Ocean's Eleven Prequel: Regisseur steigt überraschend aus
Nun wird ein Nachfolger gesucht – und auch ein Sequel ist geplant
Dämpfer für das geplante "Ocean's Eleven"-Prequel! Eigentlich sollte Lee Isaac Chung Regie führen. Doch nun ist der Filmemacher überraschend ausgestiegen, wie das US-Branchenblatt Deadline meldet. Chung habe gemeinsam mit Hauptdarstellerin und Produzentin Margot Robbie an der Entwicklung des Films gearbeitet. Allerdings sei es laut Warner Bros. zur "einvernehmlichen Trennung aufgrund kreativer Differenzen" gekommen. Das Filmstudio bezeichnet Chung nichtsdestotrotz als "einzigartiges Regietalent" und betont:
"Unsere Erfahrungen mit ihm haben uns nur noch mehr darin bestärkt, bei zukünftigen Projekten zusammenzuarbeiten."
Lee Isaac Chung hatte vor allem mit seinem Film "Minari – Wo wir Wurzeln schlagen" für Aufsehen gesorgt. Das Drama um eine koreanisch-amerikanische Familie wurde 2021 für sechs Oscars nominiert, darunter als bester Film und für die beste Regie. 2024 bewies er mit dem Katastrophenfilm "Twisters", dass er auch als Blockbuster-Regisseur glänzen kann und erzielte beachtliche 372 Millionen US-Dollar an den weltweiten Kinokassen. Damit empfahl er sich wohl auch für das Prequel der mit zahlreichen Stars besetzten Krimi-Komödie "Ocean's Eleven", mit der Regisseur Steven Soderbergh vor 25 Jahren eine ungeheuer erfolgreiche Filmreihe begründete.

Auch ein Ocean's-Sequel ist geplant
Nun wird nach einem neuen Regisseur für das "Ocean's Eleven"-Prequel gesucht. Für das Drehbuch zeichnet Carrie Solomon verantwortlich. Die Handlung des Films wird bislang unter Verschluss gehalten. Allerdings wurde bereits vor einigen Jahren spekuliert, dass die Story im Europa der 1960er spielen könnte. Als Regisseur war zunächst Jay Roach vorgesehen. Als Co-Darsteller von Margot Robbie war ihr "Barbie"-Kollege Ryan Gosling im Gespräch. Zuletzt hieß es jedoch, dass stattdessen Bradley Cooper die männliche Hauptrolle an Robbies Seite übernehmen könnte. Wie sich das "Ocean's Eleven"-Prequel nach dem Ausstieg Chungs weiterentwickelt, bleibt abzuwarten.
In jedem Fall ist das Prequel nicht der einzige Film, mit dem das "Ocean's"-Franchise fortgeführt werden soll. Mit "Ocean's 14" ist zudem ein Sequel geplant, bei dem auch einstige "Ocean's Eleven"-Stars wie George Clooney, Julia Roberts, Brad Pitt, Matt Damon und Don Cheadle wieder an Bord sein könnten. Für die Inszenierung ist "Deadpool 2"-Regisseur David Leitch im Gespräch.

Erfolgreiche Filmreihe
Fans der Reihe haben also allen Grund zur Hoffnung, dass es noch weitere Filme aus dem "Ocean's"-Franchise auf die Leinwand schaffen werden. Angesichts der riesigen Geldsummen, die die Krimi-Komödien generiert haben, verwundern die Fortsetzungspläne aber auch nicht sonderlich. Mit dem ersten Teil aus dem Jahre 2001 drehte Steven Soderbergh einen Film, der durch seine ungemein lässige Inszenierung und die Coolness der zahlreichen Stars um Hauptdarsteller George Clooney bestach. Die Story um eine Gruppe sympathischer Gauner, die ein Casino in Las Vegas ausrauben wollen, kam gut an und spülte satte 450 Millionen US-Dollar in die weltweiten Kinokassen.
Unter Soderberghs Regie folgten 2004 und 2007 die beiden Fortsetzungen "Ocean's 12" und "Ocean's 13". Erneut mit Clooney und Co. besetzt, spielten die Sequels jeweils über 300 Millionen ein. Auf einen weiteren Teil mussten Fans lange warten. 2018 kam dann mit "Ocean's 8" ein Ableger von Regisseur Gary Ross, in dem eine weibliche Truppe um Sandra Bullock im Mittelpunkt stand. Mit einem Einspielergebnis von 297 Millionen bewies auch dieser Film: Das Publikum hat noch lange nicht genug vom "Ocean's"-Kosmos.
