Spider-Man: Brand New Day – Das steckt hinter der Post-Credit-Szene
Wir verraten euch, was das Ende von "Brand New Day" bedeuten könnte
Der Hype um "Spider-Man: Brand New Day" ist ungebrochen und sorgt nicht nur für ausverkaufte Vorstellungen, sondern auch für unzählige Diskussionen über mögliche Verbindungen zu den kommenden MCU-Projekten. Und tatsächlich wartet nach dem Ende des Films eine Post-Credit-Szene, die bereits jetzt zahlreiche Theorien über die Zukunft von Peter Parker im Marvel Cinematic Universe auslöst. Im folgenden Artikel verraten wir euch, was die Szene wirklich bedeuten könnte.
Achtung, es folgen Spoiler!
Neds App spielt eine entscheidende Rolle
Im Verlauf von "Spider-Man: Brand New Day" wird enthüllt, dass Peters ehemaliger bester Freund Ned eine "Spider-Man"-App entwickelt hat. Sie dient als eine Art Community-Plattform für Fans der freundlichen Spinne, die Sichtungen teilen und andere Nutzer informieren können, wenn Spider-Man irgendwo in New York auftaucht.
Zunächst wirkt diese Idee wie ein humorvoller Einfall am Rande der Handlung. Doch in der Post-Credit-Szene kommt es zu einer unerwarteten Wendung: Das Signal, das Spider-Man orten soll, bewegt sich plötzlich nicht mehr nur innerhalb der Erde, sondern verortet den Helden scheinbar mitten im Weltall. Direkt danach erscheint der bekannte Marvel-Schriftzug: "Spider-Man wird zurückkehren."
Führt die Szene direkt zu Avengers: Secret Wars?
Bei der angekündigten Rückkehr wäre ein Comeback in einem der kommenden "Avengers"-Filme naheliegend. Vor allem "Avengers: Secret Wars" steht dabei im Raum.
Der Hintergrund: Die gleichnamige Comic-Vorlage von 2015. Dort erschafft Doctor Doom nach dem Zusammenbruch des Multiversums einen gigantischen Ort namens Battleworld. Diese Welt besteht aus den Überresten zahlreicher zerstörter Realitäten, die Doom miteinander verschmolzen hat.
Ein zentrales Element dieser Geschichte sind die sogenannten Inkursionen, also Kollisionen verschiedener Universen. Genau dieses Konzept wurde in den vergangenen MCU-Filmen bereits mehrfach eingeführt und gilt als wichtiger Baustein für die kommenden "Avengers"-Abenteuer.
Allerdings gibt es einen Punkt, der laut Filmstarts gegen diese Theorie spricht. Am Ende von "Spider-Man: Brand New Day" existiert die Hauptrealität des MCU noch. Das Multiversum ist zu diesem Zeitpunkt offenbar nicht vollständig kollabiert, während Battleworld in den Comics erst nach dessen Zerstörung entsteht. In der Comicgeschichte gelingt es Reed Richards und seinen Verbündeten kurz vor der finalen Inkursion, ein Raumschiff zu starten. An Bord ist auch Spider-Man.
Ein weiteres Gerücht sorgt derzeit besonders bei langjährigen Comic-Fans für Aufsehen: Spider-Man könnte in "Avengers: Secret Wars" erstmals den legendären schwarzen Symbionten-Anzug tragen. Bekannt wurde dieses Kostüm ursprünglich durch die 80er-Jahre-Comicreihe "Marvel Super Heroes: Secret Wars", die ebenfalls in einer Version von Battleworld spielt und in der Peter Parker zum ersten Mal mit dem außerirdischen Symbionten in Kontakt kommt. Der Insider MyTimeToShineHello postete bereits vor ein paar Monaten, dass der ikonische Anzug angeblich auch im kommenden "Secret Wars"-Film eine Rolle spielen soll. Nur ein Gerücht, aber sollte was dran sein, könnte nun mit der Post-Credit-Szene der Grundstein gelegt worden sein.
Kann die App Realitäten orten?
Besonders interessant ist eine weitere Theorie, die seit der Veröffentlichung der Szene kursiert und von The Direct ins Spiel gebracht wurde. Demnach könnte der Spider-Man-Tracker Peter Parkers Standort auch über verschiedene Dimensionen hinweg verfolgen. Das würde erklären, warum das Signal plötzlich den Weltraum oder sogar eine andere Realität verortet. Ein solcher Ansatz erinnert stark an die Portale und Dimensionssprünge aus den "Spider-Verse"-Filmen. Dadurch könnte die Brücke zwischen dem MCU und den verschiedenen Spider-Versionen aus anderen Universen geschlagen werden.
Miles Morales im MCU?
Und genau hier wird die Theorie besonders spannend. Wenn Peter Parker durch die App über Realitätsgrenzen hinweg verfolgt werden kann, eröffnet das die Möglichkeit einer Begegnung mit Miles Morales und weiteren Spider-Varianten. Immerhin wissen wir, dass es in den "Spider-Verse"-Filmen unzählige Varianten der Figur gibt – darunter auch Miles. Das würde auch zu der Äußerung von Marvel-Boss Kevin Feige passen, der in einem Interview andeutete, dass man definitiv Pläne für eine Live-Action-Version der Figur habe. Auch Tom Holland deutete in einem Interview mit dem Magazin Empire an, dass er einen potenziellen Übergang im "Spider-Man"-Universum gerne mitgestalten würde.

Eine solche Verbindung würde nicht nur ein Crossover mit dem Spider-Verse erleichtern, sondern auch erklären, warum Peter während der kommenden Ereignisse rund um das kollabierende Multiversum möglicherweise lange Zeit nicht auf der Erde des MCU zu sehen ist. Ob die Post-Credit-Szene tatsächlich einen Dimensionssprung vorbereitet oder lediglich eine geschickte Irreführung ist, bleibt vorerst offen. So oder so wird der sympathische Held aus New York sicherlich noch eine bedeutende Rolle in der Zukunft des MCU spielen. Wir sind gespannt!
Übrigens: Wenn ihr unsere Meinung zu "Brand New Day" wissen wollt, empfehlen wir euch unsere KinoCheck-META-Filmkritik.