 2026 abgeschlossen wurden. Zwischendurch gab es einzelne Leaks vom Set, darunter vom Chef-Kameramann Gyula Pados.

Zelda Leaks und mehr: Ein Blick hinter die Kulissen

An den inzwischen gelöschten Fotos konnte man vor allem eines erkennen: Die Macher haben sich beim Design der Outfits und Kulissen wohl an verschiedenen Zelda-Spielen orientiert. Wir erwarten also keine konkrete Verfilmung eines bestimmten Spiels. Aber Fans der Games sind es ohnehin gewohnt, dass jedes neue Abenteuer auf eigenen Füßen steht und altbekannte Elemente immer wieder in neuen Variationen präsentiert werden. Diesen Weg scheint auch der Kinofilm zu gehen.

Anhand der Leaks vom Set spekulieren Fans außerdem, dass Schauspielerin Dichen Lachman die Rolle von Impa spielen könnte. In den Games ist Impa meistens die Zofe von Zelda, teilweise auch ihr Bodyguard.

Regie & Drehbuch für den Zelda Film

Regisseur Wes Ball bringt einiges an Erfahrung mit. Bekannt wurde er durch die "Maze Runner"-Filme. Zuletzt drehte er "Planet der Affen: New Kingdom" – modernes CGI, epische Action und emotionale Charaktere kann er also schon mal. Beste Voraussetzungen für eine Verfilmung von "The Legend of Zelda"!

Interessanter wird es beim Autoren des Drehbuchs: Derek Connolly kennt man von den ersten beiden "Jurassic World"-Filmen, dem großartigen "Meisterdetektiv Pikachu" – aber auch dem Mega-Flop "Monster Trucks".

Die Musik von Koji Kondo

Wenn wir an Zelda denken, denken wir vor allem an eins: den fantastischen Soundtrack von Koji Kondo. Es gibt zwar auch hier keine offiziellen Angaben, aber laut den neuesten Berichten steuert wohl der Komponist John Paesano die Musik für die Verfilmung bei – natürlich mit Beratung von Kondo. Paesano machte auch die Musik für die bisherigen Filme von Regisseur Wes Ball. Wir freuen uns schon jetzt auf die neuen Fassungen der legendärsten musikalischen Themen der Reihe.

Zelda in Neuseeland

Was für "Der Herr der Ringe" gut genug war, kann für "Zelda" nicht verkehrt sein: Der Film wurde in Neuseeland gedreht. Neben den unvermeidbaren CGI-Effekten setzen die Macher wie damals auch auf riesige Sets und praktische Effekte. Vom idyllischen Kokiri-Wald über das majestätische Schloss Hyrule bis hin zu den düsteren Tiefen eines Schattentempels – der Film soll die Welt von Hyrule so detailgetreu darstellen, dass Fans sich sofort heimisch fühlen.

Die Monster von Hyrule

Aber was wäre ein echtes "Zelda"-Abenteuer ohne ordentliche Widersacher? Bisher lag der Fokus bei den Leaks und Diskussionen stark auf Link und Zelda. Doch wir rätseln bereits, wie die legendären Monster auf der großen Leinwand aussehen werden. Von alltäglichen Plagegeistern wie den Bokblins bis hin zu furchteinflößenden Brocken wie den Leunen – das Bestiarium der Spiele gibt einiges her. Da die Macher stark auf echte Kulissen setzen, hoffen wir, dass auch viele der Kreaturen nicht nur am Computer entstehen, sondern durch aufwendige Masken und Animatronics zum Leben erweckt werden. Das würde die Bedrohung in Hyrule gleich viel greifbarer machen.

Neue Interpretationen von Hyrule

Ein herausragendes Merkmal des "Zelda"-Franchise: Es zeigt uns immer wieder dieselben Charaktere, Schauplätze und Artefakte – aber jedesmal auf eine andere Art und Weise. Link, Zelda und Bösewicht Ganondorf tauchen in fast jedem Ableger auf, weichen aber immer wieder in Details voneinander ab. Auch wandeln sich vertraute Orte: Mal steht Schloss Hyrule inmitten der Landschaft, mal ist es von Wassermassen umschlossen. Die immer gleichen Muster – zu unterschiedlichen Zeiten, vielleicht sogar in anderen Dimensionen.

Dieser Facettenreichtum verleiht "Zelda" seine Einmaligkeit – und ist perfekt für den Film. Es gilt nicht, eine Geschichte perfekt zu kopieren. Sondern eine neue Legende zu erzählen, die sich nach Zelda anfühlt.

Was das Zelda-Universum ausmacht, sind die Emotionen. Das Gefühl von einem ehrlichen, klassischen Abenteuer: mit guten Helden und finsteren Bösewichten. Mit humorvollen Momenten, aber ohne die epische Geschichte ins Lächerliche zu ziehen. Wir wollen magische Orte, faszinierende Tempel und vielleicht sogar das eine oder andere Rätsel. Wenn der Film das Gefühl der Spiele transportieren kann, hat er seine Mission erfüllt.

Der Kinostart des Zelda Films

Ob die Magie der Games erfolgreich auf die große Leinwand gezaubert wurde, sehen wir im nächsten Jahr. Der Kinostart von "The Legend of Zelda" ist am 6. Mai 2027.