Rode to Ruin: Michael Keaton und Morgan Freeman drehen neuen Western
Ein Startdatum gibt es bisher noch nicht
Zwei Hollywood-Ikonen kehren gemeinsam auf die große Leinwand zurück! Wie das Magazin Deadline berichtet, arbeiten Michael Keaton und Morgan Freeman gemeinsam an dem Western-Thriller "Rode to Ruin". Keaton wird dabei nicht nur die Hauptrolle übernehmen, sondern auch Regie führen.
Im Mittelpunkt von "Rode to Ruin" steht der ehemalige US-Marshal Henry Tillman (Michael Keaton), der vier Jahrzehnte seines Lebens damit verbracht hat, den Mörder seiner Frau aufzuspüren. Seine Suche führt ihn schließlich zu Joseph Mulberry (Morgan Freeman), einem berüchtigten Outlaw, der allerdings nicht mehr der gefürchtete Verbrecher von damals ist. Mulberry leidet unter Gedächtnisverlust und kann sich offenbar nicht mehr an entscheidende Ereignisse aus seiner Vergangenheit erinnern.
Für das Drehbuch zeigt sich R. Dean McCreary verantwortlich, der unter anderem am Horrorfilm "The Pope's Exorcist" beteiligt war. Konkrete Informationen zum Drehbeginn gibt es bisher noch nicht. Auch ein potentieller Starttermin steht noch unter Verschluss.
Die größten Westernklassiker der Filmgeschichte
Kaum ein Filmgenre ist so eng mit der amerikanischen Mythologie verbunden wie der Western. Weite Landschaften, staubige Kleinstädte, einsame Revolverhelden und der ewige Konflikt zwischen Gesetz und Freiheit prägen das Bild des Wilden Westens bis heute. Über Jahrzehnte hat Hollywood zahlreiche Western hervorgebracht, doch einige Filme haben das Genre nachhaltig verändert und gelten längst als zeitlose Klassiker.
Spiel mir das Lied vom Tod
Wenn es um die größten Western aller Zeiten geht, darf Sergio Leones "Spiel mir das Lied vom Tod" nicht fehlen. Der 1968 erschienene Film erzählt von einer mysteriösen Revolverheldenfigur, die sich mit einem brutalen Killer auseinandersetzen muss. Charles Bronson, Henry Fonda und Claudia Cardinale prägen das epische Meisterwerk.
Besonders berühmt ist die ikonische Musik von Ennio Morricone. Leone nahm sich viel Zeit für lange Einstellungen und intensive Duelle. Dadurch wurde "Spiel mir das Lied vom Tod" zu einem Meilenstein des sogenannten Italo-Westerns.
Zwei glorreiche Halunken
Ebenfalls von Sergio Leone stammt "Zwei glorreiche Halunken" aus dem Jahr 1966. Clint Eastwood, Eli Wallach und Lee Van Cleef spielen drei Männer, die während des Amerikanischen Bürgerkriegs auf der Suche nach einem Goldschatz sind. Der Film verbindet schwarzen Humor, Gewalt und große Bilder mit einer ungewöhnlichen Figurenkonstellation. Das legendäre Finale mit dem dreiseitigen Duell gehört zu den berühmtesten Szenen der Western-Geschichte. Gemeinsam mit "Für eine Handvoll Dollar" und "Für ein paar Dollar mehr" bildet der Film Leones sogenannte Dollar-Trilogie.
Erbarmungslos
Clint Eastwood prägte den Western nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur. "Erbarmungslos" von 1992 zählt zu seinen größten Leistungen hinter der Kamera. Eastwood spielt den ehemaligen Revolverhelden William Munny, der eigentlich ein ruhiges Leben führen möchte. Der Film dekonstruiert viele klassische Westernmythen. Helden und Bösewichte sind nicht klar voneinander zu unterscheiden, während Gewalt stets einen hohen Preis fordert. "Erbarmungslos" gewann vier Oscars und gilt heute als einer der bedeutendsten Western der modernen Filmgeschichte.
Der mit dem Wolf tanzt
Kevin Costners "Der mit dem Wolf tanzt" schlug 1990 einen etwas anderen Weg ein. Im Mittelpunkt steht der Soldat John Dunbar, der während des Amerikanischen Bürgerkriegs einen abgelegenen Außenposten bezieht und zunehmend Kontakt zu den Lakota aufnimmt. Der Film beeindruckte durch seine Landschaftsaufnahmen und seine vergleichsweise differenzierte Darstellung indigener Kulturen. Bei der Oscarverleihung wurde das Epos unter anderem als bester Film und für die beste Regie ausgezeichnet.
12 Uhr mittags
Auch die älteren Westernklassiker haben das Genre entscheidend geprägt. "12 Uhr mittags" von 1952 mit Gary Cooper ist dafür ein Paradebeispiel. Der Marshal Will Kane wartet auf einen gefürchteten Verbrecher, der in die Stadt zurückkehrt. Obwohl Gefahr droht, scheint niemand bereit zu sein, Kane zu helfen.
Der Film erzählt damit nicht nur eine klassische Western-Geschichte, sondern beschäftigt sich auch mit Mut, Verantwortung und Zivilcourage. Die nahezu in Echtzeit erzählte Handlung machte "12 Uhr mittags" zu einem zeitlosen Klassiker.
Der schwarze Falke
John Fords "Der schwarze Falke" aus dem Jahr 1956 gilt ebenfalls als Schlüsselwerk des Genres. John Wayne spielt Ethan Edwards, der jahrelang nach seiner entführten Nichte sucht. Dabei führt ihn seine Suche durch die monumentalen Landschaften des amerikanischen Westens. Heute wird der Film auch kritisch betrachtet, insbesondere wegen seiner Darstellung indigener Menschen. Gerade diese Ambivalenz macht ihn zu einem wichtigen Werk der Filmgeschichte.
Die glorreichen Sieben
1960 erschien mit "Die glorreichen Sieben" ein weiterer Westernklassiker. Yul Brynner, Steve McQueen und Charles Bronson gehören zu einer Gruppe von Revolverhelden, die ein mexikanisches Dorf gegen Banditen verteidigen. Der Film wurde selbst zum Klassiker und inspirierte zahlreiche spätere Western. Auch seine berühmte Filmmusik gehört zu den bekanntesten Soundtracks des Genres.
Ein Genre, das nie verschwindet
Von den klassischen Hollywood-Western über Sergio Leones Italo-Western bis zu modernen Neuinterpretationen wie "Erbarmungslos" reicht die Geschichte des Genres über viele Jahrzehnte. Die besten Western erzählen dabei längst nicht nur von Cowboys und Revolverduellen. Sie handeln von Freiheit, Schuld, Rache, Moral und dem Ende einer Ära.
Genau deshalb haben Filme wie "Spiel mir das Lied vom Tod", "Zwei glorreiche Halunken" oder "Erbarmungslos" ihren besonderen Status bewahrt. Sie zeigen, dass der Wilde Westen zwar längst Geschichte ist, seine Geschichten im Kino aber niemals wirklich verschwunden sind.