Gerücht: Marvel arbeitet an einem neuen Wolverine-Film!

Werden wir Hugh Jackman ein weiteres Mal zu sehen bekommen?

Von Jonas Reichel am 3 min Lesezeit

Der wohl bekannteste Mutant der "X-Men"-Familie könnte schon bald auf die große Leinwand zurückkehren! Wie der Hollywood-Insider Daniel Richtman auf seinem Blog verriet, arbeitet man im Hause Marvel wohl an einem neuen "Wolverine"-Film.

Der Film soll Teil einer größeren Strategie sein, die mehrere "X-Men-Projekte" in den Fokus der nächsten MCU-Phase rückt. Bemerkenswert ist dabei, dass Wolverine nicht als Mitglied eines zukünftigen "X-Men"-Teams fungiert, sondern als eigenständige Figur mit Priorität.

Ob Hugh Jackman ein weiteres Mal in die ikonische Rolle schlüpfen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Am Interesse des Stars dürfte es aber nicht scheitern. Parallel dazu halten sich weiterhin Gerüchte, wonach Dafne Keen, bekannt aus "Logan", im MCU die Rolle von Laura alias X-23 übernehmen und langfristig zu einer neuen Wolverine-Variante ausgebaut werden könnte. Und natürlich gäbe es auch die Möglichkeit, den Mutanten komplett neu zu besetzen, was im Kontext der sogenannten "Mutanten-Saga" auch durchaus Sinn ergeben würde.

Unabhängig davon arbeitet Marvel Studios weiterhin an dem lange erwarteten "X-Men"-Reboot. Inszeniert wird dieses von "Thunderbolts"-Regisseur Jake Schreier. Michael Lesslie ist hingegen für das Drehbuch verantwortlich. Ein Startdatum steht bisher noch aus.

Wolverine auf der Leinwand: Alle Solofilme des ikonischen Marvel-Helden im Überblick

Kaum eine Figur aus dem Marvel-Universum ist so eng mit einem Schauspieler verbunden wie Wolverine mit Hugh Jackman. Über fast zwei Jahrzehnte prägte Jackman die Rolle des krallenbewehrten Mutanten und führte ihn nicht nur durch mehrere "X-Men"-Filme, sondern auch durch drei eigenständige Soloabenteuer. Diese Filme zeigen unterschiedliche Facetten der Figur – vom actiongeladenen Comic-Spektakel bis hin zum düsteren Charakterdrama.

X-Men Origins: Wolverine (2009): Der problematische Anfang

Der erste offizielle Wolverine-Solofilm erschien 2009 unter dem Titel "X-Men Origins: Wolverine". Regie führte Gavin Hood, Hugh Jackman übernahm erneut die Hauptrolle. Der Film sollte die Ursprungsgeschichte von Logan erzählen und beleuchtet seine Kindheit, seine Beziehung zu seinem Halbbruder Victor Creed (Sabretooth) sowie seine Zeit im Weapon-X-Programm.

Inhaltlich versprach der Film viel, konnte die Erwartungen jedoch nur teilweise erfüllen. Besonders die Darstellung von Deadpool sorgte bei Fans für massive Kritik, ebenso wie die teils schwache CGI und ein tonal uneinheitliches Drehbuch. Trotz ordentlicher Einspielergebnisse gilt "X-Men Origins: Wolverine" heute als einer der schwächeren Beiträge der "X-Men"-Reihe. Dennoch legte der Film den Grundstein für spätere, deutlich erfolgreichere Soloabenteuer.

Wolverine: Weg des Kriegers (2013): Neuausrichtung mit Stärken

Vier Jahre später folgte mit "Wolverine: Weg des Kriegers" (The Wolverine) der zweite Solofilm. Regie führte James Mangold, der später auch für Logan verantwortlich sein sollte. Die Handlung basiert lose auf der beliebten Comicreihe von Chris Claremont und Frank Miller und verlegt Logan nach Japan.

Der Film zeigt einen innerlich gebrochenen Wolverine, der unter den Schuldgefühlen seiner Vergangenheit leidet. Thematisch rückt Unsterblichkeit, Ehre und Verlust in den Vordergrund. Vor allem die ruhigeren, charakterzentrierten Momente wurden positiv aufgenommen. Kritisiert wurde hingegen der finale Akt, der stärker auf konventionelle Action setzte und den zuvor aufgebauten Tonfall teilweise unterlief. Trotzdem stellte "Weg des Kriegers" eine deutliche qualitative Steigerung dar und bewies, dass Wolverine auch außerhalb eines Ensemblefilms tragen kann.

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Logan (2017): Ein würdiger Abschied

Mit "Logan" erschien 2017 nicht nur der dritte Wolverine-Solofilm, sondern auch Hugh Jackmans Abschied von der Rolle – zumindest vorerst. Wieder unter der Regie von James Mangold entstand ein Film, der sich deutlich von klassischen Superheldenwerken abhebt. "Logan" spielt in einer düsteren Zukunft, in der Mutanten nahezu ausgestorben sind. Ein gealterter, körperlich geschwächter Wolverine kümmert sich um den sterbenden Professor X, als er auf das junge Mutantenmädchen Laura (X-23) trifft. Der Film ist brutal, melancholisch und stark von Western- und Roadmovie-Elementen geprägt.

Kritiker und Fans feierten "Logan" gleichermaßen. Besonders gelobt wurden das Drehbuch, die emotionale Tiefe und Hugh Jackmans eindringliche Darstellung. Der Film gilt heute als einer der besten Superheldenfilme aller Zeiten und als Paradebeispiel dafür, wie genreübergreifend Comicverfilmungen sein können.

Das Vermächtnis von Wolverine

Die drei Wolverine-Solofilme zeigen eine klare Entwicklung: vom klassischen, studiogetriebenen Actionfilm hin zu einer mutigen, erwachsenen Charakterstudie. Während "X-Men Origins: Wolverine" vor allem als Fehltritt in Erinnerung bleibt, etablierten "Weg des Kriegers" und insbesondere "Logan" den Charakter neu und nachhaltig. Sein Solo-Werdegang ist ein Beweis dafür, dass Superheldenfilme weit mehr sein können als reine Blockbuster-Unterhaltung.

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