Ridley Scott reist in die Postapokalypse! Unsere META-Filmkritik zu Das Ende der Sterne

Wir verraten, was ihr vom Survival-Drama mit Jacob Elordi erwarten könnt – und ordnen die Urteile anderer Kritiker ein

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Hochkarätige Stars und beeindruckende Bilder: "Das Ende der Sterne" hat einiges zu bieten. Doch kann der Endzeitfilm von Ridley Scott auch ansonsten überzeugen? Was wir und andere Kritiker von seiner neuen Regiearbeit halten, erfahrt ihr in der META-Kritik von KinoCheck!

Darum geht's in Das Ende der Sterne

In der nahen Zukunft ist unsere bekannte Welt aufgrund einer Pandemie zugrunde gegangen. Der Pilot und Mechaniker Hig (Jacob Elordi) hat sich gemeinsam mit seinem Hund Jasper und dem Überlebensexperten Bangley (Josh Brolin) ein abgeschottetes Zuhause mitten in der Natur geschaffen. Doch das simple Überleben ist Hig nicht genug. Als ihn auf einem Flug eine bruchstückhafte Funkübertragung erreicht, entschließt er sich, der Nachricht zu folgen und eine Reise ins Unbekannte zu starten. Denn Hig hat die Hoffnung auf eine bessere Zukunft noch nicht verloren...

Mit "Das Ende der Sterne" (im Original: "The Dog Stars") bringt Ridley Scott mit stolzen 88 Jahren seinen 30. Spielfilm in die Kinos. Er verfilmt hierbei den Roman "Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte" von Peter Heller. Für den "Alien"-Regisseur ist die Adaption ein weiterer Ausflug in die Zukunft, nachdem er sich in seinen letzten Filmen ("Gladiator 2" und "Napoleon") in die Vergangenheit begeben hat. Dabei bekommt er neben Elordi ("Euphoria") und Brolin ("Dune") ebenso Unterstützung von Margaret Qualley ("The Substance"), Guy Pearce ("Prometheus"), Allison Janney ("Hereditary") und Benedict Wong ("Der Marsianer").

Bild zu DAS ENDE DER STERNE WIE BIG HIG SIE KANNTE Trailer German (2026) Josh Brolin, Margaret Qualley

Zwischen Survival und den stillen Momenten

Eines vorab: "Das Ende der Sterne" ist kein Survivalthriller mit Action-Feuerwerk – wie es möglicherweise der eine oder andere vermuten könnte. Sicherlich hat der Film die eine oder andere Actionsequenz zu bieten. Doch Scott widmet sich vermehrt auch den leisen Tönen. Denn diese überwiegen letztlich, wie auch Filmkritiker David Rooney vom Hollywood Reporter hervorhebt:

"Der Film vermittelt eher das Gefühl eines melancholischen, von seinen Figuren getragenen Westerns als das eines actionreichen Survival-Thrillers – auch wenn er von Sequenzen dieser Art unterbrochen wird."

Denn trotz der eher ruhigen, zurückhaltenden Erzählweise, baut Scott hin und wieder Gewaltspitzen ein, die es in sich haben. Gerade eine bestimmte Actionsequenz bei Nacht bleibt in Erinnerung – und demonstriert einmal mehr Scotts Können auf dem Regiestuhl.

Auf seiner Reise begegnet Hig der jungen Frau Cima (Margaret Qualley) und ihrem Vater, genannt "Pops" (Guy Pearce), die gemeinsam in einer abgelegenen Hütte leben. Es ist eine dieser Etappen auf Higs Reise, die ihre Stärken in den ruhigen Momenten finden. Die Szenen mit Elordi und Qualley gehören in ihrer Einfachheit zu den Pluspunkten des Films. Auch Pascal Reis von Filmstarts sieht die Stärken des Films "in der behutsamen und atmosphärischen Alltagsbeobachtung".

Insgesamt versucht "Das Ende der Sterne" dabei ein positives und optimistisches Grundgefühl einzufangen. Das hängt vor allem mit Protagonist Hig zusammen, der trotz traumatischer Vergangenheit an dem Glauben an eine bessere Zukunft und die Menschheit festhält – oder es zumindest versucht.

