Star Trek: Was bei Staffel 4 von Strange New Worlds anders wird

Die Macher verraten zudem, was sie mit William Shatner als Kirk geplant hatten

Von Carlos Corbelle Fraga am 3 min Lesezeit

Die neuen Abenteuer von Pike, Kirk und Co. rücken näher. Bereits am 23. Juli 2026 startet die vierte Staffel von "Star Trek: Strange New Worlds" auf Paramount+. Angesichts des baldigen Release-Datums der neuen Folgen haben sich nun Akiva Goldsman und Alex Kurtzman zur kommenden Staffel geäußert. Die beiden Co-Schöpfer und ausführenden Produzenten von "Star Trek: Strange New Worlds" haben verraten, dass etwas anders sein wird: Diesmal gibt es keinen "Big Bad".

Die einzelnen Folgen werden also nicht durch eine staffelübergreifende Bedrohung zusammengehalten, wie etwa zuvor durch die feindliche Spezies der Gorn. Stattdessen wird sich die vierte Staffel noch stärker als bisher durch in sich abgeschlossene Episoden auszeichnen, wie Goldsman und Kurtzman im Gespräch mit Polygon erklären. Im Fokus sollen Geschichten stehen, die sich in erster Linie auf die Charaktere konzentrieren.

Vierte Staffel von Strange New Worlds: Fokus auf eigenständige Geschichten

Damit setzen die Macher in der vierten Staffel noch mehr als zuvor auf das, was "Strange New Worlds" von anderen "Star Trek"-Inkarnationen der letzten Jahre unterscheidet. Serien wie "Star Trek: Discovery" und "Star Trek: Picard" erzählen innerhalb der jeweiligen Staffeln eine zusammenhängende Story, bei der eine Folge auf der anderen aufbaut. Zwar gibt es auch bei "Strange New Worlds" Handlungsstränge, die hin und wieder erneut aufgegriffen werden, darunter der fortlaufende Kampf gegen die Gorn. In erster Linie besticht die Serie jedoch durch ihre abwechslungsreichen Einzelfolgen, die weitgehend unabhängig vom Rest der Staffel als eigenständige Geschichten funktionieren. Und manchmal auch formal ungewöhnliche Wege gehen, wie etwa die Musical-Folge "Subraum-Rhapsodie".

Bild zu STAR TREK: Strange New Worlds Staffel 2 German Deutsch (2023)

Die vierte Staffel beschreibt Akiva Goldsman gegenüber Polygon als "Strange New Worlds" pur. Und ergänzt:

"Wir variieren den Ton, wir variieren das Genre, und dann steuern wir auf die letzten sechs Episoden zu, was ziemlich einzigartig ist."

Mit den letzten sechs Episoden bezieht sich Goldsman auf die finale fünfte Staffel, die "Star Trek: Strange New Worlds" zum Abschluss bringen wird. Während die ersten vier Staffeln aus jeweils zehn Folgen bestehen, wird die letzte nur noch sechs umfassen.

Griff in die Geschichte: William Shatner sollte als Kirk zurückkehren

Zeitlich spielen die Storys in "Strange New Worlds" vor der Original-TV-Serie aus den 1960ern, mit der das "Star Trek"-Franchise einst das Licht der Welt erblickte. Im Mittelpunkt steht die Crew der Enterprise, die im 23. Jahrhundert das Weltall erkundet. Anson Mount spielt als Christopher Pike den Captain des Raumschiffs. Dessen Nachfolger wird eines Tages James T. Kirk, der in der 60er-Jahre-Serie von William Shatner und in "Strange New Worlds" von Paul Wesley verkörpert wird.

Die Macher von "Strange New Worlds" hatten eigentlich vor, auch Shatner in einer Folge ihrer Serie als Kirk zu zeigen. Dabei wollten sie an die Episode "Griff in die Geschichte" anknüpfen, einer tragischen Story der Original-Serie, die als ein Highlight des gesamten "Star Trek"-Franchise gilt. Darin reist Kirk durch die Zeit ins New York der 1930er, verliebt sich, kehrt am Ende aber wieder zur Enterprise zurück. In "Strange New Worlds" hätte man in einer alternativen Zeitlinie sehen sollen, wie es Kirk ergangen wäre, wenn er stattdessen in der Vergangenheit geblieben wäre. Trotz mehrerer Drehbuchfassungen für eine solche Folge, wurde sie am Ende nie realisiert.

Vergangenheit von Kirk ergründet

Akiva Goldsman und Alex Kurtzman hätten die Story mit Shatner nur allzu gern erzählt. Wie Kurtzman gegenüber Polygon betont, habe es aber auch was für sich, wenn nicht jedes Ziel am Ende einer Reise erreicht werde:

"Ich glaube, wenn man am Ende angelangt ist und nichts mehr übrig bleibt, was man noch tun möchte, dann ist das eher eine Enttäuschung. Ich bin stolz auf jede Folge, die wir gemacht haben, aber ich finde, die besten Abendessen sind die, bei denen man sich hinterher nicht überfressen fühlt. Sondern die, bei denen man anschließend noch mehr will."

Das Gute: Auch ohne einen Gastauftritt von William Shatner können sich Kirk-Fans auf die vierte Staffel von "Star Trek: Strange New Worlds" freuen. Wie Kirk-Darsteller Paul Wesley vor kurzem auf der CCXP Mexico verriet, wird darin die Vergangenheit seiner Figur ergründet – sowie die Dämonen, die den Helden verfolgen. Somit dürfte Kirk auch in den neuen Folgen eine wichtige Rolle spielen. Was die vierte Staffel von "Star Trek: Strange New Worlds" sonst noch zu bieten hat, zeigt der Trailer:

Bild zu STAR TREK: Strange New Worlds Staffel 4 Teaser Trailer German Deutsch (2026)