Durchwachsene Kritiken

Doch insgesamt kommt "Das Ende der Sterne" durchwachsen bei den Kritikern an. "Gedämpft, aber keineswegs langweilig", beschreibt es David Rooney – und diesem Urteil schließen wir uns bei KinoCheck gerne an. Jedoch gibt es gerade hierbei einige Gegenstimmen. Darunter befinden sich auch starke Meinungen, wie die von Robert Daniels von RogerEbert.com, der "Das Ende der Sterne" als den "zähesten und langweiligsten Film in Scotts bisheriger Karriere" bezeichnet. Auch Jeremy Jahns beschreibt den Film in seiner Videokritik als zu lang – und kritisiert einige für ihn unnötig gestreckte Sequenzen.

Doch viele Kritiker sehen vor allem einen Aspekt als großen Schwachpunkt: das Drehbuch. Leanne Butkovic von IGN beschreibt es mit folgenden Worten:

"Ridley Scott hat normalerweise ein gutes Gespür dafür, Filme über von Trauer gezeichnete Männer zu drehen, doch das postapokalyptische Überlebensdrama 'Das Ende der Sterne' verfehlt sein Ziel mit einem schwerfälligen Drehbuch, das jeden Versuch, eine tiefere emotionale Wahrheit zu erreichen, auf Abstand hält."

Das Drehbuch von "Das Ende der Sterne" baut in der Tat stark auf Genrekonventionen und ist wenig originell. Viele Elemente des Films hat man so oder so ähnlich bereits gesehen. Schließlich wurde das Endzeit-Genre in den vergangenen Jahrzehnten bereits vielfach bedient. Ob nun mit Serienhits wie "The Last of Us" und "The Walking Dead" oder Filmen wie "I Am Legend".

Die Dialoge und die Figurenzeichnung sind teilweise durchaus stereotypisch. Gerade mit Josh Brolin und Guy Pearce spielen zwei zentrale Darsteller etwas zu ähnliche Figurentypen – hartgesottene, pessimistische und skeptische Männer, die nur noch überleben möchten. Doch das Darsteller-Ensemble kann durchweg überzeugen – und dabei die eine oder andere Drehbuch-Schwäche ausmerzen.

Bild zu DAS ENDE DER STERNE Trailer 2 German (2026) Margaret Qualley, Josh Brolin

Ridley Scotts Vision

Letztendlich lassen sich die Stärken des Films nicht am Drehbuch festmachen. Vielmehr setzt "Das Ende der Sterne" auf Atmosphäre, wie auch Robert Hofmann in seiner Videokritik herausstellt:

"Es ist ein Film, der in erster Linie auf die Atmosphäre setzt – und auf die Schönheit der Landschaft. Du siehst tolle Aufnahmen von einem Flugzeug, was durch die Berge gleitet. [...] Ich persönlich fühle mich darin ziemlich wohl."

In der Tat schwelgen Scott und sein oscar-prämierter Kameramann Erik Messerschmidt (bekannt für seine Filme mit David Fincher) geradezu in ihren Landschaftsaufnahmen. Generell wird Scotts Regiearbeit von vielen Kritikern positiv hervorgehoben. So schreibt Giovanni Lago vom Portal Next Best Picture etwa:

"Wäre Scotts Regie nicht so beeindruckend, wäre 'Das Ende der Sterne' weitaus weniger sehenswert, denn es gibt zahlreiche Momente, die das Projekt in deutlich schwächeren Händen zum Scheitern bringen würden."

Auch durch diese Worte wird nochmals klar, dass "Das Ende der Sterne" gemischt bei der Presse ankommt. Die Meinungen variieren und reichen vom "besten Film Scotts seit 'Der Marsianer'" (The Hollywood Reporter) bis hin zum "ersten Film von Ridley Scott seit einigen Jahren, der sich völlig überflüssig anfühlt" (Ryan Lattanzio von IndieWire).

Unser Urteil

"Das Ende der Sterne" ist kein außergewöhnlich origineller oder mitreißender, aber dafür unterhaltsamer und atmosphärischer Film. Ein überzeugender Cast und Scotts Gespür für einige Charaktermomente und Actionszenen sorgen dafür, dass das Survival-Drama nicht langweilig wird.

Aber überzeugt euch selbst: "Das Ende der Sterne" startet am 27. August in den Kinos!

Übrigens: Anlässlich des Kinostarts haben wir unsere Community auf unserem WhatsApp-Kanal nach ihrem Lieblingsfilm von Ridley Scott gefragt. Und auch innerhalb der KinoCheck-Redaktion wurde abgestimmt – mit einem etwas anderen Ergebnis. Hier findet ihr das Ridley-Scott-Ranking der KinoCheck-Community und der Redaktion.

Bild zu DAS ENDE DER STERNE Finaler Trailer German Deutsch (2026) Jacob Elordi, Margaret Qualley